Archiv für August 2010

Fire and Flames Festival 2007

Es ist wieder soweit. Auch in diesem Jahr beehrt uns das Fire and Flames Festival in Berlin. Am 14. und 15. Dezember könnt im Kato (Kreuzberg – Schlesisches Tor) internationale Punk- und Ska-Bands auf wie Oi Polloi (Scotland), No Respect (Gö), Nucleo Terco (Madrid), Brigada Flores Magón (Paris) und viele mehr sehen.

14./15.12.07 – Berlin – KATO

(mehr…)

Êdî Bese! – Demo gegen antikurdischen Rassismus

Êdî Bese! – Es reicht!
Die rassistische Hetze gegen KurdInnen stoppen!

Am vergangenen Wochenende kam es bundesweit zu nationalistischen Ausschreitungen gegen kurdische Menschen. Türkische NationalistInnen und FaschistInnen zogen auf die Straßen wobei es zu zahlreichen Hetzjagden auf KurdInnen, Angriffe gegen kurdische Vereinslokale und zu Straßenschlachten kam. All dies geschieht vor dem Hintergrund des bevorstehenden Angriffes auf den Nordirak, welcher im Oktober vom türkischen Parlament beschlossen wurde. Die türkische Rechte feiert die geplante Militärintervention gegen die kurdische Guerilla im Nordirak und ruft öffentlich zur Auslöschung aller KurdInnen auf.

(mehr…)

Beitrag zum GDL-Streik 2007

Alle Räder stehen still!
Solidarität mit dem Streik der LoführerInnen!
Verteidigt das Streikrecht!
Stoppt die Hetze von Deutscher Bahn, Medien und Politik!

Deutscher Herbst 2007. „Eine kleine radikale Minderheit terrorisiert tausende Deutsche“ hieß es Anfang Oktober in einer Sendung des öffentlichen-rechtlichen Fernsehens. Es war allerdings keine Dokumentation über die Entführung des Arbeitergeberpräsidenten Hans Martin Schleyer durch die Rote Armee Fraktion (RAF) im Herbst 1977, sondern eine aktuelle Nachrichtensendung über den Arbeitskampf der kleinen Spartengewerkschaft GDL (Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer) gegen die Deutsche Bahn AG. Brauchte es vor 30 Jahren noch eine kommunistische Metropolenguerilla mit dem erklärten Ziel den kapitalistischen Staat zu zerschlagen um hysterische Hasstiraden der Presse auszulösen und das Arbeitgeberlager zumindest partiell in Angst und Schrecken zu versetzen, reicht dafür heute eine kleine kämpferische Gewerkschaft die lediglich ihr Streikrecht wahrnimmt. Der hasserfüllte Duktus mit denen Medien und Politik versuchen die Lokführergewerkschaft in den Augen der Bevölkerung als eine handvoll amoklaufender gewerkschaftspolitischer Wirrköpfe, mit völlig überzogenen Lohnforderungen, darzustellen ähnelt dem Sprachbild mit denen Boulevardzeitungen in den späten 70er Jahren gegen die Stadtguerilla und den „linken Sympathisantensumpf“ mobilisiert haben. Die Mittel sind Desinformation, Manipulation und Diffamierung. Die Hetzte gegen den Streik der LokführerInnen sagt dabei weniger über die bescheidenen Parallelen zwischen der Roten Armee Fraktion (RAF) und Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) aus, als über die Dreistigkeit und Selbstsicherheit der kapitalistischen Eliten, die Schwäche der ArbeiterInnenbewegung und den allgemeinen Zustand der Klassengesellschaft. Aus allen Rohren wird auf die GDL geschossen, weil sie gewagt hat aufzumucken. In Zeitungen und Fernsehnachrichten werden die streikenden LokführerInnen mit kübelweise Scheisse beworfen, die Anwälte der Deutschen Bahn AG überziehen die Gewerkschaft mit absurden Klagen, Gerichte setzen das im Grundgesetzt verankerte Streikrecht faktisch außer Kraft und streikende LokführerInnen werden von Polizei und Streikbrechern aus den Bahnhöfe geworfen. (mehr…)

Redebeitrag der ARAB zum Schulstreik 2007

Redebeitrag der [ARAB] zum Schüler_innenstreik 2007

Liebe Schüler_Innen, Demonstrant_Innen, Lehrer_Innen, Passant_Innen,
Liebe Studienvertreter_Innen, Asta-Sprecher_Innen und Studierende.

Wozu lernen wir eigentlich? Für uns? Für den Chef? Für den Lehrer? Lernen sollten wir für uns um uns weiter zu entwickeln in die Richtung die wir für richtig halten.

Doch das ist gar nicht Sinn des Schulsystems. Wir stehen an der Schwelle eines neuen, groß angelegten Raubzuges, der die Bildungsmaßnahmen ausschlachten soll. Ende Mai will die Regeierung das BAföG-Gesetz ändern, diese Änderung schließt ein Drittel der Kolegiaten_Innen im Zweiten Bildungsweg aus und zwingt sie die Kollegs zu verlassen. Das bedeutet weiterhin Entlassungen von Lehrern, Schulzusammenlegungen und so weiter. Das jetzige Schulsystem wird von uns abgelehnt, denn es ist Teil des Kapitalismus und damit Teil der globalen Ausbeutungsmaschinerie. Es ist weder fortschrittlich noch befreiend noch dient es der Weiterbildung von Geist und Kunst. Es ist knechtender Natur und soll uns gefangen halten und vor allem uns an ein Leben in kapitalistisch-imperialistischen Herrschaftsverhältnissen gewöhnen.
(mehr…)

Redebeitrag zur RAF

Redebeitrag der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin – [ARAB] zur medialen Treibjagd gegen die Rote Armee Fraktion (RAF). Gehalten auf der „Freiheit statt Angst – Demo 2007 und auf der „Freiräume erkämpfen & verteidigen“-Demo in Göttingen am 20.Oktober 2007.

Deutscher Herbst 2007

Ein Gespenst geht um in der deutschen Journaille. Ein Haufen im Dickdarm der Macht angekommener frustrierter Alt-68er und ein Rudel Neokonservativer Arschgesichter haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet.

Peter Jürgen Boock und Daniel-Cohn-Bendit, Stefan Aust und Jan-Philip Reemtsma, Günther Beckstein und Guido Westerwelle, taz und jungle world. 30 Jahre nach den Ereignissen, die in der deutschen Geschichtsschreibung als “deutsche Herbst” zusammengefasst werden, wird in jeder zweiten Talkshow zur endgültigen Abrechnung mit der RAF mobilisiert.

Die Geschichte des bewaffneten Kampfes in der BRD und Westeuropa soll für alle Zeiten delegitimiert werden. Anders als beim medialen Event zum 20sten Jubiläum 1997 wird die RAF heute nicht mehr als ein paar idealistische Kleinbürgerkids gedeutet, die fatalerweise in den Terrorismus abdrifteten, sondern als ein Haufen antisemitischer Irrer die entweder “so deutsch handelten wie ihre Väter” oder aber “in ihrem Märtyerkult parallelen zum islamischen Terror hatten”. (mehr…)

ILSE PRESENTE!

In Gedenken an Ilse Schwipper (1937 – 2007)

Bild

Ilse Schwipper ist tot, sie starb am 27.September 2007 nach einer kurzen schweren Krankheit. Ilse war eine von uns. Sie war Anarcha-Feministin, Antifaschistin, Stadtguerillera, Antiimperialistin, Kämpferin. Sie lebt in uns und unseren Kämpfen weiter.

Ilse wurde 1937 in Berlin geboren und wuchs bei ihrer Großtante und ihrem Großonkel, einem in der Antifaschistischen Aktion aktiven Anarchisten, auf. Bereits in ihrer frühen Kindheit wurde sie über das wahre Gesicht des NS aufgeklärt. 1944 zog sie mit ihrer Mutter und dessen zweitem Ehemann nach Wolfsburg. Wie sie uns jüngeren gegenüber immer betont hat ist Wolfsburg ein Musterbeispiel für die Kontinuität des Nazifaschismus in der BRD. „Stadt des KdF-Wagens“ (Kraft durch Freude) nannten die Nazis ihre Stadt. In diese braune Siedlungsprojekt zogen fast ausschließlich Nazis und Vertriebene, wie gleichgeschaltet die Stadt war und blieb zeigt sich am Wahlergebnis von 1946: damals erhielt die Sozialistische Reichspartei (SRP), Nachfolgepartei der NSDAP 96%. Von Bombenangriffen der Alliierten verschont wurde Wolfsburg nach dem Krieg zum Kern des VW-Imperiums, und lieferte auch schon bald Kleinbusse, die von den Amerikanern in Vietnam eingesetzt wurden. Deswegen sabotierten Ilse und andere 1971 die Gleise der Zuliefer-Strecke. Zuvor hatten sie bereits eine NPD-Wahlveranstaltung verhindert, indem sie den Veranstaltungssaal niederbrannten.

(mehr…)

Freiheit statt Angst 2007: No Justice – No Peace!

NO JUSTICE – NO PEACE – Kein Friede mit dem deutschen Polizeistaat!

Über 10 000 Menschen versammelten sich am Samstag den 22.9. September 2007 um gegen Onlinedurchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und Schäubles Sicherheitspolitik zu demonstrieren. Aufgerufen hatte ein breites bürgerliches Bündnis an dem neben Chaos Computer-Club und ATTAC auch Parteien wie der FDP, den Grünen und der Linkspartei beteiligt waren. Vor allem in den Internet-Communities wurde dafür seit Monaten fleissig mobilisiert.Die ARAB hatten unter dem Motto „NO JUSTICE – NO PEACE – Kein Frieden mit dem deutschen Polizeistaat“ zu einem antikapitalistischen Block mobilisiert.

(mehr…)

Juli 2007: Public Screaming against Capitalism!

Public Screaming against Capitalism

Klima, Afrika, Demonstranten, der schwarze Block, Polizisten, Zäune. Um den G-8-Gipfel in Heiligendamm herum, wurde so einiges geboten was nicht nur die Linke hat aufhorchen lassen. Es fing an mit Hausdurchsuchungen, Postkontrollen, Platzverweisen und dem Verbot einiger Demonstrationen. Der Anti-Terror-Paragraph 129a musste als Begründung dafür herhalten, das ein dutzend Aktivist_Innen frühmorgens die Tür von unausgeschlafenen, mürrischen SEK-Beamten eingetreten wurde. Für in paar Millionen Euro wurde ein gigantischer Zaun rund um das Tagungsgebäude herum gebaut um den G-8-Vertretern ein subjektives Sicherheitsgefühl zu vermitteln und ungewünschten politischen Protest fernzuhalten. In den Tagen des Gipfels folgten Prügelorgien, Tränengasschwaden, Wasserwerfer, über 1000 Festnahmen, Käfighaltung, vermummte Zivilpolizisten, Tornado-Einsätze gegen Demonstranten und die ganze Palette staatlicher Repression. Früher nannte man das Polizeistaat. Heute präventiver Rechtstaat.

(mehr…)

Redebeitrag zu Islamophobie und Rassismus

Redebeitrag der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin [arab] zu den rassistischen Umtrieben in Heinersdorf.

Heinersdorf

Seit März 2006 ist der geplante Bau einer Moschee im idyllischen Heinersdorf bekannt und treibt seit dem in regelmäßigen Abständen den rassistischen Mob auf die Straße. Als erste Moschee in Ostberlin erregt dies nun nicht nur den Zorn organisierter Neonazis, sondern auch den der dortigen Bevölkerung.

Hier in der ostzonalen Provinz, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wird mensch daran erinnert das die Spezies der Urdeutschen noch nicht ausgestorben ist. Hier, wo die örtliche Bushaltestelle und der Parkplatz vorm Extra-Markt als Jugendclubersatz fungiert, wird deutlich, das der Hitlergruß, die vollgepisste Jogginghose und das Deutschlandtrikot in manchen Gegenden einfach immer noch zum guten Ton gehören.

(mehr…)

75 Jahre – Antifaschistische Aktion

Redebeitrag der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin [arab] zum 75sten Grüdnungstages der „Antifaschistischen Aktion“. Gehalten am 13.07.2007 bei der Gegenkundgebung gegen einen Rassistenaufmarsch in Pankow-Heinersdorf.

Nichts und niemand ist vergessen

Am gestrigen Tag jährte sich ein wichtiges Ereignis. Ein Ereignis, das durchaus zu den wichtigeren in der deutschen Geschichte gezählt werden kann und an das mensch sich eigentlich gern erinnern sollte. Das dieses Ereignis jedoch weder in der Schule noch in den Medien besprochen wird, dass es keine offiziziellen Gedenkveranstaltungen gibt, ist kein Zufall. Niemand hat etwas „aus Versehen vergessen“. Gestern jährte sich zum 75. Mal die Gründung der Antifaschistischen Aktion. Anscheinend war sie nicht nur damals den Herrschenden ein Dorn im Auge, sondern ist es auch heute noch. Wie kann es sonst sein, dass in der bundesdeutschen Erinnerungspraxis Faschisten und Deutschnationale zu Helden hochstilisiert werden, dass tausende Mörder_innen der niederen und mittleren Befehlsstufe behaupten konnten, von nichts gewusst zu haben, Menschen die jedoch aktiv Widerstand geleistet haben und dies in den meisten Fällen mit dem Leben, ihrer Freiheit und/oder ihrer Gesundheit bezahlt haben, vergessen werden?

(mehr…)