Archiv für Februar 2011

Frauentagsbroschüre erschienen!

Bild Schon immer engagieren und organisieren sich Frauen weltweit für ihre Belange, als Symbol für all diese Kämpfe steht der 8. März. Vor 100 Jahren wurde der internationale Kampftag der Frauen erstmalig begangen. Auf Beschluss der Zweiten Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen versammelten sich 1911 Frauen in Dänemark, Deutschland, der Schweiz, Österreich, und den USA. Bis heute kämpfen Frauen überall auf der Welt für Befreiung von patriarchaler Unterdrückung und kapitalistischen sowie feudalen Ausbeutungsverhältnisse. Wir sehen unsere politische Arbeit im Hier und Jetzt im Kontext dieser weltweiten Emanzipationsbestrebungen und möchten das 100jährige Jubiläum des Internationalen Frauentages zum Anlass nehmen, um einen Blick auf vergangene, aktuelle und zukünftige Kämpfe zu werfen. Deshalb haben wir zusammen mit einem Bündnis verschiedener linksradikaler, sozialistischer und kommunistischer Gruppen eine Broschüre erarbeitet die grade jüngeren Genoss_innen einen Einstieg in das Thema „Geschlechterrollen/Frauenunterdrückung“ ermöglichen soll. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und hoffen das sie euch Lust macht sich an den den Aktionen, Demos und Veranstaltungen rund um den 8.März 2011 zu beteiligen.

Broschüre (PDF) Download

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Dresden 2011: 20 000 Antifaschist_innen verhindern Naziaufmarsch

20 000 Antifaschist_innen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland haben am Samstag den 19.Februar mit vielfältigen Blockadeaktionen einen geplanten Naziaufmarsch verhindert. Dabei kam es zu massiven Auseinandersetzungen mit den äußert brutal agierenden Polizeikräften. Mit Schlagstöcken, Pfefferspray, Wasserwerfern, Räumungpanzern und neu angeschafften Pepperball-Kanonen gingen die eingesetzten Beamten gegen die Blockierenden vor. Mehrere Menschen wurden dabei erheblich verletzt. Trotzdem ließen sich das breite Spektrum angereister Aktivist_innen von der brutalen Polizeigewalt nicht davon abhalten die Dresdener Innenstadt für die Faschist_innen unpassierbar zu machen. Neben massenhaften Sitzblockaden gab es im Bereich der Dresdener Altstadt auch ein hohes Barrikadenaufkommen (Foto). Ingesamt lediglich 2000 Faschist_innen hatten sich nach Dresden getraut und scheiterten auf der ganzen Linie bei ihren verschiedenen Versuchen Demonstrationen durchzuführen. Selbst eine aus Verzweiflung ausgerufene Spontan-Demonstration im Nahe gelegenen Leipzig endete auf dem Bahngleis des dortigen Hauptbahnhofs bevor sie überhaupt begonnen hatte. Alles in allem ein sehr erfolgreicher Tag für die antifaschistische Bewegung in der BRD. Natürlich freuen sich nicht alle über diesem Erfolg. Während die Nazis schmolen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Samstag Abend das Pressebüro des Bündnis „Dresden Nazifrei“. Die anwesenden Bündnis-Vertreter_innen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt. Darüber hinaus sind bisher 79 Festnahmen auf antifaschistischer Seite gemeldet wurden.

Unterstützt die Verhafteten und zeigt Solidarität!

Bilder:
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Videos:
1 (leftvision) | 2 (SpiegelTV) | 3 (RTL) | 4 (N24) | 5 (N-TV, ZDF, ARD) | 6 (Angriff auf Nazibusse) | 7 (Durchbruch Fritz-Förster-Platz) | 8 (AP) | 9 (Badapester Straße) | 10 (Auseinandersetzungen mit Nazis) | 11 (Angriff auf Polizeistation) | 13 (Räumung Blockade Bergstraße) | 14 | 15 (Naziangriff auf Linkes Hausprojekt) | 16 (MDR) | 17 (PressTV, engl.) | 18 (Durchbruch Polizeikette) | 19 (Bergstraße) | 20 (SpiegelTV zum Naziangriff auf linkes Hausprojekt)

No Pasaràn 2011: Los jetzt hier!!


Die neuesten News: Twitter

Die Rucksäcke sind gepackt. Nach Monaten der Vorbereitung stehen tausende Antifaschist_innen aus der ganzen BRD und dem benachbarten Ausland in den Startlöchern um mit Massenblockaden einen der größten Naziaufmärsch Europas in Dresden zu verhindern. Hier die letzten Infos:

Die Nazis haben vom Verwaltungsgericht zugesprochen bekommen, an drei Orten in Dresden aufmarschieren zu dürfen. Ob die Stadt Beschwerde einlegen wird ist noch unklar. Klar ist nur: Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Haltet Euch am Besten über den Dresden-Nazifrei-Twitter auf dem Laufenden.

Treffpunkt für alle Dresdnerinnen und Dresdner ist auf alle Fälle ab jetzt um 8.30 an den beiden Brückenköpfen der Marienbrücke. Alle Menschen die sich von der Neustädter Seite aus nähern, sammeln sich entsprechend auf dieser Seite am Brückenkopf (Marienbrücke/ Kleine Marienbrücke/ Antonstraße) und alle Menschen, die sich von der Seite Dresden-Mitte nähern entsprechend auf dieser Seite (Devrienstraße/ Marienbrücke/ Könneritzstraße) der Brücke.

Twitter: twitter.com/dd_nazifrei

Karten: Szenario Hauptbahnhof | Szenario Mitte | Szenario Freiberger | Szenario Neustadt

Aktionsradio: 98,4 & 99,3

Infotelefon: 0351 – 41 88 99 70

Websiten: http://www.dresden-nazifrei.com/ & http://no-pasaran.mobi/

Zu folgenden Zeiten wird es verläßliche Informationen und Empfehlungen geben:

Samstag, 19.2.2011: 8 Uhr bis open end (Das Aktionsradio von ColoRadio wird aber erst ab 12 Uhr senden, da die Frequenz vormittags anders belegt ist.)

Ermittlungsausschuss:

EA: 0351 – 89 960 456

(Der EA ist kein Infotelefon! Bitte nur anrufen um Namen und Vorwürfe von festgenommenen zu melden und euch, zurück in Freiheit, wieder abzumelden. Nichts anderes!)

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Strasbourg: Mobi-Aktion für Dresden auf kurdischer Großdemonstration

Am Samstag haben zehntausende Kurd_innen aus ganz Europa im französischen Strasbourg für die Freilassung des inhaftierten kurdischen Politikers Abdullah Öcalan demonstriert. Antifas aus der BRD, Frankreich, Kurdistan, der Türkei und dem Iran beteiligten sich an der Grossdemonstration mit einem eigenen Block unter dem Motto “ Ob in Dresden oder Kurdistan – Antifa Genclik International – Schulter an Schulter gegen Faschismus“ und riefen dazu auf sich an den Protesten gegen einen der grössten europäischen Naziaufmärsche zu beteiligen, der nächstes Wochenende in Dresden stattfinden soll. (mehr…)

Solidaritätswochen: Baskenland in Bewegung

Im Rahmen der Woche der internationalen Solidarität mit dem Baskenland fanden vom 7. – 20. Februar 2011 auch in Berlin eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Aktionen statt. Unter dem Motto „Baskenland in Bewegung – für Bürgerrechte, politische Rechte und Selbstbestimmung!“ rief Euskal Herriaren Lagunak (Freundinnen und Freunde des Baskenlandes) zu vielfältigen Aktivitäten auf: Eine Filmvorführung in der Meuterei thematisierte die von Spanien leider immer noch nicht aufgegebene Praxis des Verschwindenlassens von politischen Gegnern mit der Dokumentation „Die Tochter des Meeres“. Auf einer Informationsveranstaltung im Zielona Gora informierten zwei Delegierten von Etxerat, der Gefangenenhilfsorganisation, die insbesondere für die Verlegung der baskischen politischen Gefangenen ins Baskenland eintritt, über die aktuelle Situation der ca. 750 Gefangenen. Das Konzert einer baskischen Punkband KASIK und baskische Volxküche in der Roten Insel bestätigte einmal mehr den legandären Ruf der baskischen Gegenkultur. Beim Fußballspiel Babelsberg gegen Rot-Weiß-Erfurt solidarisierte sich eine Gruppe von Babelsberg-Fans mit der Forderung nach politischer Selbstbestimmung für das Baskenland. (mehr…)

5.Februar: 5000 protestieren gegen NATO-Sicherheitskonferenz in München

5000 protestieren gegen Kriegstreiber in München

Ungefähr 5000 Menschen zogen aus Protest gegen die „NATO-Sicherheitskonferenz“, einem Treffen hochrangiger Militärs, Politiker und Vertreter_innen der Rüstungsindustrie, durch die Münchner Innenstadt. Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot samt USK-Schläger_innen zog der Protestumzug von Marienplatz in die Nähe des „Hotels Bayrischer Hof“ in dem das Spitzentreffen der Kriegstreiber stattfindet. Die Versammlungsbehörde Verbot den Antimilitarist_innen wie in den Jahren zuvor ihren Protest direkt vor die Sicherheitskonferenz zu tragen. Die Polizei führte umfassende Personenkontrollen durch, in dessen Verlauf mehrere Menschen verhaftet wurden. Sogar Personalausweise mussten die potentiellen Kundgebungsteilnehmer_innen der Polizei grundlos aushändigen wenn sie an der Demo teilnehmen wollten. Dies stellt von Seiten der bayrischen Behörden einen weiteren massiven Einschnitt in das Demonstrationsrecht dar. In Redebeiträgen wurde ein sofortiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und aus bundesdeutschen Schulen gefordert sowie zum Kampf gegen die deutsche Kriegspolitik aufgerufen. Die Demonstrantionsteilnehmer_innen solidarisierten sich mit den Revolten Tunesien, Ägypten und dem Jemen und verurteilten die Waffenlieferungen und Unterstützung der Regime durch die deutsche und us-amerikanischen Regierung. Positiv war das die Demonstration einen kämpferischen und sehr internationalistischen Ausdruck hatte: Menschen aus Äthiopien, Türkei/Nordkurdistan und Palästina beteiligten sich zahlreich an dem Protestumzug, machten auf die Situation in ihrem Heimatländern aufmerksam und riefen Parolen wie „Hoch die internationale Solidarität!“.
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Solidarität mit den Revolten in Nordafrika und dem Nahen Osten!

Seit Wochen lässt eine Rebellion der Jugend und breiter Teile der Bevölkerung die Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens erzitterns. Die Imperialsten – von der schieren Panik getrieben die betroffenen Regionen könnten ihren Zugriff entgleiten – versuchen ihre befreundeten Regime in Nordafrika dazu zu drängen schnell „demokratische Reformen“ umzusetzen und die Revolten mit einigen Zusgeständnissen zu befrieden. Es gilt Absatzmärkte, verlässliche Militärpartner, gute Kunden der Rüstungsindustrie und eine Stabilität zu retten, die für die Mehrheit der Menschen in der Region seit jahrzehnten Armut, Besatzung und Krieg bedeutet. Um unsere internationale Solidarität mit den Aufständischen in Nordafrika und dem Nahen Osten zu zeigen und gegen die Interessen des deutschen Kapitals in der Region zu protestieren rufen wir dazu auf am Freitag und am Samstag an Solidaritätsdemonstrationen für die Revolten in Nordafrika und dem Nahen Osten teilzunehmen.

DEMO | 11.Februar | 15 Uhr | Alexanderplatz (Bericht)
DEMO | 12. Februar | 14 Uhr | Hermannplatz (Bericht)

Fotos
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Liebig 14 von 2500 Polizisten geräumt / Proteste im gesamten Stadtgebiet

Infoticker: twitter.com/liebig14

2500 Polizist_innen räumen gewaltsam linkes Hausprojekts „Liebig 14″ / Mehrere tausend Menschen protestieren mit vielfältigen Aktionen im gesamten Stadtgebiet / Am Abend wurde eine Demonstration von über 3000 Menschen von der Polizei brutal angegriffen / Anschließend Ausschreitungen in Friedrichshain

Ein Großaufgebot der Polizei hat am Mittwoch gewaltsam das linke Hausprojekt in der Liebigstraße 14 in Berlin-Friedrichshain geräumt. Rund 1500 Unterstützer_innen der Bewohner_innen protestierten in den umliegenden Straßen. Aus Solidarität fanden im gesamten Stadtgebiet vielfältige Aktionen statt. Es wurden Kreuzungen blockiert, Barrikaden errichtet, Häuser besetzt, mehrere Spontandemonstrationen und dutzende militante Angriffe auf verschiedene Geschäfte und Gleisanlagen der Deutschen Bahn durchgeführt.

Die Polizei setzte nach eigenen Angaben 2500 Beamt_innen ein. Das Haus war weitläufig mit ihren Einsatzfahrzeugen umstellt. Kamerateams und Journalist_innen, die sich dem Gebäude näherten, wurden von der Polizei abgewiesen. Wie es hieß, zu ihrer eigenen Sicherheit. Direkte Nachbar_innen der Liebig-14-Bewohner_innen brachten ihren Protest zum Ausdruck, indem sie mit Kochgeschirr lärmten.
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