Strasbourg: Mobi-Aktion für Dresden auf kurdischer Großdemonstration

Am Samstag haben zehntausende Kurd_innen aus ganz Europa im französischen Strasbourg für die Freilassung des inhaftierten kurdischen Politikers Abdullah Öcalan demonstriert. Antifas aus der BRD, Frankreich, Kurdistan, der Türkei und dem Iran beteiligten sich an der Grossdemonstration mit einem eigenen Block unter dem Motto “ Ob in Dresden oder Kurdistan – Antifa Genclik International – Schulter an Schulter gegen Faschismus“ und riefen dazu auf sich an den Protesten gegen einen der grössten europäischen Naziaufmärsche zu beteiligen, der nächstes Wochenende in Dresden stattfinden soll.

Zehntausende Antifaschist_innen aus ganz Europa werden am nächsten Samstag in Dresden erwartet und wollen versuchen dieses Grossevent der Nazi-Szene mit massenhaften Strassenblockaden verhindern. Auch die Föderation kurdischer Vereine in Deutschland YEK-KOM e.v. beteiligt sich dieses Jahr an den Protesten und ruft ihre Anhänger_innen mit einem eigenen Aufruf dazu auf am kommenden Samstag nach Dresden zu kommen und sich den Faschisten in den Weg zu stellen.

Um für die Proteste zu mobilisieren bildeten die Kurdische Jugend Berlin, die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB), das Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin, Sympathisant_innen der MLKP und Aktivist_innen der Kampagne „Tatort Kurdistan“ einen eigenen kämpferischen Block auf der Demonstration am Samstag. Mit Bengalischen Feuer und Parolen wie „Hoch die internationale Solidarität!“, „Antifa Genclik International“ und „Alerta Alerta Antifacista“ zogen sie durch die französische „Europastadt“ und betonten lautstark die Notwendigkeit einer antifaschistischen, internationalistischen und klassenkämpferischen Jugendbewegung und die Überwindung rassistischer Spaltungen auch innerhalb der linken Bewegung.

Weitere Infos zu den antifaschistischen Massenblockaden am 19.Februar in Dresden, Konzepte, Anreise und wichtige Infos auf: http://www.no-pasaran.mobi

Fotos:

NIE WIEDER FASCHISMUS! NIE WIEDER KRIEG!

YEK-KOM-AUFRUF ZUR DEMONSTRATION DRESDEN-NAZIFREI (19.02.2011):

Gemeinsam gegen Faschismus und Rassismus!
Zusammen für Demokratie, Menschlichkeit, Gleichheit und eine bessere Welt!

Liebe Kurdinnen und Kurden,
liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

wie jedes Jahr wollen Faschisten aus ganz Deutschland und anderen europäischen Staaten im Februar in Dresden den größten Nazi-Aufmarsch Europas veranstalten.

Sie nutzen diese Möglichkeit um ihr unmenschliches, verbrecherisches und antidemokratisches Gedankengut zu propagieren.

Ihnen wird mit der Begründung auf Meinungsfreiheit die Genehmigung zu solchen Demonstrationen und anderen diversen Veranstaltungen erteilt. Doch Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Faschismus ist kein lokales Problem, sondern eines, welches weltweit in Erscheinung tritt. Aus diesem Grund ist ein solidarisches Zusammenarbeiten bei der Bekämpfung sowie der Wiedersetzung dagegen unabdingbar. So wie die kurdische Befreiungsbewegung im Nahen Osten seit Jahrzehnten gegen rassistische Unterdrückung und faschistische Massaker kämpft, sind wir auch hier in der Verantwortung, gegen Rassismus und Faschismus aufzustehen. Neonazis sind eine tödliche Gefahr für in Deutschland lebenden Migranten, für Linke und alle, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Faschisten passen. Erst Ende Oktober wurde der 19-jährige irakische Kurde Kamil K. in Leipzig von einem Neonazi erstochen!

Deshalb rufen wir als Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland YEK-KOM dazu auf, an den antifaschistischen Protesten in Dresden teilzunehmen. Lasst uns am 19.02.2011 gemeinsam die Nazis stoppen.