18.03. : Veranstaltung zu Barrikadenkämpfe am Kottbusser Tor 1920

Vortrag zum Geschehen am Kottbusser Tor 1920

März 1920, der Erste Weltkrieg ist seit eineinhalb Jahren vorbei. Immer noch ist die Lebenssituation der Menschen in Europa wirtschaftlich und sozial vom Krieg geprägt. Insbesondere im Deutschen Reich, wo die Novemberrevolution 1918 die Hohenzollenmonarchie hinweggefegt hat, sind die Verhältnisse keineswegs gesichert. Zwar wurden das allgemeine Wahlrecht – und damit auch das Frauenwahlrecht –, der Achtstundentag und andere fortschrittliche Forderungen umgesetzt, aber die sozialdemokratisch geführte Regierung führt die versprochene Sozialisierung von Industrie und Großgrundbesitz nicht durch.
Vor allem aber sind durch den Einsatz von Freikorps gegen revolutionäre Aufstände 1919 reaktionäre Strukturen im Militär wiederbelebt worden. Dadurch kommt es am 13. März 1920 zum Kapp-Lüttwitz-Putsch gegen die Republik. Doch die Mehrheit der Bevölkerung kämpft für deren Fortbestand. Es kommt zum größten Generalstreik in der deutschen Geschichte. Dem politischen Willen von zwölf Millionen Streikenden haben die Putschisten nichts entgegen zu setzen, der Staatsstreich bricht zusammen. Vielerorts finden auch bewaffnete Auseinandersetzungen statt. Allerdings bleibt die Lage in den ersten Tagen unübersichtlich. In diesem Zusammenhang kommt es am 17.März 1920 zu einer bewaffneten Konfrontation an einer Barrikade am Kottbusser Tor.

Wie sah die Situation dort aus? Wer waren die Menschen, die gegen den Putsch gekämpft haben? Und die getötet wurden?

Ort: Kottbusser Tor, Südblock/Flachbau, Admiralstraße 1-2
Beginn: 19.00 Uhr

Empfehlen möchten wir auch den Vortrag: „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 – 1923“ von Bernd Langer. Den könnt ihr bei den Freien Radios runterladen oder anhören

http://histopol.de/

– anschließend Konzert mit Frank Baier und den Grenzgängern
mit Auszügen aus ihrem Programm „1920, Kapp-Putsch, Generalstreik, Rote Ruhrarmee“ -