Archiv für Mai 2011

16.Mai: Atomforum gestört!

+++ Trotz wenigen Protestierenden wird der Atommafia ein wütender Empfang bereitet, die Mitgliederversammlung des Atomforums beginnt mit deutlicher Verspätung. Blockadeversuche dauern weiter an. Polizei mit großem Aufgebot und gewohnter Brutalität im Einsatz +++
Bereits im Vorfeld gab es zahlreiche Aktionen gegen Energiekonzerne in Berlin, gestern fand eine Demonstration mit 800 Teilnehmern zum Camp statt. Das ursprüngliche Ziel der Demo, das Gala Dinner des Atomforums war aufgrund der Proteste abgesagt worden. Während der Demo und in den letzten Tagen gab es offensichtlich gut sichtbare Farb-Attacken gegen Vattenfall. „Viele Aktivist_innen haben so bereits in den vergangenen Tagen ihren Protest und ihre Wut über die Atommafia zum Ausdruck gebracht“, sagt Sonja Schubert. (mehr…)

14.Mai:Polizei verhindert Solidaritätsdemo für Griechenland

Ungefährt 200 Menschen versammelten sich am 14.Mai um 18 Uhr am Heinrichplatz in Berlin-Kreuzberg um ihre Solidarität mit den sozialen Revolten und den Opfern polizeilicher und faschistischer Gewalt in Griechenland zu bekunden. Die Berliner Polizei verhinderte die Demo mit einem Großaufgebot.

Während des Generalstreikes gegen die Sparmaßnahmen der EU am Mittwoch kam es zu brutalen Polizeiangriffen mit mehreren hundert Verletzten und Verhafteten. Ein 30jähriger Anarchist wurde dabei von Einheiten der Militärpolizei fast ermordet. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. Als Reaktion auf die Polizeiangriffe wurde am Donnerstag die Universität von Athen besetzt und es kam landesweit zu Demonstrationen und militanten Angriffen gegen die Polizei. Auch am Wochenende gingen die Angriffen auf Polizeistationen in Athen und anderen Städten weiter. Zeitgleich mobilisieren faschistische Gruppen zur Zeit massiv gegen Migrant_innen und die Linke. Am Donnerstag Abend machten faschistische Gruppen in Athen jagt auf Migrannt_innen und ermordeten ein Flüchtling aus Bangladesh. Um auf die aktuelle Situation in Griechenland aufmerksam zu machen und ein Zeichen der Solidarität nach Athen zu schicken zu sollte am Samstag-Abend in Berlin-Kreuzberg demonstriert werden. Die Berliner Polizei, die zuvor versucht hatte ein Naziaufmarsch durch Kreuzberg zu knüppeln untersagte die Spontan angemeldete Versammlung mit dem Hinweis das zuvor im Internet dafür geworben wurde. Ein Versuch trotz der Repression der Polizei einen unangemeldeten Aufzug durchzusetzen scheiterte an der unentschossenheit der versammelten Demonstranten, dem riesigen Polizeiaufgebot und dem penetranten Dauerregen. (mehr…)

14.Mai:Neonazis aus Kreuzberg vertrieben


Der Neonazi-Aufmarsch am 14. Mai 2011 in Kreuzberg wurde durch 800 Menschen mit spontanen Blockaden und direkten Aktionen gestoppt. Keine 100 Neonazis aus der gesamten BRD versammelten sich am U-Bhf Mehringdamm. Schon nach kurzer Zeit blockierten mehrere hundert Gegendemonstranten sämtliche Straßen.

Bei einem Ausbruchversuch griffen die Neonazis am U-Bhf Mehringdamm mehrere unbeteiligte Menschen mit migrantischen Hintergrund an – die teilweise schwerverletzt wurden. Auch auf am Boden sitzende Blockierer traten sie ein. Die Berliner Polizei – die den rassistischen Aufmarsch in Absprache mit den Neonazis bis zuletzt geheim hielt – zeigte sich komplett überfordert. Nur durch entschlossene Selbsthilfe konnten Antifaschisten Schlimmeres verhindern.

Damit ist die Berliner Polizei für die rechten Übergriffe genauso verantwortlich wie die Berliner Neonazis um Sebastian Schmidtke (NPD) und den Nationalen Widerstand Berlin.

Pressemitteilung der ALB: [hier]
Ein Dossier zum Naziaufmarsch in Kreuzberg: [hier]

Bilder: I | II | III | IV | V | VI | | VII – Videos: I | II | III
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9.Mai 2011: Tag der Befreiung

Am 8. und 9.Mai feiern wir den 66sten Jahrestag der Befreiung Europas vom deutschen Faschismus durch die sowjetische Rote Armee und ihre Alliierten. Mit der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands wurde der Kriegs- und Vernichtungspolitik der Faschist_innen, der unter anderem 26 Millionen Sowjetbürger zum Opfer fielen, ein Ende gesetzt. Wir danken der Roten Armee und den antifaschistischen Partisan_innen!. Auch 66 Jahre nach dem militärischen Sieg über den deutschen Faschismus sind die gesellschaftlichen Grundlagen für eine faschistische Entwicklung immer noch nicht überwunden. Das „Normalprogramm“ der kapitalistischen Konkurrenz und des bürgerlich-demokratischen Nationalismus bietet genügend Ansätze für eine faschistische Zuspitzung und Radikalisierung. Neben dem Kampf gegen ein wiedererstarken der faschistische Bewegung muss deshalb die Perspektive einer revolutionären Überwindung des kapitalistischen Elends immer ein zentrales Anliegen eines konsequenten Antifaschismus sein.

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Wir dokumentieren hier eine Erklärung der antifaschistischen Organisation „Zusammen Kämpfen [Berlin]“ ,die am 9.Mai vor dem sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow an die Gefallenen im Kampf gegen den deutschen Faschismus erinnerte (Foto). (mehr…)