Archiv für Juli 2011

12.August: Was tun wenns brennt?


Wer sich gegen die herrschende Gesellschaftsordnung engagiert, regelmäßig an Demonstrationen oder Veranstaltungen teilnimmt, läuft immer auch Gefahr mit Polizei und Justiz konfrontiert zu werden. Damit diese Begegnung nicht zum Desaster wird, informiert ein Referent der Roten Hilfe Berlin diesmal beim ARAB-Tresen über Antirepressionstrategien und gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Staat, Polizei und anderen repressiven Institutionen des Schweinesystems. Was sind meine Rechte? Wie verhalte ich mich bei der Festnahme und auf der Wache und was ist zu tun damit es tunlichst nicht so weit kommt. Danach wie immer ARAB-Tresen mit unreflektierter Hass-Musik, antiimperialistischer Revolutionsfolklore aus exotischen Ländern und verbitterten Dogmatiker_innenen.


Freitag | 12.August | 20 Uhr | Zielona Gora | Grünberger Str.72

3.August: Solidarität mit den Opfern von Oslo und Utøya!

Gegen Rechtspopulismus und Rassismus! Der Tod kommt aus der Mitte!

200 Menschen demonstrieren in Berlin-Mitte aus Solidarität mit den Opfern der rassistischen und islamophoben Anschläge in Utøya und Oslo und aus Protest gegen einen zeitgleich stattfindenen Umzug der rassistischen Partei „Die Freiheit“.
Fotos: 1, 2 (mehr…)

Neue Anti-Nazi-Kampagne in Berlin


Im Zuge der rassistischen Anti-Ausländer-Kampagne, der von der Polizei verheimlichten Naziaufmärsche und den vermehrten Angriffen gegen linke Projekte hat sich in Berlin das Antifa-Bündnis „Nazis auf die Pelle rücken“ gegründet. Nach Aussagen des Bündnis will man gegen Berliner Neonazis um NPD und »Nationalen Widerstand Berlin« eine »adäquate Antwort« finden. Vermehrt soll es in den vermeintlichen »Homezones« der (geistigen) Brandstifter Aktionen geben und eine »antifaschistische Selbsthilfe« organisiert werden.

Erste Erfolge gab es bereits. So wurden die letzten Aufmärsche für die Neonazis eine große Schlappe. (I&II) Auch Neonazi-Strukturen wie der neue Laden vom Nazikader Sebastian Schmidtke, in Schöneweide, sind nicht mehr unbehelligt. In Reaktion auf die Brandanschläge gingen viele Menschen auf die Straße und zeigten, dass Berlin kein sicherer Boden für Rassisten und Neonazis ist. (mehr…)

27.Juli: Gegen die Angriffe des Iran auf die kurdische Bewegung


Mit Unterstütung der türkischen NATO-Streitkräfte geht das Militär der islamischen Republik Iran in den letzten Wochen massiv gegen Stellungen der linken kurdischen Partei PJAK (Für ein freies Leben in Kurdistan) vor. Dabei sind sog. „Revolutionsgarden“ und iranische Truppen mehrere Kilometer weit auf irakisches Gebiet vorgedrungen. Es kam zu schweren Gefechten mit Guerillaeinheiten der PJAK bei dem dutzende iranische Militärangehörige und einige Guerillas ihr Leben verloren. Aus Protest gegen die militärische Eskalation von Seiten der islamischen Republik Iran im Konflikt mit der kurdischen Bevölkerung rufen wir dazu auf sich am Mittwoch um 14 Uhr an einer Protestkundgebung vor der iranischen Botschaft zu beteiligen (Info)

Mittwoch | 27.Juli | 14 Uhr | Iranische Botschaft | Podbielskiallee 67 | U-Bahnhof Podbielskiallee (U3) oder Bus X83

22.Juli: Forum des Zorns


Das grosse „Kicker- und Tischtennis-Turnier des Zorns“

In den Sommerferien gehts auf unserm KIDZ-Forum mal ein bisschen softer zu: Wir wollen Tischtennis und Kicker spielen. Für weitere Gesellchaftsspiele, sowie Getränke vielfältiger Art ist gesorgt. Tischtennisturnier mit Anmeldung bis spätestens 18.00 Uhr.

Freitag / 22.Juli / 17:30 / Zielona Gora / Gruenberger Str.72

21.Juli: Rassisten aus Kreuzberg jagen!


Am Donnerstag, den 21. Juli 2011, wollen die Rassisten von „Pro Deutschland“ vor dem Rathaus Kreuzberg eine Kundgebung abhalten. Diese nutzen ein sich verschärfendes gesellschaftliches Klima gegen MigrantInnen im Allgemeinen und MuslimInnen im Besonderen. Linke Gruppen rufen dazu auf die Rassisten zu stören. Vermasseln wir ihre rassistische Propaganda! Kein Fußbreit den Rassisten und Faschisten in Kreuzberg und anderswo!!

Donnerstag, 21.7. | 13:30 Uhr |Rathaus Kreuzberg (Yorckstr. 4-11)

20.Juli: GelöbNIX-Kundgebung zur Militär-Verhöhnung


Am 20. Juli wird die Bundeswehr wieder ein Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude durchführen. Bei den teilnehmenden SoldatInnen handelt es sich gewissermaßen um das letzte Aufgebot des Militärs: Für ein Gelöbnis braucht es Wehrpflichtige. Die gibt es aber nicht mehr, weswegen als Ersatz eine Auswahl aus den 3350 Männern und 44 Frauen genommen wird, die Anfang des Monats als sogenannte „Freiwillig Wehrdienst Leistende“ angeheuert haben.

„Freiwilliger Wehrdienst“? Das ist das Angebot der Bundeswehr für jene Deppen, die sich nicht „richtig“ verpflichten wollen (und „richtig“ Sold kassieren), sondern bis zu 23 Monate das tun, was bisher den Wehrpflichtigen vorbehalten war: die Deppen vom Dienst zu geben, die für schlechtes Geld schlechte Arbeit verrichten und dafür schlechtes Ansehen genießen. Rohe Schweineleber inklusive. Eigentlich soll ein „Feierliches Gelöbnis“ unterstreichen, wie verdienstvoll das „Dienen für Deutschland“ sei, und der zivilen Bevölkerung Respekt vor dem Militär einbläuen. Die offizielle Abnahme dieser Gurkentruppe, die da am 20. Juli aufmarschiert, um demnächst am Hindukusch zu verbluten und andere bluten zu lassen, können wir aber nur noch als Farce begreifen. Was da stattfindet, ist eines ernsthaften GelöbNIX-Protestes nicht würdig. Statt dessen laden wir zu einem Bunten Abend der Militärverhöhnung nach Kreuzberg: Humorige Filme und launige Kurzbeiträge gegen den Militarismus. GelöbNIX. Wir bieten die bessere Show.

20.Juli | Mittwoch | 20 Uhr | Heinrichplatz | Kreuzberg

16.Juli: Tausende für Carlo Giuliani


Zehn Jahre nach der Erschießung des G8-Gegners Carlo Giuliani, wollten am Abend des 16.07.2011 in Berlin-Kreuzberg mehrere tausend Menschen an seinen Tod erinnern. Bei einer unangemeldeten Demonstration, kam es zu den schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei. Zeitweilig verlor die Polizei die Kontrolle über die Situation

Unter dem Motto „Rache für Carlo – Fight for Carlo“ wollten am 16.07.2011 mehrere tausend Menschen an den gewaltsamen Tod des 23-jährige Carlo Giuliani, der vor zehn Jahren bei gewalttätigen Protesten gegen den G-8-Gipfel im italienischen Genua von einem Polizisten erschossen wurden, erinnern. Die Demonstration, die nicht angemeldet wurde, sollte vom Lausitzer Platz zum Nordzipfel des Mariannenplatzes führen, dort wurde am 1. Mai zu einem „Carlo-Giuliani-Park“ ausgerufen.

Kurz nachdem sich der Aufzug in Bewegung gesetzt hatte, kam es zu den ersten Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Situation eskalierte, nachdem die Polizei an der Skalitzer Strasse Ecke Manteuffelstrasse zunächst versuchte, den Aufzug zu stoppen. Die Auseinandersetzungen verlagerte sich später weiter in den Kreuzberger Kiez. Hierbei lieferten sich Autonome Katz- und Mausspiel mit der Polizei, bauten Barrikaden und griffen Einsatzkräfte der Polizei mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörper an.

Die Polizei, die zeitweilig die Kontrolle über den Kreuzberger Kiez verlor, antwortete mindestens genauso hart und nahm dutzende Personen fest. Die Polizei ging auch gewaltsam gegen Vertreter der Presse vor. Immer wieder wurden Journalisten teilweise gezielt geschlagen, getreten und mit Pfefferspray angegriffen. Ein Fotojournalist, wurde sogar festgenommen.(1)

Erst nach Mitternacht beruhigte sich die Lage.(Quelle)

Indymedia-Berichte: 1,2

Erste Einschätzung von „RachefuerCarlo.Blogsport.de“

Pressemeldung der Berliner Polizei

Funkprotokoll der Bullen

Bericht von unseren Genoss_innen von SoL

Fotos: 1, 2, 3 4, 5, 6, 7

Videos: 1, 2, 3, 4, 5

Bericht aus Duisburg

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15.Juli: 200 gegen Nazis in Neukölln


Am vergangenen Freitag protestierten über 200 Antifaschist_innen unter dem Motto „Solidarität mit den Betroffenen von Nazigewalt“ gegen die Berliner Naziszene vom U-Bahnhof Johannistaler Chaussee bis nach Britz-Süd. Anlass waren die Neonazi-Brandanschläge vor wenigen Wochen bei denen vor allem das „Anton-Schmaus Haus“, eine Jugendeinrichtung der „SJD Die Falken“ in Britz, stark beschädigt wurde. Mehrere hundert Antifaschist_innen stellten sich zudem zeitgleich weiter südlich in Rudow aktiv den Neonazis in den Weg und setzten das Kampagnenmotto „Nazis auf die Pelle rücken“ praktisch um.
Am U-Bahnhof Zwickauer Damm hatten sich rund 60 Neonazis bei einer von Sebastian Thom, Neuköllner NPD-Chef und bekannter Gewalttäter, angemeldeten Gegendemo versammelt, die von der Polizei nur mit massiver Gewalt und Pfeffersprayeinsätzen durchgesetzt werden konnte. Zahlreiche Menschen setzten sich den Nazis in den Weg, blockierten den Aufzug und versuchten Barrikaden zu errichten. In einem Bericht der Morgenpost liest sich das folgendermaßen: „Teilweise vermummte Personengruppen Linksextremer versuchten immer wieder den Demonstrationszug aus den angrenzenden Straßenzügen und Grünanlagen heraus anzugreifen und durch koordiniertes, gesammeltes Hinsetzen vor die Aufzugspitze aufzuhalten. Hierbei kam es zu Stein- und Flaschenwürfe auf die begleitenden Polizistinnen und Polizisten.“ (mehr…)

Freiheit für Axel, Oliver und Florian!!


Drei Antimilitaristen aus Berlin, die als Mitglieder der „militanten gruppe“ verurteilt wurden, müssen jetzt in den Knast. Axel, Oliver und Florian erhielten Termine zum Haftantritt. Zuvor hatte der Bundesgerichtshof mehrjährige Haftstrafen wegen eines versuchten Anschlags auf Kriegsmaterial bestätigt. Der Verurteilte Oliver sagte: „Widerstand, der sich gegen Krieges, Kriegswirtschaft sowie das Militär richtet, um eine Situation der Besatzung, die Ermordung von Zivilisten und Zivilistinnen und die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen zu unterbinden, bleibt nach wie vor legitim.“

Unterstützt die Gefangenen Axel, Oliver und Florian!

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