20.Juli: GelöbNIX-Kundgebung zur Militär-Verhöhnung


Am 20. Juli wird die Bundeswehr wieder ein Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude durchführen. Bei den teilnehmenden SoldatInnen handelt es sich gewissermaßen um das letzte Aufgebot des Militärs: Für ein Gelöbnis braucht es Wehrpflichtige. Die gibt es aber nicht mehr, weswegen als Ersatz eine Auswahl aus den 3350 Männern und 44 Frauen genommen wird, die Anfang des Monats als sogenannte „Freiwillig Wehrdienst Leistende“ angeheuert haben.

„Freiwilliger Wehrdienst“? Das ist das Angebot der Bundeswehr für jene Deppen, die sich nicht „richtig“ verpflichten wollen (und „richtig“ Sold kassieren), sondern bis zu 23 Monate das tun, was bisher den Wehrpflichtigen vorbehalten war: die Deppen vom Dienst zu geben, die für schlechtes Geld schlechte Arbeit verrichten und dafür schlechtes Ansehen genießen. Rohe Schweineleber inklusive. Eigentlich soll ein „Feierliches Gelöbnis“ unterstreichen, wie verdienstvoll das „Dienen für Deutschland“ sei, und der zivilen Bevölkerung Respekt vor dem Militär einbläuen. Die offizielle Abnahme dieser Gurkentruppe, die da am 20. Juli aufmarschiert, um demnächst am Hindukusch zu verbluten und andere bluten zu lassen, können wir aber nur noch als Farce begreifen. Was da stattfindet, ist eines ernsthaften GelöbNIX-Protestes nicht würdig. Statt dessen laden wir zu einem Bunten Abend der Militärverhöhnung nach Kreuzberg: Humorige Filme und launige Kurzbeiträge gegen den Militarismus. GelöbNIX. Wir bieten die bessere Show.

20.Juli | Mittwoch | 20 Uhr | Heinrichplatz | Kreuzberg