Archiv für August 2011

In Gedenken an Andrea Wolf (Ronahi)


Am 23.Oktober 1998 wurde Andrea Wolf als Hevala Ronahî in Çatak in Nordwestkurdistan gemeinsam mit sechs weiteren Freund_innen von türkischen Soldaten, nachdem sie lebend gefangen genommen wurden, ermordet. Andrea politisierte sich Anfang der 1980er Jahre in der radikalen Linken der BRD und schloss sich anfangs autonomen Zusammenhängen und der Hausbesetzerszene an. Der Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung durch die herrschende kapitalistische Ordnung brachte Sie dazu, sich als militante Internationalistin dem bewaffneten Arm der kurdischen Befreiungsbewegung anzuschließen. Sie war Mitglied der ARGK (Artêşa Rizgarîya Gelê Kurdistanê), der Volksbefreiungsarmee Kurdistans und Mitglied einer Fraueneinheit der YAJK (Yektîya Azadîya Jinen Kurdistanê), dem freien Frauenverband Kurdistans. Nachdem sie und ihre Kampfgenoss_innen bei der türkischen Militäraktion auf grausamste Art und Weise ermordet wurden, gilt sie offiziell weiterhin als „verschwunden“ und die Türkei weist jede Verantwortung für den Tod von Andrea Wolf von sich. Die imperialistische Kumpanei zwischen der Türkei und der BRD, die auf eine lange Kontinuität zurückblicken kann und ihren Höhepunkt im gemeinsamen Kampf gegen die PKK hat, sorgt auch in diesem Fall für eine Verschleppung des Gerichtsfalls. Die aktuelle Arbeit türkischer und deutscher Menschenrechtsgruppen bringt indes neue Einzelheiten hervor. So hat sich jetzt erstmals ein ehemaliger Dorfschützer, der bei dem Massaker an Andrea und ihren Genoss_innen beteiligt war, zu Wort gemeldet und neben grauenhaften Einzelheiten des Massakers auch den Ort sowie den Namen des Mörder benannt.

Die neuen Entwicklungen im Fall Andrea Wolf fallen in eine Zeit, in der die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der türkischen Armee und den Guerillaeinheiten der kurdischen Befreiungsbewegung wieder verstärkt zunehmen. Seit dem 17. August bombardiert die türkische Luftwaffe die Gebirgszüge Südkurdistans, eine umfassende Bodenoffensive wird vorbereitet. Zeitgleich mit der militärischen Offensive gegen die kurdische Guerilla wächst auch die Repression und der Druck auf die zivilen Strukturen der kurdischen Befreiungsbewegung in der Türkei. Massenverhaftungen von tausenden politischen Aktivist_innen werden vorbereitet, kurdische Demonstrationen von der Polizei brutal niedergeschlagen. Am 28. August wurde ein Stadtrat der legalen kurdischen Partei BDP von der Polizei bei einer Protestaktion an der türkisch/irakischen Grenze erschossen. Mit Waffenlieferungen in die Türkei und der Unterdrückung der kurdischen Befreiungsbewegung in der BRD durch Vereinsverbote und die „Antiterrorparagraphen“ § 129 und 129b beteiligt sich die Bundesregierung am Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in der Türkei. Andrea hat diesen internationalen Charakter von Herrschaft und Ausbeutung erkannt und daraus ihre Konsequenzen gezogen. Sie wusste, dass eine Befreiung von Kapitalismus, Ausbeutung und Krieg nur im internationalen Kontext denkbar ist und hat danach ihr Handeln ausgerichtet. Für uns, die wir heute am zweiten bundesweiten Aktionstag der Kampagne „Tatort Kurdistan“ versuchen gegen den Krieg in Kurdistan und die deutsche Beihilfe zu diesem Morden aktiv zu werden, ist Andrea´s Leben ein Beispiel für praktische Solidarität und kollektiv geführten Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung.

Andrea presente

TATORT KURDISTAN |KUNDGEBUNG | DONNERSTAG | 1.SEPTEMBER | 17 – 20 UHR | HEINRICHPLATZ | KREUZBERG

Junge Welt
SZ
Doku über Andrea
Kurdisches Fernsehen über Andrea
Libertad!

1-3.September: Gegen Krieg und Faschismus


Für den 02. und 03. September 2011 mobilisierte die Dortmunder Neonazisszene um Dennis Giemsch herum zu einem Konzert und zum nationalen Antikriegstag. Am 02.09. marschierten ca. 200 Neonazis durch die Dortmunder Südstadt. Das „Alerta!“ Bündnis führte in der Nähe der Route eine Demonstration durch, an der sich laut VeranstalterInnen 600 Personen beteiligten. Aufgrund der großen Polizeipräsenz war ein Durchbruch auf die Route gescheitert. AnwohnerInnen gelang es jedoch, den Neonaziaufmarsch zu stören.

Das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ veranstaltete eine Demonstration gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg nach Dortmund-Dorstfeld. Wir finden es richtig, sich nicht das ganze Wochenende an den Neonazis abzuarbeiten, sondern auch eigene Inhalte auf die Straße zu tragen. Insbesondere im Hinblick auf den Antikriegstag war die Demonstration wichtig und notwendig. Die direkten Aktionen an der Naziroute waren ebenso nötig. Die Antikriegsdemo war mit ca. 500 Personen nicht so gut besucht, wie erwartet, startete jedoch kämpferisch. In Dorstfeld wurde der Laden der Neonazis und deren Wohnungen mit Farbbeuteln und Pyrotechnik angegriffen.

Schon während der Nacht auf den 03.09. wurde die Dortmunder Nordstadt hermetisch abgeriegelt und von mehreren Tausend Bullen besetzt. Dutzende Wasserwerfer und Räumpanzer sicherten die größeren Zufahrtsstraßen. Die Einsatzleitung hatte ihre Hausaufgaben gemacht. Auch nicht verzeichnete Wege und kleinere Schlupfwinkel in die Nordstadt waren abgesichert.

Um 9 Uhr begannen die antifaschistischen Angriffe auf die Polizeisperren, um die Neonazidemonstration zu blockieren. Mehrere große Gruppen der verschiedenen Bündnisse griffen immer wieder Polizeisperren an, jedoch nicht entschlossen genug. Die Angriffe konnten von den Bullen abgewehrt werden. Sicherlich war die Polizei hervorragend ausgerüstet und ging auch nicht gerade zimperlich mit uns um, jedoch wären mit mehr Entschlossenheit Durchbrüche möglich gewesen.Jedoch verliefen die Angriffe auf die Sperrstellen wesentlich organisierter als in den Jahren zuvor. Daran gilt es im nächsten Jahr anzuknüpfen, die verschiedenen Aktionen besser zu vernetzen und die Durchbruchversuche entschlossener und organisierter anzugehen.

Bei den Durchbruchversuchen wurden ca. 260 AntifaschistInnen festgenommen. Diese wurden an der GeSa im Dortmunder Süden von AntifaschistInnen aus NRW, Stuttgart, Nürnberg und Berlin abgeholt und versorgt. AnwohnerInnen und AktivistInnen des Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ errichteten mehrere Blockaden auf der Aufmarschroute der Rechten. Die Route der 700 Neonazis musste daraufhin umgeleitet werden. Auch dies können wir als Erfolg verbuchen.Wir danken den SanitäterInnen, AnwältInnen, und allen AntifaschistInnen, die sich dem Neonaziaufmarsch in den Weg stellen wollten. Wir sehen uns in Dortmund 2012!

Auswertung: Dortmund stellt sich quer

Fotos: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
Videos: 1, 2, 3, 4, 5, 6
(mehr…)

1.September: Aktionstag „Tatort Kurdistan“


Zum Antikriegstag am 1. September fanden im Rahmen eines Aktionstags der Kampagne „Tatort Kurdistan“ in 14 deutschen Städten Protestveranstaltungen gegen Rüstungsexporte und Kriegsunterstützung durch die Bundesrepublik statt. Mehr als 2000 Menschen engagierten sich auf verschiedene Weise gegen die deutsche Politik, die in der Türkei/Kurdistan eine politische Lösung des seit dreißig Jahren andauernden Konflikts eher behindert als fördert. Auch die jüngsten Angriffe des iranischen und türkischen Staats auf kurdische Gebiete im Nordirak, in denen vor allem die Zivilbevölkerung zu Tode kommt und vertrieben wird, finden unter Einwilligung und Beteiligung der westlichen Staaten statt. In Redebeiträgen wurde diese Politik verurteilt und die solidarische Verbundenheit mit den Menschen der betroffenen Region erklärt.

Allgemein im Fokus der Proteste stand die Kritik an der Rüstungsexportpolitik, die – wie das jüngste Beispiel Saudi-Arabien zeigt – Waffen in Spannungsgebiete und an Regime liefert, in denen die Menschenrechte unterdrückt werden. In Kurdistan selbst setzt die türkische Armee nach glaubhaften Augenzeugenberichten auch regelmäßig chemische Waffen gegen die kurdische Guerilla ein, ohne international dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.

In Berlin protestierten Antimilitarist_innen in diesem Zusammenhang bereits am Vorabend in einer symbolischen Aktion gegen den Panzerlieferanten Krauss-Maffei Wegmann, indem sie literweise Blut vor dem Firmensitz auskippten und auf die blutigen Verstrickungen des Konzerns im Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in der Türkei aufmerksam machten. (Bericht)

Berichte aus einzelnen Städten: Berlin, Kassel, Kiel, Heilbronn, Frankfurt, Gießen, Nürnberg, Dortmund, Köln (mehr…)

31.August: Kundgebung gegen tödlichen Polizeiübergiff


Etwa 30 Menschen fanden sich am Abend des 31.08.2011 vor dem Haus der am letzten Mittwoch bei einem Polizeieinsatz von der Polizei erschossenen Andrea H. in Berlin Renickendorf ein, um für eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls zu protestieren. Die Kundgebung wurde kritisch beäugt von den eingesetzen Beamten des Polizeiabschnits und einer Hundertschaft. AnwohnerInnen riefen teilweise ihren Unmut über den Einsatz von den Balkonen und kamen später auch vereinzelt zu Diskusionen aus den Häusern.

Fotos: 1, 2
Indymedia-Bericht (mehr…)

30.August: Infoveranstaltung zu Dormtund


Am Dienstag laden wir ins Zielona Gora um euch über die bevorstehenden Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dortmund am 3.September zu informieren. Wir werden ausführlich über das Blockadekonzept von „Dortmund stellt sich quer“ sprechen, die Vorabenddemo gegen Faschismus und Krieg und andere Aktivitäten rund um den Anti-Kriegs-Tag in Ruhrgebiet vorstellen und über die Naziszene in Dormtund informieren. Darüberhinaus gibt es die letzte Möglichkeit sich Bustickets zu sichern.

Dienstag | 30. August | 20 Uhr | Zielona Gora | Grünberger Str.72

29.August: Über die linke “Türken Raus!”-Ideologie


Veranstaltung zur ideologischen Verstrickungen rechter und linker “Islamkritik” mit Atilla Steinberger

Hat sich eine linke Gruppierung mit ihrer Ahmedinejadsympathie 2009 unmöglich und lächerlich gemacht, folgen ihnen spätestens 2011 die linksnationalen Islamkritiker mit ihrem ewigen Islamkram. Nicht nur weltgeschichtliche Ereignisse ereignen sich zweimal, zuerst als Tragödie, dann als Farce, auch auf idealistische Wirklichkeitszugänge trifft das zu. Schwor Fichte noch die deutsche Nation auf den französischen Feind ein, so hat sich daran bis heute nichts geändert. Die Nation gilt weiterhin das Subjekt der Geschichte und die Menschen feinsäuberlich inKollektive einsortiert, woraus auch alles entspringt: Die Sitten, die Kultur und schließlich der ökonomische Stand. Im Vortrag von Attila Steinberger wird es nicht um Fichte und den Hass auf die Franzosen, sondern vielmehr um den linksnationalen Idealismus in seiner islamkritischen Verfallsform und ihrem selbstgesetzten Hass auf Moslems unter dem Deckmantel der “Feindaufklärung” gehen.

Montag | 29. August 2011 | 19:00 Uhr | Café Morgenrot | Kastanienallee 85 | Berlin-Prenzlauer Berg

Eine Veranstaltung der Gruppe „North East Antifacists“

27.August: 800 gegen Krieg in Kurdistan


Ungefähr 800 Menschen versammelten sich am 27.August trotz strömenden Regens in Berlin – Wedding um gegen die seit dem Abend des 17.August andauernden Luftangriffe des türkischen Militärs auf die Bergregionen Südkurdistans (Nordirak) zu protestieren. Sie zogen vom S-BHF Gesundbrunnen, wo die Demonstration um 16 Uhr mit einer Kundgebung begann, zum Alexanderplatz in Berlin Mitte wo die Demonstration gegen 19 Uhr endetet. Aufgerufen zu der Protestaktion hatten die kurdische Jugend Berlin, kurdische Vereine und die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB).Neben hunderten kurdischen Jugendlichen beteiligten sich auch erfreulich viele jugendliche Antifas mit deutschen Migrationshintergrund an der Demonstration.

Auf der Auftaktkundgebung, die während eines fast-biblischen Wolkenbruchs vor dem Gesundbrunnencenter stattfand, wurde in Redebeiträgen in deutsch, türkisch und kurdisch über die Angriffe der letzten Tage und den politischen Hintergrund von Erdogans Kriegspolitik gegen die kurdische Befreiungsbewegung informiert. Auf Transparenten war „Stoppt den Krieg in Kurdistan“, „Wir grüßen unsere Freiheitskämpfer“ und „Türkei-Iran-USA: Hände Weg von Kurdistan“ zu lesen. Die Antifaschistische Revolutionäre Aktion berlin (ARAB) trug ein Stangentransparent in Gedenken an die 1998 vom türkischen Militär ermordete Revolutionärin Andrea Wolf (Ronahi), die aus deutschen radikalen Linken kam und sich als militante Internationalistin dem bewaffneten Kampf der PKK anschloß. „Ob in der Bergen Kurdistans oder den Strassen der Metropolen: Gemeinsam gegen Krieg, Imperlismus und Faschismus! In Gedenken an Andrea Wolf“ war darauf zu lesen. Auch mehrere Transparente der Kampagne „Tatort Kurdistan“ waren zu sehen, die am kommenden Donnerstag zu einem bundesweiten Aktionstag gegen deutsche Waffenlieferung aufgerufen hat.

Die Polizei war mit einen Großaufgebot aufgefahren und achtete wie immer bei kurdischen Demons in Berlin sehr pingelich darauf das keine Fahnen, Transparenten oder Parolen gerufen werden die für die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) werben. Zumindest die verbale Solidaritätsbekundung konnte die Polizei jedoch nicht verhindern.Von den über soziale Netzwerke großmäulig angekündigte Angriff der türkischen faschistischen Jugendorganisation „Graue Wölfe“ auf die Demonstration in ihrer Hochburg Wedding war jedoch weit und breit nichts zu sehen. Dafür sorgte die Berliner Polizei dafür das die Demonstration nicht störungsfrei ablaufen konnte. In der Brunnenstrasse griffen 10 Beamte einen kurdischen Jugendlichen brutal aus der Menge heraus, weil er angeblich einen Polizisten beleidigt (!) haben soll. Der Jugendliche musste anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Angeblich soll die Polizei auch eine Wohnung an der Route gestürmt haben aus der eine ältere kurdische Fraue einen Öcalan Teppich herausgehalten hatte. Aus Protest gegen die Festnahme des Jugendliche blockierte die Demonstration mehrere Minuten eine Kreuzung und setzten sich (im strömenden Regen) auf die Strasse.

Kurz vor dem Rosenthaler Platz tauchten mehrere Vermummte mit Feuerwerk, Bengalos und einer riesigen ERNK-Fahne auf einem Dach auf und die grüßten den vorbeiziehenden Demonstrationszug, der mit begeisterten Applaus und Parolen wie „Hoch die internationale Solidarität“ und „Antifa Genclik International“ antwortete. Am Rosenthaler Platz gab es eine kurze Zwischenkundgebung, bei der eine Berliner Friedeninitiative einen Beitrag über den aktuellen NATO-Krieg gegen Liyben vortrug. Trotz strömenden Regens zogen die Demonstrant_innen lautstark und kämpferisch weiter bis zur Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz wo sich die Demonstration gegen 19 Uhr auflöste. Trotz des katastrophalen Wetters kann Mensch sagen das es eine gute Demonstration die sehr viel lauter und kämpferischer war als viele Demos der deutschen Linken Szene und wo sich Jugendliche mit kurdischen, türkische, arabischen, persischen und deutschen Migrationshintergrund kennengelernt haben und begonnen haben zu lernen gemeinsam Widerstand zu leisten. Es bleibt nur zu Hoffen das die bei der Kundgebung der Kampagne „Tatort Kurdistan“, die nächsten Donnerstag von 17 – 20 Uhr am Heinrichplatz in Kreuzberg stattfindet das Wetter mitspielt. Dort gibt es neben aktuellen Redebeiträgen auch Tanz- und Theaterperformance, kurdische Live-Musik und der Duisburger Klassenkampfrapper Derbst One

Donnerstag | 1. September | Tatort Kurdistan Kundgebung | 17 – 20 Uhr | Heinrichplatz

Fotos: 1 , 2
Videos: 1
Bericht aus Mannheim und Frankfurt
(mehr…)

Solidarität mit Schweizer Genossin


Feuer und Flamme der Repression – Solidarität mit Andrea

In der Schweiz beginnt am 28. September vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona ein politischer Prozess gegen Andrea, eine Genossin des Revolutionären Aufbaus Schweiz und der Kommission für eine Rote Hilfe International. Im Zentrum der Anklage stehen verschiedene militante Aktionen gegen Staat und Kapital, wie zum Beispiel gegen den Inlandnachrichtendienst der Schweiz, gegen die Kantonspolizei Zürich, die staatliche israelische Fluggesellschaft EL AL, das spanische Reisebüro sowie Fremdenverkehrsamt, das griechische Fremdenverkehrsbüro, die Fluggesellschaft IBERIA und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO. Die Aktionen waren hauptsächlich pyrotechnische Angriffe. Sie wurden allesamt mit „Für eine revolutionäre Perspektive!“ unterschrieben. Unter diesem Namen finden in der Schweiz seit 1997 zahlreiche zielgerichtete Anschläge mit Farbbeuteln, Pyrotechnik und Brandsätzen gegen staatliche Institutionen, das Kapital, imperialistische Kriege, Gipfeltreffen à la WEF und die Konterrevolution statt. (mehr…)

Solidarität mit der „jungen Welt“


Die linke Tageszeitung junge Welt wird aktuell von einer Hetzkampagne überzogen, nachem sie zum 50. Jahrestag des Mauerbaus der DDR ihren Dank ausgesprochen hatte. Man mag zur DDR, zur Mauer und zum Dank dafür stehen wie man möchte. Wenn jedoch Konsertive, Rechte, ehemalige Linke oder sonstwer gegen eine linke Zeitung Front machen, gilt der jungen Welt unsere Solidarität. In der jW kommen viele kritische Stimmen zu Wort, die in der Mainstreampresse nicht aufgegriffen werden. So etwa der in den USA inhaftierten Journalisten Mumia Abu-Jamal mit seiner wöchentlichen Kolumne. Ebenso schätzen wir die Hintergrundartikel zur Geschichte von Faschismus, Vernichtung, Krieg und Widerstand. Im Gegensatz zur bürgerlichen Presse von „FAZ“ bis „taz“ werden in der jW Täter und Verantwortliche benannt und klar Position bezogen für internationale Solidarität und den Kampf gegen Neonazis, Rassismus und Krieg.

Audio-Mitschnitt von ARAB-Veranstaltung über DDR, Stasi und Mauer

Junge-Welt-Soli-Blog (mehr…)

27.August: Party des Zorns#1


Überall auf der Welt kämpfen Menschen gemeinsam um ihre Wut gegen die Verhältnisse, in denen sie leben, zum Ausdruck zu bringen. Viele dieser Kämpfe werden von jungen Menschen mitgetragen und oft sind gerade sie die Motoren für Umstürze und Veränderungen. Auch in Berlin gibt es tausende Jugendliche, die sich gemeinsam gegen das System, Rassisten, Überwachung und Polizeigewalt wehren. Um diese Kämpfe wütender und unzufriedener Jugendlicher zusammenzuführen haben wir Anfang April die “Kinder des Zorns” als Plattform antikapitalistischer Jugendlicher aus Berlin geschaffen. Auf der Basis eines brei-ten Erfahrungsaustauschs wollen wir uns gemeinsam auf Aktionen vorbereiten, gemeinsam kreativ werden und natürlich auch gemeinsam feiern und Spaß haben. Um unabhänig von Parteien und Politsekten zu bleiben brauchts natürlich im Kapitalismus Geld. Um davon ein bisschen Mehr zu bekommen laden wir euch am 27.August zur “ersten KIDZ-Party” ins Zielona Gora ein.

Mit:
DJ RAMON MERCADO ::: HIP HOP ::: ATZENRAP ::: STRASSeNSACHEN
THE GENOSSKIES ::: All Times ::: Elektro ::: Techno
REDUCATION ::: Techno ::: Minimal ::: Tech-HousE

und absolut kranken Visuals

27.August | ab 21 Uhr | Zielona Gora | Grünberger Str.73 | F-Hain