18.September: 150 gegen NPD in Berlin-Köpenick


Am Wahlabend protestierten in Berlin-Köpenick rund 150 Antifaschist_innen gegen die NPD, ihrem rassistischen Wahlkampf und ihren Widereinzug in mehrere Berliner Bezirksparlamente.Die Demonstration zog trotz des schlechten Wetters lautstark und kraftvoll durch den Kiez und endete vor der NPD-Zentrale in der Seelenbinderstraße 42, in der die NPD ihre Wahlparty durchführte. In Redebeiträgen wurden die Anwohner_innen über den rassistischen Wahlkampf der neonazistischen Partei aufgeklärt und aktuelle Zahlen der Auszählung bekannt gegeben.Ein unverhältnismäßig großes Aufgebot der Polizei begleitete den Protest und nahm trotz des friedlichen Verlaufs zwei Teilnehmer_innen fest.

Fotos

Bild Nazis raus aus den Parlamenten!
Keine Wahlparty der NPD in Köpenick!

Antifaschistische Demonstration – Sonntag, 18.September 2011, 19 Uhr, S-Bahnhof Berlin-Köpenick
Treffpunkt für alle, die aus der Innenstadt anreisen: 18:30 Uhr, S-Bahnhof Ostkreuz auf dem Gleis der S3

Gegen den Wiedereinzug von Nazis in die Bezirksverordnetenversammlungen!

Bei der letzten Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen zog die NPD im Jahr 2006 in vier Bezirken in die Kommunalparlamente ein, in dreien davon in Fraktionsstärke. In diesem Jahr tritt die NPD erstmalig in elf von zwölf Berliner Bezirken an. Der Einzug gilt in vielen lokalen Parlamenten als sehr wahrscheinlich, da es auf Bezirksebene nur eine Drei-Prozent-Hürde gibt.

Die NPD ist eine Partei von Neonazis, die den Nationalsozialismus verherrlicht, mit rassistischen Kampagnen gegen Migrant_innen hetzt, die zutiefst antisemitisch ist und den Holocaust relativiert und leugnet.

NPD-Aktivisten fielen in diesem Wahlkampf schon durch ihre extreme Brutalität auf: In Neukölln verletzten NPD-Kandidaten nach dem Hängen von Wahlplakaten bei einem Angriff mehrere Passanten. In Köpenick attackierten Nazis nur 500 Meter von der NPD-Zentrale entfernt, aus zwei Wahlkampf-Bussen heraus, einen Jugendlichen aus rassistischen Motiven, so dass er notärztlich versorgt werden musste. In Schöneweide griffen NPD-Nazis, während des Aufhängens ihrer Plakate, das Zentrum für Demokratie an und versuchten die dortigen Fenster zu zerstören.

Am 18.September werden im Land Berlin das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen neu gewählt. Die NPD erhofft sich erneut in die Kommunalparlamente einzuziehen, dieses Mal in mehr als vier Bezirken und in größerer Stärke. Das wollen die Neonazis der NPD am Abend des 18.September (wie zuletzt 2006) auf dem Hof der NPD-Bundeszentrale in Köpenick mit einer Wahlparty feiern.

Wir rufen euch dazu auf, sich an der antifaschistischen Demonstration gegen den Wiedereinzug NPD zu beteiligen, lasst uns den Nazis ihre Wahlparty vermiesen! Vor Ort werden wir euch über den aktuellen Stand der Hochrechnungen aus den Bezirken informieren. Sollte es wiedererwarten dazu kommen, dass die NPD nicht in die Parlamente einzieht, wird das Ganze zu einer Jubeldemo und wir werden mit euch mit Sekt darauf anstoßen.

Nazis raus aus den Parlamenten! Keine Wahlparty der NPD in Köpenick!

Siehe auch: Antifa-Berlin.info