Archiv für September 2011

Dont belive the hype! Religionskritische Inforeihe


Veranstaltungheft als PDF

Um einen inhaltlichen Input zu den bevorstehenden Protesten gegen den Papst-Besuch zu ermöglichen präsentiert euch die NEA und das „not welcome„-Bündnis die religionskritische Inforeihe „Dont belive the Hype“. Hier die folgenden Termine:

2.September | Christlicher Fundamenatlismus | 19:00 Uhr | K9 (Referent: Georg Klauda)

8.September | Der klerikale Panzergeneral und sein Trupp | 19:00 Uhr | Bunte Kuh (NEA & LAG Antifa Die.Linke)

14.September | Kirche und Staat – eine unheilige Allianz | 19:00 Uhr | Junge Welt-Ladengalerie (Carsten Frerk)

15.September | Zwischen Verantwortung und Anpassung: der „Sündenfall“ der katholischen Kirche und christliche Widerstandskultur | 20:30 Uhr | Bandito Rosso (AIS)

18.September |Bastelworkshop für die Anti-Papst-Demo |13:00 Uhr | Bunte Kuh

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9 – 18.September: Woche der Widerspenstigen


Dieses Jahr jährt sich die Hochzeit der Hausbesetzer_innen- und Kollektivbewegung zum 3Oten Mal. Die Westberliner Besetzer_innen waren Teil einer umfassenden Bewegung Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre: Alternativ-, Ökologie-, Anti AKW-, Antimilitarismus-, Frauen-, Friedens- und Befreiungsbewegung/en, kulturelle und Stadtteilinis, Anti-Startbahn, neue Lebensformen, usf., die in vielerlei Hinsicht Bezug zu den 68ern hatte. In den damals erkämpften Freiräumen wurden viele Ansätze erarbeitet, Erfahrungen gesammelt, Fehler gemacht und auch einiges erreicht.

Privatisierung öffentlicher und kommunaler Aufgaben, Verdrängung der angestammten Bevölkerung und Zerstörung gewachsener Strukturen durch die Wohnungspolitik des Senats, sinkende Reallöhne, entgarantierte Arbeitsverhältnisse, Verarmung, zunehmender Existenzdruck, Bevormundung durch Jobcenter, prestigebedingte Großprojekte, mit denen öffentliche Gelder verpulvert werden – Alltägliches Leben in Berlin wird immer schwieriger. Wildwuchs und Freiräume verschwinden zunehmend, während die Stadt auf Hochglanz getrimmt wird.

Wir, ehemalige Besetzer_innen und Kollektivist_innen aus den 80ern und Aktivist_innen von heute, wollen mit „Alten“ und „Jungen“ zusammen die damaligen Erfahrungen kritisch beleuchten und den Austausch anregen; eine Brücke zwischen „damals“ und „heute“ schlagen. Wir wollen uns kennen lernen, austauschen, zusammen tabulos streiten, besser vernetzen, lachen, staunen, in Frage stellen, tanzen und gemeinsam vorwärts gehen. Wir wollen aktuell existierende Ansätze und Initiativen einem größeren Kreis bekannt machen und alle potentiell Aufsässigen zum Mitmachen aufrufen.

Deshalb lasst uns vom 9. bis zum 18.September kiezübergreifend widerspenstig sein !
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9.September: 40. Jahrestag des Gefängnisaufstands in Attica


Am 9. September 1971 begann im Staatsgefängnis Attica im Bundesstaat New York eine Knastrevolte an der sich über 1.200 Gefangene Beteiligten. Am 13. September wurde der Aufstand blutig niedergeschlagen. Attica ist bis heute für viele Menschen innerhalb der Knäste ein wichtiger Bezugspunkt und ist ein Teil der Geschichte des revolutionären Widerstandes in den USA.

‚We are men! We are not beasts and do
not intend to be beaten or driven as such.
The entire prison population has set forth
to change forever the ruthless brutalization
and disregard for the lives of prisoners
here and throughout the United States.‘

- Attica Gefangener Elliot Barkley-

‚If we cannot live as people, we will at least try to die like men.‘
-Attica Gefangener Charles Horatio Crowley-

Mit diesen Worten klagten Gefangene die unhaltbaren Zustände im Staatsgefängnis Attica im Norden des Bundesstaates New York an. Am 9. September 1971 entschlossen über 1.200 Gefangene sich an einem Gefängnisaufstand zu beteiligen. Gefordert wurden Ausbildungsprogramme, medizinische Grundversorgung, das Ende von Zensur, genießbares Essen, religiöse Freiräume, Einstellung von afroamerikanischem und Spanisch sprechendem Gefängnispersonal und Straffreiheit für Zeit während der Rebellion. 38 Wärter des Gefängnisses wurden im Laufe der Rebellion als Geiseln genommen.

Vier Tage später – am 13. September 1971 – wurde der Gefängnisaufstand vom Staate New York brutal und blutig niedergeschlagen. Über 500 State Troopers stürmten bewaffnet mit Schrotflinten, Gewehren, Pistolen und Knüppeln den besetzten Block D des Attica Gefängnisses, der vorher mit Tränengasgranaten aus Helikoptern beschossen wurde. In den Berichten der Gefangenen wird geschildert, dass die stürmenden Einheiten auf alles schossen, was sich bewegte. Die von einer Untersuchungskommission als ’staatliche Gewaltorgie‘ bezeichnete Erstürmung dauerte nahezu eine Stunde und das Ergebnis waren 32 erschossene Gefangene, 10 getötete Geiseln und 83 schwer verletzte Gefangene. Der Wärter William E. Quinn wurde zu Beginn der Rebellion schwer verletzt und verstarb zwei Tage später im Krankenhaus. Anschließend wurden die meisten der Gefangenen von Staatsbeamten schwer gefoltert.
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9.September: Infoveranstaltung „Überwachungsstaaten wegputzen!“


Infoveranstaltung am 9. September im Zielona Gora zum linksradikalen Block und der selbstorganisierten Stadtrallye im Rahmen der diesjährigen Demonstration „Freiheit statt Angst

Zunehmende Überwachung und Kontrolle kann nicht ohne herrschende kapitalistische Zustände gedacht werden. Weil uns die inhaltliche Kritik des inzwischen jährlichen „Freiheit statt Angst„-Bündnisses hierzu viel zu weichgespült argumentiert, rufen wir auch dieses Jahr wieder zur Beteiligung an einem eigenen Block auf. Unter dem Motto „Uns wirds zu bunt: Überwachungsstaaten wegputzen“ demonstrieren wir zunächst innerhalb der kurzen Demonstration am Samstag, 10. September. Im Anschluß organisieren wir eine selbstbestimmte Stadtrallye, um auch den Berliner Protagonisten von Kontrollsystemen und Überwachungsstaaten einen kurzen Besuch abzustatten und unsere Kritik vor Ort zu artikulieren. Auf der Veranstaltung am 9. September erklären wir unsere Kritik an den von uns aufgesuchten Institutionen und Organisationen. Im Anschluss versorgen wir euch mit Infos zum bürgerlichen Bündnis und dessen Widersprüchlichkeit, erläutern unsere Stadtrallye und geben Raum für letzte Absprachen.

Infoveranstaltung „Überwachungsstaaten wegputzen“ | Sa. 9.9. | 20 Uhr | Zielona Gora, Grünberger Straße 72

Demonstration „Freiheit statt Angst“ | Sa. 10.9. | 13 Uhr | Pariser Platz, Berlin | Linksradikaler Block Im Anschluß: Stadtrallye im Rahmen der „Woche der Widerspenstigen“. Mehr Info und Aufruf: outofcontrol.blogsport.de

6.September: Beats against Racism


Über eintausend Besucher_innen zählte das Antira-Konzert am gestrigen Dienstag am Kotti in Berlin-Kreuzberg. Unser Dank gilt besonders den kostenlos auftretenden Bands, den Sponsor_innen und Organisator_innen, die dieses deutliche Zeichen gegen Rassismus ermöglicht haben. Danke! Mehr Infos zuzr Kampagne
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