29.Oktober: Fast 2000 Menschen fordern „Occupy Berlin“


Auch den dritten Samstag in Folge haben sich am Neptunbrunnen in Berlin-Mitte mehrere hundert Menschen zusammengefunden um gegen die Auswirkungen eines Wirtschaftssystems zu protestieren, in dessen Zentrum nicht die Bedürfnisse der Menschen sondern die Profitinteressen der Unternehmen stehen. Unter dem Motto „Die Krise heisst Kapitalismus“ hatte das Berliner Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“ zu dem Protestmarsch aufzurufen, der im Kontext der weltweiten „Occupy„-Proteste stattfand. Im Laufe des Protestumkzuges durch Mitte wuchs die Teilnehmer_innenzahl von einigen hundert auf zeitweise bis zu 2000 Menschen an. Die Polizei war im Gegensatz zu den Protestaktionen an den vergangenen Wochenenden (1,2) mit einem Großaufgebot aufgefahren und ging teilweise ruppig gegen die Demonstrant_innen vor. So wurde versucht das Tragen von in der „Occupy“-Bewegung beliebten Gesichtsmasken durch einen Verweis auf das Vermummungsverbot zu unterbinden. Da ein kollektiver Durchbruch zum Bundestag aufgrund der polizeilichen Kräfteverhältnisse dieses Mal nicht möglich erschien, löste sich die Demo zuvor auf und die Menschen sickerten einzeln – als Individuen – zum Bundestag durch. Dort fanden sich in den Nachmittagsstunden ca. 500 Menschen zur wöchentlichen „Assamblea“ zusammen. Weitere Proteste sind für nächstes und übernächstes Wochenende angekündigt.

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