Archiv für November 2011

12.November: 8000 Menschen umzingeln Regierungsviertel


Bis zu 8000 Menschen beteiligten sich am Samstag den 12.November an einer Demonstration gegen die Macht der Banken und einer symbolischen „Umzingelung“ des Regierungsviertels in Berlin. Aufgerufen zu der Aktion hatten ATTAC, Campact, Gewerkschaften und NGO´s. Das Berliner Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“, in dem sich linke und linksradikale Gruppen organisiert haben, beteiligte sich mit einem eigenen Block und Aufruf an der Aktion. Ziel war es antikapitalistische Standpunkte in die Proteste zu tragen und klarzumachen das das Problem nicht die „entfesselten Finanzmärkte“ sind sondern die kapitalistische Produktionsverhältnissen allgemein, den auch in der Realwirtschaft wird nicht für die Bedürfnisse der Menschen geplant und produziert sondern für die Gewinninteressen der Kapitaleigentümer_innen. Über 1000 Menschen beteiligten sich an dem Block und folgten dem Bündnis dabei in seiner fundamentalen Kritik der wirtschaftlichen Grundlagen unseres Gemeinwesens und dessen politischen Überbau. Auf Transparenten und Schildern war „Die Krise heisst Kapitalismus“, „Echte Demokratie statt Kapitalismus!“, „Generation Krise – für einen europweiten Aufstand der Jugend“ und „Great Crisis Riseup – The World is ours!“. In Redebeiträgen wurde die notwendig betont das die verschiedenen Protestbewegungen der Empörten, der Occupisten, der Arbeiter_innenbewegung und der Jugendlichen in ihren Kämpfen zusammenfinden müssen und sich dabei nicht aufspalten lassen dürfen in friedliche und militante Aktivist_innen. Ausserdem wurde der internationale Charakter der Proteste betont und herzliche Grüße von Berlin nach Athen, London, New York, Oakland, Barcelona, Santiago de Chile, Kairo und überall dorthin geschickt wo die Menschen gegen die Auswirkungen der kapitalistischen Produktionsweise anfangen kollektiv Widerstand zu leisten. (mehr…)

Great Crisis Riseup – Von der Empörung zum Widerstand


Stellungnahme der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin (ARAB) zu der „Occupy“-Bewegung in der BRD und den aktuellen Protesten gegen die Auswirkungen der kapitalistischen Krise. Als PDF

I Athen, New York, Berlin

Ob die Platzbesetzungen in Spanien, die sozialen Revolten in England, die Jugendrevolten in den französischen Banlieues, die Massenbewegungen in Griechenland oder die Occupy Wallstreet Bewegung in den USA – Überall in der Welt lehnen sich Menschen gegen ihre, vom kapitalistischen System aufgesetzte Entmündigung auf. Die Bewegungen und ihre Aktionsformen sind so vielfältig wie international. So besetzen in Spanien tausende Menschen Plätze und hielten diese mit weitgehend friedlichen Mitteln, während in Griechenland,Frankreich und England wie auch in Chile sowohl mit Platzbesetzungen als auch mit militanten Aktionen gegen Symbole des Kapitalismus und der Staatsmacht versucht wurde, dem Protest Ausdruck zu verleihen.

Spätestens seit dem 15. Oktober diesen Jahres, als 15 000 in Berlin und einige Tausend in Frankfurt auf die Straße gingen, hat sich auch in Deutschland eine Bewegung herausgebildet, welche es sich zum Ziel gemacht hat „echte Demokratie“ zu erstreiten und die Macht der Banken und Konzerne zu brechen. Anders als in anderen Ländern steht die Bewegung hierzulande noch am Anfang – und zwar sowohl, was ihre Kapitalismuskritik anbelangt, wie auch in Bezug auf ihre Aktionsformen. Der Staat wird nicht als Gegner, sondern als „Freund auf Irrwegen“ angesehen. So bleibt die Polizei trotz massivem Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz, dem Unterbinden jeglichen Versuchs ein Camp oder andere Strukturen aufzubauen der „Freund und Helfer“, dessen Anweisungen ohne Widerstand folge zu leisten sind. Kritik an den bestehenden Verhältnissen wird noch allzu oft als Hoffnung auf einen „besseren“ Kapitalismus ohne „Zocker_Innen“ formuliert. Die Bewegung muss über diese ihre Schranken hinauswachsen, wenn sie nicht wirkungslos verpuffen will. (mehr…)

Mobi-Mixtape für Demo gegen PKK-Verbot


Einige Freunde haben zur Mobilisierung für die bundesweite Demonstration gegen das PKK-Verbot am 26.November 2011 in Berlin ein Mixtape zusammengestellt mit verschiedenen Tracks mit und ohne Bezug zum kurdischen Befreiungskampf. Ihr könnt es hier kostenlos herunterladen. (mehr…)

11.November: ARAB-Tresen & Infoveranstaltung


Great Crisis Riseup 2 – Infoveranstaltung zu „Occcupy“ und Krisenprotesten

Im Vorfeld der Grossdemonstration und der Regierungumzingelung am 12.November und des bundesweiten Bildungsstreiks am 17.November wollen wir im Zielona Gora nochmal die weltweiten Proteste Revue passieren lassen ,die es in diesem Hersbt gegen die Auswirkungen der kapitalistischen Krise gab. Mit Videoclips und Fotos wird über die verschiedenen Proteste in New York, Oakland, Athen, Berlin, Frankfurt, Santiago de Chile, Madrid, Rom, London und anderswo informiert. Ausserdem soll die Frage des antikapitalistischen und revolutionären Gehalts der „Occupy“ erörtert werden. Danach gibts letzte konkrete Infos zur Umzingelung des Regierungsviertels und den Bildungsstreiks. Im Anschluß auf die Veranstaltung folgt der legendäre ARAB-Tresen mit deflationären Getränkepreise, ausgeprägter Krisenstimmung und apokalpytischer Musik.

Freitag | 11.November | 20:30 Uhr | Zielona Gora | Grünberger Str.72

2.November: Proteste gegen Erdogan-Besuch


Bis zu hundert Menschen haben sich am 2.November gegen 10 Uhr am Auswärtigen Amt in Berlin – Mitte versammelt um gegen ein Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan zu protestieren. Mit »Mörder«-Rufen wurde der türkische Regierungschef von Kurden und Mitgliedern deutscher linker Organisationen empfangen. Sie protestierten damit gegen die Kurden-Politik der AKP, die weiterhin auf eine militärische Lösung des bewaffneten Konfliktes mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK und polizeiliche Repression gegen die zivile kurdische Oppostion in der Türkei setzt. So forderten Vertrer des Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlins eine Freilassung der mehreren tausend Politiker, Menschenrechtler und Journalisten die als angebliche KCK-Mitglieder seit April 2009 verhaftet und angeklagt worden sind. Vertreter kurdischer Vereine kritisierte desweiteren das Krisenmanagement der Regierung Erdogang bei dem Erdbeben in kurdischen Wan vor einer Woche und warf der Regierung vor die kurdischen Gebiete bewusst unterentwickelt zu halten. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sicherte Erdogang deutsche Unterstützung im Kampf gegen die PKK vor. Im Vorfeld des Deutschlandbesuches hatte Erdogan von Deutschland mehr Engagement im Kampf gegen die PKK gefordert. Die kurdischen und linken Demonstranten vor dem Auswärtigen Amt forderten am Mittwoch hingegen ein Ende der staatlichen Repression gegen kurdische Aktivisten in der BRD und eine Aufhebung der Betätigungsverbotes der PKK und die Streichung des Antiterrrorparagraphen §129b. Sie riefen dazu auf sich am 26.November an einer bundesweiten Grossdemonstration gegen das PKK-Verbot und die deutsche Kurden-Politik zu beteiligen.

junge Welt