Archiv für Dezember 2011

Sylvester: 700 gegen Knäste und Repression


Rund 700 Menschen sind in der Silvesternacht zur Justizvollzugsanstalt in Berlin-Moabit gezogen, um gegen Knäste und Repression zu demonstrieren. Zahlreiche der 1500 dort Inhaftierten beantworteten den Neujahrsgruß, indem sie an ihren Zellenfenstern mit Tüchern winkten. Immer wieder zogen Polizeibeamte wahllos Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Demonstrationszug, mitunter weil sie Mitternacht Feuerwerke gestartet hatten. Am Sonntag teilte die Polizei in einer Pressemeldung mit, daß es insgesamt 18 Festnahmen und Freiheitsbeschränkungen gegeben habe. Bereits am frühen Samstag nachmittag hatten sich rund 100 Menschen vor dem Abschiebeknast im Berliner Stadtteil Grünau versammelt und gegen staatlichen Rassismus protestiert. (junge Welt)

Fotos: 1, 2
Indybericht
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30.12: Proteste gegen Massaker der türkischen Armee


300 Menschen versammelten sich heute ab 15 Uhr an der Weltzeituhr am Alexanderplatz um gegen das Massaker der türkischen Armee an jugendlichen kurdischen Zivilisten am Abend des 28.Dezembers in der kurdischen Region Sirnak zu protestieren. Mit zahlreichen Schildern, Fahnen und Transparenten protestierten sie gegen das jüngste Kriegsverbrechen und die militärische und polizeiliche anhaltende Unterdrückungspolitik der Türkei gegenüber der kurdischen Bevölkerung. Begonnen wurde die Protestkundgebung mit einer Trauerminute für bis zu 40 Opfer des Luftangriffes auf eine Gruppe jugendlicher Benzinschmuggler. In Redebeiträgen verurteilten Vertreter verschiedener Organisationen den Angriff des türkischen Militärs auf Zivilisten und forderten eine friedliche und politische Lösung der kurdischen Frage. Unter anderem sprachen VertreterInnen der Föderation kurdischer Vereine in der BRD (YEK-KOM), des Verbandes kurdischer Studierender (YXK), der Föderation der unterdrückten MigrantInnen in Europa (AvEG-Kon), der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF), den Grünen, dem Theater „Ballhaus Naunystrasse“, der Kampagne „Tatort Kurdistan“, der Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin und der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin (ARAB). Die Polizei nahm ohne jeden Erkennbaren Grund zwei Personen während der Kundgebung fest, was zu lautstarken Protesten der Kundgebungsteilnehmer_innen führte. Gegen 16:30 endete die Veranstaltung unter Sprechchören wie „Schluss mit dem Massaker in Kurdistan“, „Türkei Terrorist“ und „Hoch die internationale Solidarität!“. Schon am Abend zuvor hatten sich um 17:30 vor der türkischen Botschaft in der Rungestrasse in Berlin-Mitte 50 Menschen versammelt um gegen das Massaker zu protestieren.

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Brandanschlag auf das Georg-von-Rauch-Haus


Am frühen Morgen des 25.11.2011 verübten bisher Unbekannte einen schweren Brandanschlag auf das Wohn- und Kulturprojekt Georg-von-Rauch-Haus. Bei dem Anschlag wurden 14 Menschen, darunter 2 Kinder verletzt. Der Großteil erlitt Rauchgasvergiftungen, zwei Bewohner_innen konnten sich nur durch Sprünge aus dem Fenster retten und liegen nun mit gebrochenen Knochen im Krankenhaus. Allen Verletzten, Bewohnern und Gästen des Rauchhauses gilt unsere Solidarität! Wer direkt helfen möchte, schaut einfach im Rauchhaus vorbei. Das Haus ist schwer beschädigt. Auch in der kommenden Zeit wird dort Hilfe benötigt.

Aktionstag: Mittwoch | 28. 12. | ab 10 Uhr | Rauchhaus
öffentliches Plenum: Donnerstag | 29. 12. | 19 Uhr | Rauchhaus

Erklärung des Georg von Rauch Haus: [hier]

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9.Dezember: ARAB-Tresen: „Ciao, Väterchen Franz“


ARAB-Tresen in Erinnerung an Franz-Josef-Degenhardt (1931 – 2011)

Am 14.November 2011 verstarb der linke Liedermacher und Kommunist Franz-Josef Degenhardt. Er prägte mit seinen Liedern und Büchern ganze Generationen linker und linksradikaler Aktivist_innen. Wir wollen diesem ARAB-Tresen nutzen um an „Karratsch“ zu Erinnern und sein Werk zu würdigen. Zusammen wollen wir viele seiner Lieder hören, Ausschnitte aus Fernsehdoku´s und Interviews zeigen und in einigen seiner Bücher lesen.

9. Dezember | 20: 30 | Zielona Gora | Grünberger Str. 72 | Boxhagener Platz | Friedrichshain

3.Dezember: Proteste gegen Afghanistankonferenz in Bonn


Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag im Vorfeld der Afghanistan-Konferenz in der Bonner Innenstadt gegen den Krieg am Hindukusch demonstriert. Das [3A] * Revolutionäre Bündnis hatte gemeinsam mit der Interventionistischen Linken (IL) und weiteren Gruppen zu einem internationalistischen Block unter dem Motto „Internationale Solidarität gegen imperialistische Kriege und Besatzung!“ aufgerufen, der über Tausend TeilnehmerInnen umfasste und von einem großen Polizeiaufgebot begleitet wurde. Vom Lauti des Blockes hielt auch Said Mahmoud von der afghanischen Solidaritäts-Partei eine Rede. Außerdem gab es einen Audio-Betrag von Mumia Abu Jamal, der extra für die Demo von ihm verfasst wurde. Es wurden während der Demonstration bengalische Fackeln abgebrannt und Farbbeutel auf ein Hoch-Tief-Gebäude sowie auf das Polizeispalier, das den Internationalistischen Block begleitete, geworfen. Der Bundestagsabgeordnete der Grünen Hans-Christian Ströbele konnte seine Rede bei der Abschlusskundgebung wegen Eierwürfen und Sprechchören gegen die grüne Kriegspartei nur mit Verzögerung beginnen.

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Videos: 1, 2, 3, 4, 5

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