30.12: Proteste gegen Massaker der türkischen Armee


300 Menschen versammelten sich heute ab 15 Uhr an der Weltzeituhr am Alexanderplatz um gegen das Massaker der türkischen Armee an jugendlichen kurdischen Zivilisten am Abend des 28.Dezembers in der kurdischen Region Sirnak zu protestieren. Mit zahlreichen Schildern, Fahnen und Transparenten protestierten sie gegen das jüngste Kriegsverbrechen und die militärische und polizeiliche anhaltende Unterdrückungspolitik der Türkei gegenüber der kurdischen Bevölkerung. Begonnen wurde die Protestkundgebung mit einer Trauerminute für bis zu 40 Opfer des Luftangriffes auf eine Gruppe jugendlicher Benzinschmuggler. In Redebeiträgen verurteilten Vertreter verschiedener Organisationen den Angriff des türkischen Militärs auf Zivilisten und forderten eine friedliche und politische Lösung der kurdischen Frage. Unter anderem sprachen VertreterInnen der Föderation kurdischer Vereine in der BRD (YEK-KOM), des Verbandes kurdischer Studierender (YXK), der Föderation der unterdrückten MigrantInnen in Europa (AvEG-Kon), der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF), den Grünen, dem Theater „Ballhaus Naunystrasse“, der Kampagne „Tatort Kurdistan“, der Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin und der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin (ARAB). Die Polizei nahm ohne jeden Erkennbaren Grund zwei Personen während der Kundgebung fest, was zu lautstarken Protesten der Kundgebungsteilnehmer_innen führte. Gegen 16:30 endete die Veranstaltung unter Sprechchören wie „Schluss mit dem Massaker in Kurdistan“, „Türkei Terrorist“ und „Hoch die internationale Solidarität!“. Schon am Abend zuvor hatten sich um 17:30 vor der türkischen Botschaft in der Rungestrasse in Berlin-Mitte 50 Menschen versammelt um gegen das Massaker zu protestieren.

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50 – 70 KurdInnen und Sympathisanten antifaschistischer Gruppen versammelten sich heute um 17:30 vor der türkischen Botschaft in Berlin-Mitte um gegen ein Massaker an kurdischen Zivilisten zu protestieren, bei dem eine Nacht zuvor von der türkischen Luftwaffe in der kurdischen Provinz Sirnak 36 Schmuggler mit einem Bombenangriff getötet worden waren. Sie legten vor dem Eingang der Botschaft ein schwarz verhüllten Trauerkranz mit der kurdischen Parole „Sehid Namirin“ ab, um an die Ermordeten zu erinnern und die Verantwortlichen für dieses Massaker und den Krieg gegen die kurdische Bevölkerung zu benennen: Die Türkische Republik und ihre Streikräfte. Sie riefen Parolen wie „Stoppt das Massaker in Kurdistan!“, „Deutsche Waffen, Deutsches Geld – Morden mit in aller Welt“ und „Kürdistan fasizme mezar olacak!“. Nach 20 Minuten versuchte die Polizei die nicht angemeldete Kundgebung einzukesseln, was jedoch durch die schnelle Reaktion der TeilnehmerInnen misslang. Festnahmen gab es keine. Für morgen ist um 15 Uhr eine weitere Protestkundgebung zwischen Bundestag und Brandenburger Tor geplant

Freitag | 30 Dezember | 15: 00 Uhr | Alexanderplatz / Weltzeituhr (Achtung Ort geändert)

Bei einem Luftangriff der türkischen Armee gestern Nacht in der kurdischen Provinz Sirnak sind 36 wehrlose kurdische Zivilisten getötet worden. Nach Angaben kommunaler Politiker soll es sich um eine Gruppe von Jugendlichen gehandelt haben, die versucht hat Benzin über die Grenze zu schmuggeln. Wegen der Kriegbedingungen ist ein Großteil der Bevölkerung in den Grenzregionen zum Irak und dem Iran gezwungen ihren Lebensunterhalt mit Benzin- und Zigarettenschmuggel aufzubessern. Die kurdische Partei BDP, die in der Region viele Bürgermeisters stellt, verurteilte das Massaker bei den nach ihren Angaben auch Kinder getötet worden sind. Unbemannte Drohnen und Wärmekameras hatten laut Medienberichten eine große Gruppe von Menschen auf der irakischen Seite der Grenze aufgespürt. Daraufhin hätten Kampfflieger der türkischen Streitkräfte abgehoben und die Region bombardiert. Ein türkischer Sicherheitsoffizier gab gegenüber der türkischen Zeitung „Zaman“ zu das die Armee offenbar bei ihren Bombenangriffen nicht in der Lage ist zwischen PKK-Mitglieder und Schmugglern unterscheiden zu können. Der Vorfall zeigt ein weiteres Mal das die Zivilbevölkerung in den kurdischen Gebieten die Hauptleitragenden der militärischen Eskalationspolitik der Türkei ist und eine politische Lösung der kurdischen Frage notwendiger den jeh ist. Aus diesem Grund rufen kurdische Vereine und antifaschistische Gruppen zu einer Protestkundgebung um 17:30 vor der türkischen Botschaft (U-BHF Heinrich Heine Strasse) auf.

Donnerstag | 29. Dezember | 17: 30 Uhr | Türkische Botschaft | Rungestr. 9 | U-BHF Heinrich Heine Strasse