Von Straßburg nach Dresden: Antifa Genclik Enternasyonal


Am ver­gan­ge­nen Sams­tag gin­gen in Dres­den rund 10.​000 An­ti­fa­schis­tIn­nen gegen Nazis und Re­pres­si­on auf die Stra­ße. Zur sel­ben Zeit de­mons­trier­ten wir mit rund 60.​000 Kur­dIn­nen und In­ter­na­tio­na­lis­tIn­nen aus ganz Eu­ro­pa in Straß­burg gegen Krieg und Re­pres­si­on.

In die­sem Jahr konn­te der Na­zi­groß­auf­marsch zum drit­ten Mal hin­ter­ein­an­der nicht statt­fin­den. So wurde vor­erst aus Deutsch­lands größ­tem Na­zi­auf­marsch durch die Zu­sam­men­ar­beit tau­sen­der An­ti­fa­schis­tIn­nen aus dem ge­sam­ten Bun­des­ge­biet eine mäch­ti­ge An­ti­fa­de­mons­tra­ti­on gegen Neo­na­zis, Ras­sis­mus und Re­pres­si­on. Auch in Straß­burg gin­gen 60.​000 Men­schen gegen Re­pres­si­on, Krieg und Unterdrückung auf die Stra­ße. Sie forderten die Freiheit von Abdullah Öcalan und allen linken politischen Gefangenen in der Türkei und ein Ende der seit Jahrzehnten anhaltenden Unterdrückung und Verleugnung der kurdischen Bevölkerung.

Egal an wel­chem Ort, es ist wich­tig, star­ke Zei­chen gegen staat­li­che Re­pres­si­on und men­schen­ver­ach­ten­de Ideo­lo­gi­en und für in­ter­na­tio­na­le So­li­da­ri­tät zu set­zen.


Im Moment verdichten sich die Hinweise, dass die Nazis nach ihren Niederlagen in den letzten beiden Jahren Mobilisierungsprobleme haben. Wir erwarten deshalb, dass am 18. Februar deutlich weniger Nazis nach Dresden kommen als in den letzten Jahren. Damit erhöhen sich unsere Chancen, den Naziaufmarsch ein drittes Mal zu blockieren und endgültig Schach-Matt zu setzen.
Allerdings beobachten wir auch, dass sich ihrerseits mehr Aktivitäten auf den 13. Februar konzentrieren. Klar ist, mit ihrer Doppelstrategie wollen die Nazis erreichen, wenigstens an einem Tag relativ ungestört marschieren zu können.

Für uns steht fest, wir werden uns an beiden Tagen entschlossen den Nazis in den Weg stellen!

Bustickets für Abreise aus Berlin (13. und 18. Feb.): Red Stuff
Waldemarst. 110 | 10997 Berlin (Mo bis Fr: 14-19 Uhr, Sa: 14-17 Uhr)

+++ ACHTUNG: Wer Tickets für beide Tage kauft, bekommt eine aktuelle Ausgabe des Antifa Infoblatt geschenkt!!! +++

Infos: »Dresden Nazifrei« | ¡No pasarán! | SACHSEN DREHT FREIstaat

Podiumsveranstaltung zu Repression in Dresden und §129:
Donnerstag | 9.2.2012 | 19 Uhr | Festsaal Kreuzberg

Auch 2012 mobilisiert ein breites Bündnis antifaschistischer und linker Gruppen mitte Februar nach Dresden um zum 3ten Mal in Folge den grössten Naziaufmarsch Europas mit Blockaden und vielfältigen Aktionen zu verhindern. Nach der staatlichen Repression in Folge der Ereignisse im letzten Februar in Dresden, inklusive Hausdurchsuchungen und Ermittlungsverfahren quer durch die Republik und der Speicherung von über einer Million Handydaten, gilt es sich im kommenden Jahr nicht Einschüchtern zu lassen und den antifaschistischen Widerstand auf der Strasse zu intensivieren.
No Pasaran – Sie kommen nicht durch!


Aufruf:
Aller guten Dinge sind drei!
BLOCK DRESDEN 2012 – Blockieren, bis der Naziaufmarsch Geschichte ist

In den vergangen zwei Jahren ist uns etwas gelungen, das viele für unmöglich gehalten hatten: Wir haben den Naziaufmarsch in Dresden erfolgreich blockiert. Tausende Nazis konnten ihr eigentliches Ziel, mit einer Großdemonstration ihre menschenverachtende Ideologie zur Schau zu stellen, nicht erreichen.

Mit dem Aufmarsch im Februar versuchten sie in den vergangenen Jahren, an das Gedenken an die Bombardierungen Dresdens im Februar 1945 und den damit einher gehenden Mythos der „unschuldigen Stadt Dresden“ anzuknüpfen. Auch durch Ignorieren und Wegschauen seitens der Stadtverwaltung und eine mangelnde Entschlossenheit großer Teile der Dresdner Zivilgesellschaft konnte dieser Termin zu Europas größtem Naziaufmarsch mit bis zu 7000 Teilnehmenden werden. Doch die Dynamik der Aufmärsche ist gebrochen. Zu verdanken ist dies insbesondere dem entschlossenen Handeln von zwölftausend (2010) und zwanzigtausend Menschen (2011), die mit Massenblockaden den Marsch der Nazis verhinderten.

Wir wenden uns gegen jede Form von Geschichtsrevisionismus. Alten und neuen Nazis darf keine Gelegenheit gegeben werden, die deutsche Geschichte zu verklären und die NS-Verbrechen zu verherrlichen. Daher werden wir am 13. Februar 2012 den „Täterspuren“-Mahngang durchführen, um an die NS-Geschichte in Dresden zu erinnern.

„Sagen, was man tut, und tun, was man sagt“ – durch dieses Motto war unser Handeln der letzten Jahre geprägt. Dabei bleibt es! Uns eint das Ziel, den Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern. Unser Ziel ist dabei nicht die Auseinandersetzung mit der Polizei. Wir sind entschlossen, den Naziaufmarsch zu blockieren – von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.

„Unsere Vielfalt ist unsere Stärke“ – das war unser Credo der letzten Jahre. Dabei bleibt es! Mit einem breiten Bündnis aus Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden, religiösen Gruppen sowie zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen haben wir deutlich gemacht: Blockaden sind legitim, und Dresden geht uns alle an!

AntifaschistInnen wurden in den letzten Monaten vermehrt mit staatlichen Repressionen überzogen. Rechtswidrige Funkzellenabfragen, politisch motivierte Strafverfahren, selbst Immunitätsaufhebungen werden uns nicht einschüchtern. Versuchen von außen, uns mittels der Extremismustheorie zu spalten, setzen wir unsere Solidarität entgegen. Wir lassen uns nicht spalten. Ziviler Ungehorsam ist unser Recht, unsere Blockaden sind legitim!

Lassen wir uns nicht einschüchtern! Wir protestieren im Februar in Dresden auch gegen die staatliche Aushöhlung des Versammlungsrechts und einen Schnüffel-Staat. In Dresden soll bewusst das Rechtsordnungsprinzip der Verhältnismäßigkeit verschoben werden, um einen „gläsernen Demonstranten“ zu schaffen. Wir treten dem entschieden entgegen. Dabei stehen wir zusammen gegen alle Versuche der Einschüchterung und der Beschneidung unserer Bürgerrechte.

Auch 2012 werden wir den Naziaufmarsch in Dresden blockieren. Die Mordserie der in Sachsen untergetauchten Nazis zeigt einmal mehr, wie wichtig entschlossenes antifaschistisches Handeln ist. Antifaschistisches Engagement darf nicht kriminalisiert, sondern muss unterstützt werden. Jahrelang sind Anschläge, Nazigewalt und Waffenfunde in der Naziszene bagatellisiert worden. Schluss damit!

Wir geben den Nazis keinen Meter Straße preis. Wir blockieren sie in Dresden: bunt und lautstark, kreativ und entschlossen!

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!