24.April:Veranstaltung zu 25 Jahre 1.Mai in Kreuzberg


Dieses Jahr jährt sich der Kreuzberger Kiezaufstand am 1.Mai 1987 zum 25sten Mal. Seitdem steht der 1.Mai in Berlin Kreuzberg für eine radikale Ablehnung der herrschenden Zustände und eine konfrontative Kritik an der Staatsgewalt. Mit einer Veranstaltungsreihe wollen wir an ein Vierteljahrhundert Widerstand gegen Kapitalismus, Krieg und Polizeigewalt Revue passieren lassen, uns mit der aktuellen Bedeutung der revolutionären Maidemos beschäftigten und einen Blick in die Zukunft werfen. Die erste Veranstaltunng findet am Freitag den 13.April beim ARAB-Tresen im Zielona Gora statt. Weitere Veranstaltungen, sowohl in Berlin wie in anderen Städten sollen folgen.

Infos zur Geschichte des 1.Mai n Kreuzberg

Infoveranstaltung | 25 Jahre Widerstand in Kreuzberg | 24. April | Clash | Gneisenaustr.2a
Revolutionäre 1.Mai-Demo | 18 Uhr | Lausitzer Platz

Link: 1. Mai 1987: Krawalle in Kreuzberg (Tagesschau)

Am 1.Mai 1987 durchsuchte die Berliner Polizei das Büro der Kampagne zum Boykott der Volkszählung im Kreuzberger Mehringhof. Als Reaktion auf den Repressionsschlag kippten Autonome eine Polizeiwanne am Rande eines linken Straßenfests am Lausitzer Platz um. Daraufin griff die Polizei mit einem Großaufgebot das Strassenfest an und es entwickelte sich eine Strassenschlacht, die sich in den Abendstunden auf ganz Kreuzberg 36 ausbreitete.

Die Wut der Kreuzberger Bevölkerung über Rassismus, Polizeiwillkür und die alltäglichen Zumtungen des kapitalistischen Konkurenzbetriebes entlud sich eine ganze Nacht lang in Plünderungen von Supermärkten und militanten Angriffen auf die Polizeikräfte. Diese sahen sich gezwungen sich zeitweise vollständig aus dem Stadtgebiet von Kreuzberg zurückzuziehen und einer Melange aus Migrant_innen, Punks und Hausbesetzer_innen die Straße zu überlassen. Ein Bolle Supermarkt am U-BHF Görlitzer Park brannte komplett aus. Am Tag darauf berichteten die Medien über die schwersten Ausschreitungen in der Hauptstadt seit Kriegsende und der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) bezeichnete die Kreuzberger Aufständischen als „Anti-Berliner“. Aus den Ereignissen rund um den „Kreuberger Aufstand“ vom 1.Mai 1987 entwickelte sich die Tradition der revolutionären 1.Mai-Demo(s).

Unabhänig von den Maikundgebungen der Gewerkschaften und Sozialdemokraten, versammeln sich seitdem jedes Jahr tausende Menschen auf den Strassen von Kreuzberg um gegen Kapitalismus, Ausbeutung und Unterdrückung zu demonstrieren und die Notwendigkeit eines revolutionären Bruchs mit der herrschenden System zu betonen. Regelmäßig kommt es dabei zu teilweise schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei. Seit 25 Jahren steht der 1.Mai in Berlin – Kreuzberg – trotz all seiner Schwächen – für eine klare Absage an das herrschende kapitalistische System und seinen Gewaltapparat, eine Botschaft die grade in den heutigen Zeiten von Krieg, Krise und sich entwickelnden Klassenkämpfen an Bedeutung gewinnt. Rund um das 25 jährige Jubiläum des revolutionären 1.Mai wollen wir auf vielfältige Weise an ein Vierteljahrhundert Widerstand in Kreuzberg erinnern und die Lehren für die Kämpfe der Zukunft ziehen.

Und am 1.Mai würden wir uns gerne mit euch auf den Strassen von Kreuzberg Treffen und uns erneut gemeinsam für einen revolutionären Bruch mit dem gesellschaftlichen Irrsinn namens Kapitalismus stark machen.
Denn es gilt damals wie heute:

Es gibt keine Alternative zur Revolution!

Tek Yol Devrim!

One Solution – Revolution!

Heraus zum revolutionären 1.Mai!