Archiv für April 2012

22. April: Thälmann-Gedenkkundgebung


über 200 Menschen beteiligten sich an einer Kundgebung in Gedenken an Ernst Thälmann und gegen antikommunistische Hetze vor der Abgerissenen Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals. Hier der Redebeitrag der ARAB:

LiebeGenossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Anwesende,

anlässlich der heutigen Kundgebung im Gedenken an den 126. Geburtstag Ernst Thälmanns bin ich freundlicherweise vom „Freundeskreis Ziegenhals“ eingeladen worden und möchte Euch im Namen der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin [ARAB] herzlich begrüßen.

Wie nicht wenige Kommunistinnen und Kommunisten vor und nach ihm, wurde Ernst Thälmann aufgrund seines Kampfes gegen Faschismus und Krieg und für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter am 17. August 1944 im KZ Buchenwald von den Nazis ermordet. Die Erinnerung an ihn und seinen Kampf wachzuhalten, ist jedoch keineswegs nur die Aufgabe der älteren Generationen, sondern auch für uns als jüngere antifaschistische Organisation eine dauerhafte Verpflichtung. Vieles zum Leben und Wirken Thälmanns ist heute hier schon gesagt worden. Von daher möchte ich mich in meinem Beitrag maßgeblich der aktuellen politischen Auseinandersetzungen widmen. Diese nehmen
tagtäglich an Schärfe zu.

Deutschland führt wieder Krieg und die Attacken von Kapital, Politik und Medien auf sozial Deklassierte, Migrantinnen und Migranten, aber auch die Arbeiterschaft im Allgemeinen nehmen stetig zu. Selbstredend ist auch die politische Linke zunehmend den Angriffen der Herrschenden ausgesetzt. Während die neofaschistischen Terroristen des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrundes“ über mehr als 13 Jahre hinweg mit Hilfe der bundesdeutschen Inlandsgeheimdienste bombend und mordend durch die gesamte Republik ziehen konnten, hat die herrschende Klasse es weder Ernst Thälmann noch der politischen Linken insgesamt jemals verziehen, politische Alternativen zum Kapitalismus entwickelt zu haben. (mehr…)

17.April: Islamhass als neoliberale Ideologie

„Islamfaschismus“ und „muslimisch-bolschewistische Verschwörung“

Antimuslimischer (Kultur-)Rassismus wird von Neokonservativen, bürgerlichen Nazigegnern und „Ideologiekritikern“ ebenso verbreitet wie von Neuen Rechten und Nazis. Erklären lässt sich dieser gesellschaftliche Hass-Konsens nur, wenn die aggressive Hetze gegen den Islam, Muslime und deren angeblichen „Umma-Sozialismus“ nicht allein als eine Form von Fremdenfeindlichkeit, sondern auch als Legitimationsideologie für neoimperialistische Kriege analysiert und ihre Verknüpfung mit dem Antikommunismus in den Fokus genommen wird.

Diskussionsveranstaltung mit:

Prof. Dr. Heinrich Fink, Bundesvorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA)
Susann Witt-Stahl, Journalistin und Autorin, Hamburg
Dr. Sabine Schiffer, Leiterin Institut für Medienverantwortung, Erlangen
Moderation: Markus Bernhardt (junge Welt)

17 April |19 Uhr | jW-Ladengalerie | Torstraße 6 (mehr…)