Archiv für Juni 2012

27.Juni: 50 Menschen protestieren gegen KESK-Verhaftungen in der Türkei

50 Menschen versammelten sich am 27.Juni gegen 18 Uhr trotz massiven Regens am Kottbusser Tor um ihre Solidarität mit den am Montag in der Türkei verhafteten Gewerkschafter_innen zu zeigen und die repressive Innen- und Aussenpolitik der Regierung Erdogang zu kritisieren. Auf deutsche und türkisch wurden Redebeiträge und Grussworte, unter anderem von der KESK-Solidaritätsplattform, der Linkspartei Neukölln, Yek-Kom und der ARAB vorgelesen. Mit Flugblättern, Schildern auf denen auf türkisch „Hände Weg von KESK“ stand und türkischen und deutschen Parolen machten sie die Passant_innen auf dieses letzte Beispiel des türkischen Staatsterrorismus aufmerksam. Ebenfalls wurde auf die Razzien gegen die türkische Zeitung „Atilim“ und die Verhaftung von Basak Sahin Duman in Kroation eingegangen. Weitere Proteste gegen die repressive Türkische Politik und für Organisierungs- und Gewerkschaftsfreiheit werden folgen. (mehr…)

23.Juni: Transgenialer CSD – Kurzbericht

Mehrere tausend Teilnehmer*innen auf dem Transgenialen CSD +++ deutliches Zeichen gegen Homophobie, Nationalismus und Rassismus gesetzt +++ Polizisten beleidigen Teilnehmer*innen homophop

Bei aller schönstem Wetter folgten mehrere tausend Teilnehmer*innen dem Aufruf des Orga-Teams „Transgenialer CSD“ durch die Straßen Berlins. Anfänglich mit mehreren hundert Teilnehmer*innen im Berliner Stadtteil Treptow zur Mittagszeit gestartet, zog die buntgekleidete Masse mit vielen selbstgemalten Schildern, Transparenten unter dem Leitmotto „Lasst es glitzern: Antifaschistisch – Queerfeministisch – Antirassistisch – Solidarisch“ zum Kreuzberger Heinrichplatz. Auf den verschiedenen Lautsprecherwagen, aus denen Techno, „orientalische Klänge“ sowie queere Partyclassics erklangen, wurden ebenfalls Redebeiträge verlesen. So wurde unter anderem die Situation des alternativen Kulturprojektes „Tacheles“ thematisiert, als auch deutliche Kritik an der inzwischen stark kommerzialisierten Ausrichtung des „großen“ Christopher-Street-Days, der heute ebenfalls durch die Straßen Berlins zog, geübt. Auch das 15-jährige Jubiläum des transgenialen CSD, der im Jahr 1997 auf Grund polizeilicher Repression und der ausbleibenden Kritik des „großen“ CSDs sich durch die Straßen Kreuzberg bewegte, wurden in weiteren Redebeiträgen thematisiert.
Auch die „AG Schwule in der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin “ [SCHWARAB] beteiligte sich erstmalig mit eigenem Aufruf, Flugblatt und Transparent an der Demonstration und verteilte mehrere hundert antikapitalistische Flugblätter (im Folgenden dokumentiert) an das interessierte Publikum.
SCHWARAB

Einzig die Berliner Polizei bot mal wieder ein Bild des Grauens für das eigentlich durchaus feuchtfröhlich gelaunte Publikum: Begleitet durch die einschlägig bekannten 23. und 24. Einsatzhundertschaften ließen es sich die Zivilbeamten des Landeskriminalamtes „Politisch motivierte Straftaten – Links“ nicht nehmen und beleidigten Teilnehmer*innen des tCSD homophob.
Trotzdem lässt sich in Gesamtheit durchaus von einer gelungenen Demonstration gegen Homo&Transphobie, sowie Nationalismus und Rassismus sprechen.

Vom Gebäude des „Zentrum Kreuzbergs“ machten Mitglieder der ARAB mit einem Transparent und Flugzetteln auf den Fall von Basak Sahin Duman aufmerksam, die seit dem 29.Mai in Kroatien in Haft sitzt und an die Türkei ausgeliefert werden soll, wo ihr über 7 Jahre Haft wegen ihres politischen Engagements an der Univerität drohen.

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Interview in der jungen Welt

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21.Juni: Transpi-Aktion für Basak Sahin Duman


Aktivist_innen der ARAB haben während eines kostenfreien Open-Air Konzertes der beliebten Berliner HipHop-Formation K.I.Z. im Rahmen der jaährlich stattfindenden „Fete de la Musique“ eine Solidaritätsaktion für die seit dem 29.Mai in Kroatien inhaftierte linke Aktivist_inn Basak Sahin Duman durchgeführt. Dabei entrollten sie vor mehreren den zahlreich anwesenden Musikliebhaber_innen ein Transparent mit der Aufschrift „Free Basak – Keine Auslieferung an den Folterstaat Türkei“ und verteilten mehrere tausend Flugblätter mit Informationen zu diesem aktuellen Fall politischer Repression. Basak Sahin Duman sitzt in kroatischer Auslieferungshaft und soll in die Türkei überstellt werden, wo ihr über 7 Jahre Haft wegen ihres politischen Engagement an der Universität und in linken Organisationen drohen. Mehr Infos zu dem Fall auf der Website. Weitere Solidaritätsaktionen werden folgen. (mehr…)

19.Juni: School´s Out Zombie-Rave


Zombies gegen Bildungsabbau – Artikel aus dem ND:

Karim trägt eine Kopfbandage. Seine Stirn ist blutverschmiert, seine Augen mit tiefschwarzen Ringen umrundet. Karim ist ein Zombie und er ist nicht der einzige. Schülerinnen und Schüler protestierten gestern am letzten Schultag zum Teil als Zombies verkleidet gegen die Bildungspolitik. Mit lauten Beats, die aus einem orangefarbenen Einkaufswagen schallten, machten sich die Jugendlichen mit einem »Rave der Bildungsleichen« von Prenzlauer Berg bis Mitte auf die Suche »nach Gehirn«. Initiiert wurde der Protest von der Berliner Schülerinitiative »Bildungsblockaden einreißen«.

»Fühlt ihr euch nicht auch manchmal wie Zombies? Das Gefühl, dir explodiert gleich der Schädel in der Mathestunde?«, tönt es aus den Boxen. Der Leistungsdruck führe zu einer Art »Bulimie-Lernen«. »Wissen wird reingestopft und nach der Prüfung wieder ausgekotzt.« Ein Zustand, der längst nicht nach Beendigung der Schule aufhört, wie Tine weiß. Die 26-Jährige macht inzwischen ihren Master in Umwelttechnik. Die strikten Module und hohen Anforderungen machen es kaum möglich, neben dem Studium zu jobben geschweige denn seinen Hobbys nachzugehen. Wer in der Regelstudienzeit fertig werden möchte, müsse entweder reiche Eltern haben oder gänzlich auf Freizeit verzichten, kritisiert Tine. (mehr…)

18.Juni: Keine Rendite mit der Miete


Am Montag dem 18.6 zeigten hunderte von Demonstranten was sie von den Plänen der „Jahrestagung der Immobilienwirschaft“ im Ritz-Carlton, hielten. Gar nichts!
Nachdem die TeilnehmerInnen der „Jahrestagung der Immobilienwirtschaft“ hermetisch abgeriegelt im Ritz Carlton darüber tagten wie sie uns unsere Wohnungen und den öffentlichen Raum noch schneller und gewinnbringender abnehmen können, sammelten sich um 17:00 die ersten Polizeikräfte auf der Route vom Tagungsort zum Abendessen, um diesen gegen Proteste abzuriegeln. Kurz vorher wurden erste Zivilkräfte im Kiez um die Brunnenstraße gesichtet.

Währenddessen kam die um 16 Uhr gestartete „Keine Rendite mit der Miete“-Demo mit etwa 400 – 5oo Menschen am Potsdamer Platz an. Es folgte eine lange Kundgebung. Die Redebeiträge waren spannend, aber nicht alle Demonstrierenden lauschten – viele hatten sich auch schon rund um das Hotel postiert und warteten. Die Investoren hatten Anlass zur Nervosität. Gegen halb Sieben verließen die Konferenzteilnehmer ihren Tagungsort und wurden von einem unverhältnismäßigem Polizeiaufgebot geleitet, fast wie bei einem Castortransport. Vor dem Durchqueren des Tiergartentunnels ließ die Polizei an der Busroute auch mal die Muskeln spielen und griff protestierende Leute an. (mehr…)

15.Juni: 200 fordern „Freiheit für Deniz und Basak!“

Über 200 Menschen beteiligten sich am Freitag den 15.Juni an einer Demonstration im Rahmen einer europaweiten Aktionswoche für die Freiheit aller politischen Gefangenen unter dem Motto „Freiheit für Deniz und Basak – Gemeinsam gegen staatliche Repression“. Sie protestierten gegen die jüngsten Inhaftierungen von linken Aktivist_innen in der BRD und Kroatien und die Zunahme staatlicher Repression gegen linke und fortschrittliche Bewegungen innerhalb der EU im Rahmen der kapitalistischen Krise. Mit Roten, Gelben und Schwarzen Fahnen, zahlreichen Transparenten und lautstarken Parolen wie „Freiheit allen politischen Gefangenen“ und „Antifa Genclik International“ zogen sie vom Kottbusser Tor durch die Oranienstrasse zum Görlitzer Bahnof und von dort weiter über Lausitzer Strasse zur Reichenberger und von dort zum Heinrichplatz. Immer wieder wurden die zahlreichen Passant_innen durch kurze Redebeiträge per Megaphon und mit Flugblättern über den Anlass des Protestumzuges informiert. Aus Cafes und Wohnungen wurde auf die Demonstration immer wieder mit Applaus und Parolen reagiert. Von einem Dach in der Lausitzer Strasse grüßten vermummte Aktivist_innen mit roten Fahnen und Pyrotechnik den Demonstrationzug. Die Berliner Polizei war mit einen Großaufgebot anwesend und begleitete den Demonstrationzug auch mit einigen Greiftrupps. Festnahmen und die üblichen Übergriffe blieben trotzdem glücklicherweise aus. Auf der Demonstration waren trotz der verhältnissmäßig kleinen Teilnehmer_innenzahl ein breites Spektrum der politischen Linken von Autonomen Antifaschist_innen, türkischen und kurdischen Linken bis zur MLPD vertreten. Weitere Aktionen für Basak und Deniz werden folgen.

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15.Juni: 250 Menschen gedenken Semanur Subay


Ungefähr 250 Menschen beiderlei Geschlechts und mit bunt gemischten Sozialisationshintergründen zogen heute vom Hermannplatz zum Oranienplatz in Kreuzberg um der in der Nacht vom 4.Juni 2012 von ihrem Ehemann bestialisch ermordete Semanur Subay zu Gedenken und gegen alltägliche patriachale Gewalt gegen Frauen zu protestieren. Mit mehsprachigen Transparenten und Parolen wie „Nein zur Gewalt an Frauen“, „Wir Gedenken Semanur Subay“, „Jin – Jîyan – Azadî! “ und „Zusammen Kämpfen gegen Patricharchat, Ausbeutung und Unterdrückung zogen sie den Kottbusser Damm herunten und bekammen dabei viel Zuspruch von Passant_innen und Anwohner_innen. Am Oranienplatz endete die Demonstration mit einer Schweigeminute für Semanur und alle Opfer patrichaler Gewalt. Die „Fraueninitiative Berlin“, die zu der Demo aufgerufen hatte, forderte die Anwesenden auf weiter aktiv zu sein und nicht länger das Schweigen und Wegsehen gegenüber Gewalt gegen Frauen zu aktzeptieren.

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9.Juni: Brutaler Polizeiangriff auf Mieter_innen-Protest

PM des Mieter_innenbündnis

Am Samstag den 9.Juni wollte die Initiative „Kotti & Co.“ eine Lärmdemo durch den Kreuzberger Kiez rund ums Kottbusser Tor veranstalten. Gegen 16:30 machten sich etwa 300 Leute vom seit 26.5. bestehenden Camp der Initiative auf den Weg, ausgestattet mit Topfdeckeln, Trillerpfeifen, Trommeln und allem, was Krach macht. Weit kam die – völlig friedliche – Demonstration allerdings nicht: Die Berliner Polizei griff nach 15 Minuten die völlig friedliche Demonstration an und verhaftete 2 Menschen weil sie sich mit einem Regenschirm gegen die massive anlassunbezogene Kameraüberwachung protestierten. Als sich ein großer Teil der Demonstrant_innen mit den Festgenommen solidarisierten und versuchten den Abtransport der Gefangenen durch die gewaltfreie Blockade der Polizeiwanne zu verhindern, setzten die Pfefferspray und massive körperliche Gewalt gegen Demonstrierende und Unbeteiligte ein. Mindestens 4 Personen wurden verhaftet, zahlreiche weitere durch Pfefferspray, Faustschläge und Tritte verletzt.

Video von prügelnden Polizisten „Hans ( F 1120)“

Fotos:

Videos: 1, 2, 3, 4, 5

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8.Juni: #BlackPowerMovement @ARAB-Tresen


#BlackPowerMovement @ARAB-Tresen

Das Berliner Free Mumia Bündnis referiert über die Entstehungsgeschichte und Wirkung des US-Amerikanischen Black Power Movements in den 60ern und 70ern. Hierbei soll es im Speziellen um die Radikalisierungstendenzen in der und Repression gegen die Bewegung gehen. Im Anschluss zeigen wir zum Ausklang die Dokumentation „Black Power Mixtape“, ehe euch traditionell ein wilder Musik-Misch-Masch aus Gangstarap, Schlager und 90er Trash samt liebevoll gemixten Cocktails und kühlen Getränken erwartet. Präsentiert von der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin [ARAB]

Freitag | 08.06.2012 | 20.00 – Zielona Gora (Grünberger Straße 73)

12.Juni: Kurden in Westkurdistan/Syrien: Opfer, Kriegspartei, Vermittler?

+++VERANSTALTUNG FÄLLT WEGEN TECHNISCHER PROBLEME AUS+++WIRD DEMNÄCHSTE NACHGEHOLT+++++

Der ´arabische Frühling` und der kurdische Aufbruch: Die Neustrukturierung des Nahen Ostens am Beispiel Syriens

Während das mediale Säbbelrasseln der Menschenrechtsimperialisten gegenüber Syrien immer lauter wird und eine militärische Intervention des Westen warscheinlicher scheint, wird über die Situation der kurdischen Bevölkerung in Syrien/Westkurdistan wenig berichtet. Auf einer Veranstaltung mit dem kurdisch-syrischen Journalisten Tariq Hamo wollen wir uns mit dem kurdischen Blick auf den Konflikt in Syrien und die Umbrüche im sogenannten arabischen Frühling beschäftigen.

+++VERANSTALTUNG FÄLLT WEGEN TECHNISCHER PROBLEME AUS+++WIRD DEMNÄCHSTE NACHGEHOLT+++++
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