12.Juni: Kurden in Westkurdistan/Syrien: Opfer, Kriegspartei, Vermittler?

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Der ´arabische Frühling` und der kurdische Aufbruch: Die Neustrukturierung des Nahen Ostens am Beispiel Syriens

Während das mediale Säbbelrasseln der Menschenrechtsimperialisten gegenüber Syrien immer lauter wird und eine militärische Intervention des Westen warscheinlicher scheint, wird über die Situation der kurdischen Bevölkerung in Syrien/Westkurdistan wenig berichtet. Auf einer Veranstaltung mit dem kurdisch-syrischen Journalisten Tariq Hamo wollen wir uns mit dem kurdischen Blick auf den Konflikt in Syrien und die Umbrüche im sogenannten arabischen Frühling beschäftigen.

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Seit Dezember 2010 sind wir mit einer Serie von Protesten und Aufständen in der arabischen Welt konfrontiert, die sich ausgehend von Tunesien in mehreren Staaten in Nordafrika und im Nahen Osten gegen die dort herrschenden autoritären Herrscherdynastien und die politischen sowie sozialen Strukturen dieser Länder richten. In Libyen kam es zu einer blutigen Militärintervention der NATO mit
unzähligen Todesopfern. Zudem wird von möglichen Interventionen gegen den Iran und Syrien gesprochen. Doch die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass auch 1 ½ Jahre nach den sog. Regimewechseln der ersehnte Fortschritt ausbleibt. In Ägypten hat z.B. die ultrareligiöse Bewegung der Salafisten einen bedenklichen Wahlerfolg verbucht und ist auf dem Vormarsch.
Was weitläufig unter dem Begriff „Der arabische Frühling“ verstanden wird, ist besser zu bezeichnen als „Frühling der Völker“, da keineswegs einzig und allein die arabischen Völker an diesen Revolten beteiligt waren und sind.Im Kontext dieser Diskussionen ist ein besonderes Augenmerk auch auf die kurdische Bevölkerung zu richten, die in den geführten Debatten bisher weitgehend unberücksichtigt geblieben ist. Denn der „kurdische Frühling“ hat vor vierzig Jahren begonnen. Seit 2009 gibt es in der Türkei eine Verhaftungswelle gegen kurdische PolitikerInnen, JournalistInnen, MenschenrechtsaktivistInnen. Allein in der zweiten Jahreshälfte von 2011 sind 6.000 Menschen verhaftet worden. Im Iran wurden kurdische politische Häftlinge durch die Gerichte zu Tode verurteilt und
hingerichtet. Im kurdischen Autonomiegebiet des Nordirak mussten die kurdischen Machthaber die grenzüberschreitenden Militäroperationen der türkischen Armee zulassen. Ein weiterer aktueller Brennpunkt im Kontext dieser Entwicklungen ist Syrien, auch aus kurdischer Perspektive. Die kurdische Bevölkerung dort lehnt weitgehend eine internationale Intervention ab und fordert eine interne politische Lösung, entgegen der westlichen Interessen. Sie sieht die demokratische Autonomie, zentrale Forderung auch der Kurden in der Türkei, als wesentliches Lösungsmodell an. Mit einer Podiumsdiskussion wollen wir den sog. ´Arabischen Frühling` am Beispiel Syriens näher beleuchten und im Sinne des kurdischen Aufbruchs über alternative Lösungsmodelle sprechen. Besonderes Augenmerk wollen wir hierbei auch, vor dem Hintergrund der geostrategischen Interessen und den Ressourcen Öl, Gas und Wasser, auf die Haltung und Positionierung Europas richten.

Veranstalter:
YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan
Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V.
YEK-KOM – Föderation kurdischer Vereine in Deutschland e.V.
Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
ISKU – Informationsstelle Kurdistan e.V.