Archiv für September 2012

13.Oktober: 700 Menschen für Deniz in Nürnberg


Wir, das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB) riefen für heute in Zusammenarbeit mit dem Solikomitee Freiheit für Deniz zu einer Demonstration unter dem Motto „Antifaschismus ist nicht kriminell! Gegen die Kriminalisierung antifaschistischer Initiativen! Freiheit für Deniz und alle politischen Gefangenen!“ auf.
Der Demo, die am Aufseßplatz nach einigen Redebeiträgen und einem Grußwort von Deniz loszog, wurde von Seite der Stadt ein weiteres Mal der größte Teil der Route durch die Innenstadt verboten.
Behelmte Polizeieinheiten und Hamburger Gitter versperrten die Zugänge und drängten PassantInnen zur Seite, um sie vor der angeblichen Gefahr, die von der Demonstration ausgehen sollte abzuschirmen. Gefährlich für Stadt und Staat sind jedoch vielmehr die Inhalte, die von der Demo an die Öffentlichkeit gebracht wurden: die Unterstützung des Nazisnetzwerkes „NSU“- der in Nürnberg drei Menschenleben auf dem Gewissen hat- durch den Verfassungsschutz und die Verfolgung antifaschistischen Engagements.

Videos: 1
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13.Oktober: Tausende für Bleiberecht

Tausende Menschen schlossen sich am Samstag einer Demonstration des Flüchtlingstreiks vom Oranienplatz zum Bundestag an. Fotos: 1, 2

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12.Oktober: Veranstaltung zur Rätebewegung in Kurdistan


Im Anschluss an das Mesopotanische Sozialforum, wo Aktivist_innen der ARAB versuchten die Vernetzung mit Jugendlichen aus dem nahen und mittleren Osten voranzutreiben, schlossen wir uns einer zehnköpfigen Gruppen von Aktivist_innen der Kampagne „Tatort Kurdistan“ die durch das Land fuhr um mehr über die Basisorganisierung und den Aufbau von Rätestrukturen in den kurdischen Gebieten der Türkei zu erfahren. Ziel dieser Reise war es unter anderem, eine Broschüre über Basisorganisierung und Rätebewegung in Kurdistan zu erstellen. Nach einem Jahr Arbeit ist diese Broschüre nun endlich erschienen. Beim nächsten ARAB-Tresen am 12.Oktober wollen wir sie euch gemeinsam mit den Freund_innen der Kampagne „Tatort Kurdistan vorstellen. Die 180-seitige Broschüre ist hier verfügbar oder als gedrucktes Exemplar gegen Spende von 5,-€ + Porto zu beziehen über die Kampagne TATORT Kurdistan.

12.Oktober | 20 Uhr | Zielona Gora | Grünberger Str.72 | Buchvorstellung mit Autoren
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10. Oktober: Terrorismus oder Klassenkampf?

Eine Veranstaltung vom Initiativkreis Gülaferit Ünsal

Zu gesellschaftlichen und ökonomischen Hintergründen des bewaffneten Kampfes in der Türkei

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Am 19. Juli begann vor dem Berliner Kammergericht der Strafprozeß gegen Gülaferit Ünsal. Ihr wird vorgeworfen, als Mitglied der türkischen Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) aktiv gewesen zu sein. Die DHKP-C führt in der Türkei einen bewaffneten Kampf gegen Staat und Kapital. Bei der Veranstaltung wollen wir uns – unabhängig von der Frage, ob die Angeklagte tatsächlich Mitglied der DHKP-C war – mit der Frage befassen, warum Linke unterschiedlicher Gruppierungen in der Türkei bewaffnet kämpfen und welches Interesse der deutsche Staat an der Verfolgung von – in der BRD lebenden – Mitgliedern solcher Gruppierungen hat. Mit Beiträge der Kampagne „Tatort Kurdistan“ zu den deutsch-türkischen Beziehungen, von Mehmet Bakir, Journalist und Menschenrechtsaktivist, zu Grauen Wölfen und dem sog. „tiefen Staat“ als türkischem Teil des internationalen „Gladio“-Netzwerkes, des Solidaritäts- und Rechtshilfekomitees zur Geschichte der türkischen Linken und des Initiativkreises Gülaferit Ünsal zum Stand des Prozesses.

Terrorismus oder Klassenkampf? | 10. Oktober, 18 Uhr | Clash im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a

7.Oktober: Freiheit für Öcalan – Kein Krieg gegen Syrien!


Am 7.Oktober rufen kurdische Vereine und antifaschistische Gruppen zu einer Protestkundgebung um 14 Uhr vor dem Brandenburger Tor in Berlin auf. Anlass ist der 14.Jahrestag der Kriegsdrohungen der Türkei gegenüber Syrien, die zur Folge hatten das der PKK-Vorsitzende Abdullah Öcalan sein Exil in Syrien verlassen musste und einige Monate später vom türkische Geheimdienst aus der Griechischen Botschaft in Kenia in die Türkei verschleppt wurde. Seit diesen Ereignissen, die von der kurdischen Bewegung als „internationales Komplott“ bezeichnet werden, sitz Abdullah Öcalan in türkischer Isolationshaft und die Möglichkeit einer friedliche und politische Lösung der kurdischen Frage wurde von der türkischen Armee in Blut ertränkt. Angesichts der neuerlichen Kriegsdrohungen und Eskalation zwischen der Türkei und Syrien, die vor allem die kurdischen Selbstverwaltungstendenzen in Westkurdistan bedrohen, rufen wir dazu auf am Sonntag für die Freiheit von Abdulla Öcalan und der kurdischen Bevölkerungauf die Strasse zu gehen, sich sber ebenso gegen eine militärische Invasion der Türkei und der NATO in Syrien auszusprechen.

Kundgebung | 7.Oktober | 14 Uhr | Brandenburger Tor

6.Oktober: Flüchtlingsmarsch erreicht Berlin / Herbstdemo gegen Bundesregierung


Am Samstag den 6.Oktober erreicht der Protestmarsch des „Flüchtlingsstreik“, der seit Anfang September durch die BRD zieht um auf die katastrophalen Lebensbedingungen von Flüchtlingen aufmerksamzumachen und gegen die rassistische Residenzpflicht zu protestiereen, Berlin. Seit dem 3.Oktober wird auf dem Oranienplatz ein Camp aufgebaut.
Am 5.Oktober hat die NPD dazu aufgerufen in Potsdam gegen die Marsch der Flüchtline zu protestieren. Am 6.Oktober werden wir die Flüchtlinge in Berlin auf dem Oranienplatz willkommen heißen. In der Woche darauf, am 13.Oktober, gibt es dann eine Demonstration vom Oranienplatz geben. Ebenfalls am 6.Oktober findet ab 12 Uhr am Alexanderplatz (BCC, gegenüber Alexa“ die nun mittlerweile schon „9. Herbstdemonstration gegen die Bundesregierung“ statt, die aus der Montagsdemobewegung und den Protesten gegen die Agenda 2010 entstanden ist.

6.Oktober | Oranienplatz | Flüchtlingsstreik
6.Oktober | Alexanderplatz (BCC) | Herbstdemo gegen Bundesregierung | 12 Uhr
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Jedes Herz ist eine Revolutionäre Zelle -Solidarität mit Sonja und Christian


Ab dem 21. September 2012 stehen in Frankfurt am Main zwei Linke vor Gericht, denen Aktionen der Revolutionären Zellen aus den 1970er Jahren vorgeworfen werden. Sonja und Christian, beide inzwischen im Rentneralter, lebten lange Zeit in Frankreich, bis sie vor kurzem in die BRD ausgeliefert wurden. Infos: www.verdammtlangquer.org

Der Prozess wird ab dem 2.10.2012 jeweils dienstags und freitags von 9-13 Uhr fortgesetzt [alle Termine hier], Landgericht Frankfurt am Main, Seilerstr./Konrad-Adenauer-Straße [Karte], Raum II EG, Gebäude E

29.September: Produktionsmittel FAIRgesellschaften – Kapitalismus abschaffen!!


Ungefähr 3000 – 5000 Menschen beteiligten sich heute in Berlin an einer Demonstration der Kampagne „umFAIRteilen“ vom Potsdamer Platz zum Roten Rathaus. Kernforderungen der Demo waren eine einmalige Vermögensabgabe und perspektivisch die Einführung einer „gerechteren“ Verteilung der Steuerlasten durch eine Vermögenssteuer und den konsequenten Kampf gegen Steuerflucht. Mehreren hundert Menschen gingen diese Forderungen nicht weit genug und beteiligten sich deswegen an einem antikapitalistischen Block unter dem Motto „Produktionsmittel FAIRgesellschaften – Kapitalismus abschaffen!“ zu dem verschiedene linksradikale und sozialistische Gruppierungen aufgerufen hatten. Nach Angaben der Veranstalter, einem breiten Bündnis – von DGB über SPD und Grüne bis zu Attac und der Föderation demokratischer Arbeitervereine (DIDF) – beteiligten sich in 40 verschiedenen Städten ingesamt 40 000 Menschen an dem heutigen Aktionstag

Videos: 1

Fotos: 1, 2, 3 (mehr…)

26.September: Was ist los in Kurdistan?


Der Journaliste Nick Brauns hält am Mittwoch, 26.10.2012 einen politischen Reisebericht zur aktuellen Situation in Kurdistan. Im Grenzgebiet Türkei-Iran-Irak kommt es seit Wochen zu den schwersten Kämpfen zwischen der kurdischen Guerilla und der türkischen Armee seit den 1990er Jahren [diekurden.de]. Die Guerilla behauptet, mittlerweile größere Gebiete innerhalb des türkischen Territoriums zu kontrollieren. Gleichzeitig droht die türkische Regierung mit einem Einmarsch in das Nachbarland Syrien, weil dort kurdische Volksräte die Kontrolle über eine Reihe von Städten übernommen haben [Info].

Mittwoch 26.09.2012: 19 Uhr | Cafe Commune | Reichenbergerstr. 157

25.September: 200 Menschen zeigen Solidarität mit Klassenkämpfen in Spanien und Griechenland / Auseinandersetzungen in Madrid und Athen


Video aus Athen
Video aus Madrid
Bericht aus Berlin

200 Menschen versammelten sich am 25.September vor dem Roten Rathaus zu einer Demonstration unter dem Motto „Athen, Berlin, Madrid gemeinsam gegen Sparpolitik!“ um gegen die Rolle des deutschen Imperialismus in der sogenannten Euro-Krise zu protestieren und ihre Solidarität mit den kämpfenden Menschen in Spanien und Griechenland auf die Strasse zu tragen. Anlass des Protestumzuges, zu dem verschiedene linke Gruppen aufgerufen hatten, war der zeitgleich zur Berliner Demonstration stattfindende „Marsch auf Madrid“, zu dem spanischen Gewerkschaften und Teile der 15-M-Bewegung aufgerufen hatten um die massive Sparpolitik der Troika aus EU, EZB und IWF zu Fall zu bringen und der Generalstreik in Griechenland gegen dieselbe, vor allem von Deutschland, forcierte Verarmumgspolitik. Bei strömenden Regen zogen die Demonstranten durch die Berliner Mitte, vorbei am Auswärtigen Amt zum Haus der deutschen Wirtschaft, wo ein Treffen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, EZB-Präsident Draghi , der Chefs des Bundesverbandes der deutschen Industrie und Dutzende Manager, Politiker und Industrielle über die Zukunft der EU stattfand.

Redebeitrag der ARAB: (mehr…)