10. Oktober: Terrorismus oder Klassenkampf?

Eine Veranstaltung vom Initiativkreis Gülaferit Ünsal

Zu gesellschaftlichen und ökonomischen Hintergründen des bewaffneten Kampfes in der Türkei

121010VA

Am 19. Juli begann vor dem Berliner Kammergericht der Strafprozeß gegen Gülaferit Ünsal. Ihr wird vorgeworfen, als Mitglied der türkischen Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) aktiv gewesen zu sein. Die DHKP-C führt in der Türkei einen bewaffneten Kampf gegen Staat und Kapital. Bei der Veranstaltung wollen wir uns – unabhängig von der Frage, ob die Angeklagte tatsächlich Mitglied der DHKP-C war – mit der Frage befassen, warum Linke unterschiedlicher Gruppierungen in der Türkei bewaffnet kämpfen und welches Interesse der deutsche Staat an der Verfolgung von – in der BRD lebenden – Mitgliedern solcher Gruppierungen hat. Mit Beiträge der Kampagne „Tatort Kurdistan“ zu den deutsch-türkischen Beziehungen, von Mehmet Bakir, Journalist und Menschenrechtsaktivist, zu Grauen Wölfen und dem sog. „tiefen Staat“ als türkischem Teil des internationalen „Gladio“-Netzwerkes, des Solidaritäts- und Rechtshilfekomitees zur Geschichte der türkischen Linken und des Initiativkreises Gülaferit Ünsal zum Stand des Prozesses.

Terrorismus oder Klassenkampf? | 10. Oktober, 18 Uhr | Clash im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a