21.Oktober: Solidemo für Hungerstreik kurdischer Gefangener in der Türkei


Am 21.10.2012 haben knapp 500 Menschen gegen die menschenverachtende Politik der türkischen Regierung im Umgang mit den Menschenrechten gegenüber Kurden sowie kritische Journalisten protestiert. Außerdem machten die Protestierer auf den unbefristeten Hungerstreik tausender Menschen in türkischen Gefängnissen aufmerksam. Zu besonderen Zwischenfällen ist es nicht gekommen.

Knapp 500 Menschen haben am 21. Oktober 2012 in Berlin gegen die Politik der türkischen AKP-Regierung im Umgang mit den Menschenrechten gegenüber Kurden sowie kritische Journalisten demonstriert. Außerdem machten die Demonstranten darauf aufmerksam, dass seit Mitte September rund 10.000 Menschen in einen unbefristeten Hungerstreik getreten sind.

Die Demonstration die am Alexanderplatz startete, endete am Nachmittag auf dem Pariser Plat. In Redebeiträgen machten die Demonstranten zudem auf die prekäre Menschenrechtssituation in der Türkei aufmerksam. Veranstaltet wurde die Demonstration vom Kurdischen Volksrat Berlin.

Die Demonstration, die von einem Großaufgebot der Polizei begleitet wurde, verlief bis zum Ende friedlich und ohne Zwischenfälle.

Hintergrund:
Am 12. September diesen Jahres begann in zahlreichen türkischen Gefängnissen ein unbefristeter Hungerstreik von politischen Gefangenen der Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) sowie der Partei der freien Frauen Kurdistans (PAJK). Diesem Hungerstreik sich in dieser Woche weitere inhaftierte Gefangene der PKK und PAJK an.

Rund 10.000 Gefangene, darunter auch viele Journalisten und Minderjährige, befinden sich seither nun im Hungerstreik. Die Inhaftierten deren Gesundheitszustand sich tagtäglich verschlechtert, knüpfen ihren Streik mit Forderungen an, u.a. das Bedingungen für die Gesundheit, Sicherheit und Freiheit des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan geschaffen und die Unterdrückung ihrer kurdischen Muttersprache beendet werden muss. Den Streik wollen die Inhaftierten solange fortführen bis ihre Forderungen erfüllt werden.

Quelle: PMCheung / Fotos: 1, 2, 3

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Solidarität mit den Hungerstreikenden und deren Forderungen

In den türkischen Gefängnissen begann am 12. September ein unbefristeter Hungerstreik von politischen Gefangenen der Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) und der Partei der freien Frauen Kurdistans (PAJK). Dem schlossen sich seit dem 15. Oktober alle politischen Gefangenen der PKK und PAJK an. Tausende Gefangene, darunter auch Journalisten und Minderjährige befinden sich nun im Hungerstreik. Die Inhaftierten, deren Gesundheitszustand sich tagtäglich verschlechtert, werden ihren Streik definitiv fortführen bis ihre Forderungen erfüllt werden.

Die Forderungen der Gefangenen sind:
- die Aufhebung der Isolationsbedingungen für Abdullah Öcalan
- die Gewährleistung der Gesundheit, Sicherheit und Freiheit Abdullah
Öcalan´s
- die Aufhebung aller Verbote gegen die kurdische Sprache
- die Beendung der nationalistischen, verleumdenden und assimilierenden
Politik gegenüber ihrer kurdi-schen Muttersprache
- die Aufhebung der Hindernisse hinsichtlich des Verteidigungsrechts bei
Gerichtsverhandlungen in ihrer kurdischen Muttersprache
- die Aufhebung der Hindernisse bezogen auf die Bildung in ihrer kurdischen
Muttersprache

Die stillschweigende und menschenverachtende Politik der AKP-Regierung in der Türkei führt zusätzlich zu einer extremen Aufspitzung der Lage obwohl genau diese Forderungen die wichtigsten Aspekte zur zwingenden Lösung der kurdischen Frage und somit zur Demokratisierung der Türkei darstellen. Die Hungerstreikenden wie auch das kurdische Volk sind sich der Assimilationspolitik der türkischen Regierung bewusst und bestehen in allen Lebensräumen auf ihre Muttersprache, ihre Identität und auf die Anerkennung ihrer Menschenrechte. Denn dies ist die einzige Option eine demokratische Atmosphäre zu schaffen oder sie zu stärken. Auf Grund dessen sind wir Solidarisch mit den Forderungen der Hungerstreikenden und rufen alle Organisationen und mitfühlende Bürger im Namen der Menschlichkeit dazu auf, sich mit den Gefangenen zu verbünden und sich am Sonntag um 14 Uhr am Alexanderplatz zu versammeln.

21.10.2012 | 14 Uhr | Alexanderplatz / Weltzeituhr