12-13. Januar: Tausende Gedenken Rosa, Karl, Sakine, Leyla, Fidan und allen von der Reaktion ermordeten Revolutionär_innen


Tausende Linke aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland trafen sich am vergangenen Wochenende in Berlin um den am 15. Januar durch die SPD und ihre rechtsextremen Helfershelfer_innen ermordeten Revolutionär_innen und Gründer_innen der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu Gedenken. Das Gedenken an die beiden ermordeten Kommunist_innen gilt als eines der größten regelmäßig stattfindenden Treffen der radikalen Linken in der BRD.

Überschattet wurde das Gedenken in diesem Jahr von dem Mord an drei Genossinnen aus der kurdischen Frauenbewegung am Mittwoch in der Pariser Innenstadt. Bei diesem, vermutlich von türkischen Rechtsextremist_innen oder paramilitärischen Kräften innerhalb des türkischen Staatsapparates durchgeführten, Mordanschlag ist auch Sakine Cansiz erschossen worden, eine der Mitbegründer_innen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und wichtige Symbolfigur innerhalb der kurdischen Frauenbewegung, die auch als kurdische Rosa Luxemburg bezeichnet wird [Infos]. Schon am Freitag gab es in Gedenken an die drei ermordeten kurdischen Genossinnen spontane Protestaktionen in Berlin. Nachdem sich schon am Vormittag bis zu 100 Menschen vor der französischen Botschaft am Pariser Platz versammelt hatten um dem französischen Botschafter eine Protestresolution zu überreichen und einen Kranz im Andenken an die Ermordeten niederzulegen, zogen am Nachmittag über 1000 Menschen mit einer beeindruckenden Gedenkdemonstration durch die Bezirke Neukölln und Kreuzberg. Dabei wurde immer wieder dazu aufgerufen sich am Sonntag an der Liebknecht-Luxemburg-Demo zu beteiligen und auch dort einen Block zum Gedenken an die kurdischen Freund_innen zu bilden.

Am Samstag öffnete dann die „XVIII. internationale Rosa Luxemburg-Konferenz“ ihre Pforten in der Westberliner Urania. Bis zu 2000 Menschen besuchten im Laufe des Tages die Konferenz und diskutierten über Alternativen zum kapitalistischen Irrsinn und lauschten den Vorträgen internationaler Gäste aus verschiedenen Spektren der Linken. Auch hier war das Gedenken an die ermordeten kurdischen Genoss_innen präsent. Kurdische Jugendliche, internationalistische Feminist_innen und Antifaschist_innen verlasen spontan einen Beitrag zu den Hintergründen des Mordanschlages und zeigten einen Film über die ersten Proteste am Donnerstagmorgen in der Pariser Innenstadt. In einer Resolution verurteilten die Teilnehmer der Konferenz anschließend die Morde an Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Söylemez als brutalen Anschlag auf den Friedensprozeß. Sprechchöre aus dem Publikum forderten eine Aufhebung des Verbots der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Zeitgleich gingen in Paris zehntausende Kurd_innen aus ganz Europa auf die Strasse um eine Aufklärung der Morde zu fordern, im Baskenland demonstrierten über 100 000 Menschen für die Freiheit der politischen Gefangenen und in Magdeburg protestierten 15 000 gegen Nazis und immerhin einige hundert stellten sich entschlossen den Nazis und der Polizei entgegen. Dabei kam es wie zu erwarten zu massiven Polizeiübergriffen gegen Antifaschist_innen.

Abends ab 23 Uhr versammelten sich mehre hundert Menschen auf Einladung der ARAB und der SDAJ im Berliner Club Bi – Nuu in Kreuzberg und feierten bis in die frühen Morgenstunden auf der mittlerweile auch schon traditionellen „Liebkencht – Luxemburg – Party“ die Revolution und den „Marxism-Leninism-Discoism“.

Am Sonntag fand dann der traditionelle Gedenkzug linker Gruppen unterschiedlicher Strömung zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde, zu den Gräber von Rosa und Karl statt. Unbeeindruckt von den Spaltungsversuchen der Jugendverbände von SPD, Grüne und Linkspartei sowie einige selbsternannten „emanzipatorischer Linker“ versammelten sich wie in die Vorjahren tausende linker unterschiedlichster Couleur am Frankfurter Tor um gemeinsam zu Rosa und Karl zu ziehen und ihr Andenken wach zu halten. Die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB) hatten in diesem Jahr gemeinsam mit den Genoss_innen des „revolutionären Bündnis 3A“ zu einem revolutionären Block unter dem Motto „Dem deutschen Imperialismus in den Rücken fallen – Der Hauptfeind steht im eigenen Land“ aufgerufen. Kurdische, türkische, baskische und palästinensische Genoss_innen schlossen sich dem Block an und sorgten für einen starken und solidarischen internationalistischen Ausdruck. Neben dem Andenken an die ermordeten kurdischen Genoss_innen gab es auch Beiträge von den baskischen Solidaritätsnetzwerk „Lagunak“ und einen Auftritt des palästinänsischen Rappers Guevarah. In der Begrüßungsrede sagte sagte ein Vertreter der ARAB :“Grade heute, in einer Zeit in der der deutsche Imperialismus sich wieder einmal aufmacht zu einer Weltmacht zu werden. Eine Zeit die geprägt ist von wachsender Armut, Vereinzelung, Rassismus und einer schwachen – oft ohnmächtig wirkenden – Widerstandsbewegung –  könnte die Rückbesinnung auf verschüttetes, gebrochenes und verlorengegangenes Wissen  der revolutionären Arbeiterbewegung wichtige Impulse für die Reorganisierung einer revolutionären Linken bieten, die sich selbst ernst nimmt und mehr sein will als ein folkloristisch anmutender Traditionspflegeverein oder eine kleine subkulturelle Nische von selbstgerechten Besserwissern.“ Im Anschluss ging das „3A-Bündnis“ in einem Redebeitrag auf die Aktualität der Analysen Rosas und Karls angesichts des wiederstarken des deutschen Imperialismus, Nationalismus und Chauvinismus ein und betonte die Notwendigkeit eines revolutionären Bruchs mit den herrschenden System als wichtigste Lehre Liebknecht und Luxemburgs.Daraufhin zogen die Teilnehmer_innen unter Sprechchören wie „Sehid Namirin “, „Hoch die internationale Solidarität“ und „Ich bin – Ich war – Ich werde sein – Die Revolution wird die Menscheit befreien“ und – aus akuellen Anlass – vor allem Lieder aus der kurdischen und türkischen revolutionären Bewegung zur Grabstätte der Sozialist_innen.  

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Tausende linke Aktivist_innen aus der BRD und ganz Europa werden sich am zweiten Januarwochenende 2013 wieder einmal in Berlin treffen um den 1919 durch die Reaktion ermordeten KPD-Gründer_innen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zu Gedenken, sich über aktuelle Kämpfe gegen Krieg, Krise und Kapitalismus auszutauschen, zu feiern und auf die Strasse zu gehen. Am Samstag lädt die linke Tageszeitung „junge Welt“ mit Unterstützung der ARAB und anderer linker Gruppen ab 10 Uhr zur „XVIII. internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz“ in die Urania am U-BHF Wittenbergplatz ein. Dort werden ab 10 Uhr linke Aktivist_innen aus verschiedenen Kontinenten über linke Gegenstrategien zum kapitalistischen Wahnsinn diskutieren. Angekündigt sind auch Beiträge von politischen Gefangenen aus den USA, unter anderem Mumia Abu Jamal, Sundiata Acoli (ehem. Black Panther Party, Black Liberation Army) und David Gilbert (ehem. Weather Underground). Im Anschluss findet ab 22 Uhr im Kreuzberger Bi-Nuu (Ex-Kato) die legendäre Liebknecht-Luxemburg-Party mit proletarischen Kulturprogramm statt, dieses Jahr präsentiert von ARAB und SDAJ.

Am Sonntag um 10 Uhr startet dann am U-BHF Frankfurter Tor die traditionelle „Liebknecht-Luxemburg“-Demonstration“ zur Grabstätte der Sozialisten nach Friedrichsfelde, wo sich die Gräber von Rosa, Karl und weiteren Opfern der revolutionären Kämpfe im Winter 1918/1919 befinden. Wir rufen dieses Jahr auf der Demonstration gemeinsam mit dem „revolutionären Bündnis 3a“ und weiteren internationalistischen Genoss_innen zu einem Block unter dem Motto „Damals wie heute: Dem deutschen Imperialismus in den Rücken fallen – Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“ auf. Auf zu Rosa und Karl! Für ein kämpferisches 2013! Deutschland Halts Maul!

Rosa-Luxemburg-Konferenz | 12.Januar 2013 | 10 Uhr | Urania | U-Bhf. Wittenbergplatz (West-Berlin)

LL-Party | 12. Januar 2013 | 22 Uhr | Bi — Nuu (Ex-Kato) | U-Bhf.
Schlesisches Tor (Berlin-Kreuzberg)

LL-Demo | 13. Januar 2013 | 10 Uhr | U-Bhf. Frankfurter Tor
(Berlin-Friedrichshain)

Aufruf des 3a-Bündnis | Stellungnahme des kurdischen Studierendenverbandes zur Spaltung der LL-Demo:
Damals wie heute: Dem deutschen Imperialismus in den Rücken fallen -Der Hauptfeind steht im eigenen Land!


Wenn am 13. Januar 2013 wieder Tausende in Berlin auf die Straße gehen, erinnern sie an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch die Reaktion am 15. Januar 1919. Nach dem sich beide über Jahre innerhalb der SPD für die Interessen der ArbeiterInnenklasse eingesetzt hatten, mussten sie im August 1914 miterleben wie sich die internationale Sozialdemokratie für den Krieg und gegen die Interessen der Menschheit entschied. Führten sie den Kampf gegen diese Politik anfangs innerhalb der SPD, so wurde immer deutlicher, dass auf den Verrat auch ein organisatorischer Bruch erfolgen musste. Dieser war die Gründung der Kommunistischen Partei, nach dem Vorbild Lenins und der russischen KommunistInnen.

Wir Gedenken ihrer und all den unzähligen GenossInnen, die im Verlauf der letzten hundert Jahre für ihre Überzeugung starben, dass ein menschenwürdiges Leben nur jenseits kapitalistischer Verwertungs- und Konkurrenzlogik zu organisieren ist und deshalb ein revolutionärer Bruch nötig ist, um eine radikal andere Art des menschlichen Zusammenlebens zu organisieren.

Aber auch aus ihren Ideen und Theorien können wir heute, 93 Jahre nach ihrer Ermordung, noch immer eine Menge Erkenntnisse gewinnen, die für die aktuellen Kämpfe gegen die sozialen Verwüstungen des deutschen Krisenimperialismus in Europa, die steigende Militarisierung im Inneren und Äußeren und den wachsenden Nationalismus und Chauvinismus wichtig sind. Als marxistische Theoretiker beschäftigten sich Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg mit der Krisenhaftigkeit des Kapitalismus, dem
Zusammenhang von Krieg und Kapital und der besonderen Aggressivität des deutschen Imperialismus und Nationalismus. Fragen, die im Deutschland
des Jahres 2013 für eine radikale Linke, die mehr als eine subkulturelle Nische oder ein Verein zur Traditionspflege sein will, von zentraler Bedeutung sein werden.

„The Big Bang Theory“

Es war im September 1898, als Rosa Luxemburg Krisen als den „periodischen Zusammenstoß der einander widerstrebenden Kräfte der kapitalistischen Wirtschaft“ bezeichnete. Diese Formulierung könnte ohne Abstriche auch heute, 115 Jahre später, geschrieben werden. Hat uns doch die Weltwirtschafts- und Finanzkrise seit dem Jahr 2007 wieder einmal vor Augen geführt, dass ein krisenfreier Kapitalismus eine Unmöglichkeit ist.

Es war 2007/2008, als sich unterschiedliche krisenhafte Prozesse in der globalen kapitalistischen Ökonomie zu einer „großen“ Krise bündelten, die sich von den US-Immobilienmärkten über die gesamte Finanzwirtschaft und die wichtigsten Zweige kapitalistischer Industrie erstreckte. Die herrschenden Klassen der besonders hoch entwickelten imperialistischen Nationen antworteten mit massiven Umverteilungsprojekten „von unten nach oben“, indem sie Bankenrettungs- und Konjunkturpakete in Billionenhöhe auflegten, um den ganz großen Crash wenn schon nicht zu vermeiden, dann wenigstens hinauszuzögern.

Die Auswirkungen des keineswegs abgeschlossenen Krisenprozesses sind dennoch äußerst weitreichend: Massive Vernichtung von Kapital und Einkommen, Unternehmens- und Bankenpleiten (oder -übernahmen), drastischer Rückgang der weltweiten Industrieproduktion, wachsende Massenarbeitslosigkeit (die International Labour Organisation sprach schon im Dezember 2009 von 20 Millionen durch die Krise vernichteten Arbeitsplätzen), Kurzarbeit, massenhafte Verelendung von bestimmten Bevölkerungsteilen (in den USA betrifft dies insbesondere die lateinamerikanischen und afroamerikanischen Teile der ArbeiterInnenschaft), massive Umverteilung von Vermögen von „unten“ nach
„oben“, Niedergang ganzer Volkswirtschaften, Hungerkrisen in der sogenannten 3. Welt (auch als Ergebnis unbezahlbarer Nahrungsmittel- und Treibstoffpreise).

„Call of Duty“

Es war im November 1914, als Karl Liebknecht betonte, dass ein „Wesenszug des Imperialismus“ sei, durch „wirtschaftliches und politisches Expansionsstreben“ immer „stärkere politische Spannungen“ zu erzeugen. Auch diese Formulierung könnte ohne Abstriche heute, 99 Jahre
später, geschrieben werden.

Im Ergebnis der Weltwirtschafts- und Finanzkrise spitzen sich in den letzten Jahren mit zunehmender Tendenz zwischenimperialistische Widersprüche als Ergebnis einer verstärkten Staatenkonkurrenz auf internationaler Ebene zu. Die Kriegstendenz verschärft sich weiter: Zu Afghanistan, dem Irak, der Elfenbeinküste, dem Horn von Afrika und
zahlreichen anderen Schauplätzen imperialistischer Aggression kamen Libyen und Syrien neu hinzu. Das Säbelrasseln gegen den Iran wurde weiter verstärkt. Während Libyen per NATO-Intervention auf das Niveau eines „Failed State“ zerbombt wurde, wird in Syrien ein brutaler Stellvertreterkrieg der westlichen Staaten samt deren Vasallen in der Region, u.a. der Türkei, die gleichzeitig Krieg gegen die Kurden führt, gegen den russischen Imperialismus geführt. Die USA verstärken ihre Militärpräsenz im Pazifik-Raum und überziehen Pakistan mit einem lang anhaltenden Drohnenkrieg. Der Imperialismus trägt den Krieg in sich, wie die Wolke den Regen.

„Guess whos back“

Es war im August 1917, als Rosa Luxemburg den deutschen Imperialismus das „stärkste Bollwerk der Reaktion in Europa“ charakterisierte. Diese Formulierung könnte ohne Abstriche auch heute, 96 Jahre später, verwendet werden. Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise hat Deutschland seine ökonomisch wie politisch dominierende Stellung innerhalb der Europäischen Union und der Euro-Zone ausgebaut. Das deutsche Kapital braucht die Europäische Union als Vehikel, um sich international eine Rolle als „Global Player“ zu sichern. Um in der Konkurrenz mit den außereuropäischen kapitalistischen Staaten bestehen zu können, wollen die deutschen Imperialisten in Europa ein
flächendeckendes Billiglohnregime, die massenhafte Deregulierung und Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen und die Zerschlagung der letzten Reste von Sozialstaatlichkeit durchsetzen.

Eine staatlich gesteuerte Hartz IV- und Agenda 2010-Politik für ganz Europa — das sind die Pläne der deutschen Banken und Konzerne sowie ihrer politischen Interessenvertreter. Um diese Strategie der Umverteilung im Sinne einer Abwälzung der Krisenlasten umzusetzen und dem Kapital weiter seine Profite sichern zu können, haben sie, ihre Kollegen in Brüssel und die Eliten der jeweiligen europäischen Länder ein autoritäres Zwangsregime über Spanien, über Portugal, Italien und über Griechenland verhängt. Ein Zwangsregime, das für Hunderttausende Menschen den Verlust von Arbeitsplätzen, Lohnkürzungen, Armut, Obdachlosigkeit und Perspektivlosigkeit bedeutet. Es lässt sich klar konstatieren, es ist nicht nur, aber vor allem der deutsche Staat, in dem wir leben, der mithilfe einer massiven Konkurrenz- und Exportstrategie diese Länder niederkonkurriert hat und ihnen jetzt ein Zwangsregime zur Verbilligung der Ware Arbeitskraft aufzwingen will.

„Know your Enemy“

Und es war 1915, als Karl Liebknecht schrieb, dass der Hauptfeind „im eigenen Land“ zu finden sei. Wir müssen ihn hier nicht lange suchen. Es sind das deutsche Großkapital und seine politischen Interessenvertreter, die er damit inmitten des Ersten Weltkrieges meinte. Ihnen auch heute – in Wort und Tat – in den Rücken zu fallen, wenn sie die europäischen Peripheriestaaten einem Verelendungsdiktat unterwerfen, wenn sie hierzulande Sozialleistungen und Löhne drücken, wenn sie Waffen in alle Welt exportieren und Kriege führen – das ist die Aufgabe, die unsere Generation zu leisten hat.

Von Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Tausenden anderen Gefallenen des Kampfes um eine vernünftigere Gesellschaftsordnung lässt sich auch lernen, dass den Kampf in Würde kämpfen, auch heißt, ihn kompromisslos zu kämpfen. Diese Kompromisslosigkeit, das richtige Tun höher als das eigene Leben zu werten, macht ihre Beispielhaftigkeit für kommende Generationen aus — während Personen wie Gustav Noske, welcher der erste SPD-Minister mit Zuständigkeit für das Militär in der Geschichte war und
der sich selbst als gegenrevolutionärer „Bluthund“ bezeichnete, und Waldemar Pabst, ein Freikorps, der die Ermordung Luxemburgs und Liebknechts veranlasste, sowie der Rest ihrer Mörder im Gedächtnis der Menschheit nur als feige Verbrecher weiterleben.

Herbst 1918

Ob sie uns auch zerbrechen --
Sie beugen uns doch nicht --
Und eh‘ der Tag vergangen,
Stehn wir frisch aufgericht‘t.

Von tausend Niederlagen
Erheben wir uns frei
Zu immer kühnerm Schlagen
In immer festrer Reih‘.

Ob sie die Flamm‘ ersticken,
Der Funke heiß sich regt
Und über Nacht zum Himmel
Die neue Flamme schlägt.

Und ob das Ziel, das hohe,
Entwichen scheint und fern,
Es kommt der Tag, der frohe,
Wir trauen unserm Stern.

Die Gegenwart mag trügen,
Die Zukunft bleibt uns treu.
Ob Hoffnungen verfligen,
Sie wachsen immer neu.

Aus Nichts wird alles werden,
Eh‘ sie es noch gedacht,
Trotz ihrer Machtgebärden,
Wir spotten ihrer Macht

Im Gedenken an Luxemburg und Liebknecht wollen wir am 13. Januar 2013 gemeinsam auf die Straße gehen. Dabei stehen für uns heute wie zu Zeiten der beiden RevolutionärInnen der gemeinsame Kampf aller revolutionären Linken für eine Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung im Mittelpunkt. Es ist auch heute noch gültig, was vor fast hundert Jahren bereits aktuell war: Nur in der sozialistischen Revolution kann die alltägliche kapitalistische Ausbeutung überwunden werden.

Der Kampf geht weiter — Für den Kommunismus!

LL-Party | 12. Januar 2013 | 22 Uhr | Bi — Nuu (Ex-Kato) | U-Bhf.
Schlesisches Tor (Berlin-Kreuzberg)

LL-Demo | 13. Januar 2013 | 10 Uhr | U-Bhf. Frankfurter Tor
(Berlin-Friedrichshain)


1 Antwort auf „12-13. Januar: Tausende Gedenken Rosa, Karl, Sakine, Leyla, Fidan und allen von der Reaktion ermordeten Revolutionär_innen“


  1. 1 wayne 11. Dezember 2012 um 17:44 Uhr

    am ende nochmal ganz schön viel pathos drin, aber sonst sehr schöner aufruf.

    die faust zum gruße,
    ein genosse.

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