Newroz Piroz Be!


Mit grosser Hoffnung blicken Millionen von Kurd_innen in diesem Jahr dem kurdischen Neujahresfest Newroz entgegen. Mit Spannung wird eine Erklärung des seit 1999 inhaftierten PKK-Vorsitzenden Öcalan erwartet, die einen Durchbruch bei den aktuellen Friedensverhandlungen mit dem türkischen Staat näher bringen soll mit dem Ziel einer umfassende demokratisierung der Türkei. Angesichts der Politik des türkischen Staates, der seinen Mordfeldzug gegen die kurdische Befreiungsbewegung trotz angeblicher Friedensverhandlungen unvermindert fortsetzt, halten wir ein gewisse Skepsis angesichts der aktuellen Entwicklungen für angebracht. Nichtsdestsotrotz wünschen wir den kurdischen Genoss_innen und Freund_innen das wir mit unserer Einschätzung unrecht behalten. Friedenprozess konkret: Verhaftungen in Amed und Brüssel

Eine Delegation aus Hamburg beobachtet die Newroz-Feiern in den kurdischen Gebieten und veröffentlicht auf ihren Blog täglich aktuelle und lesenwerte Berichte. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren scheinen sich Polizei und Militär zurückzuhalten und auf Deeskaltion zu setzen.

Die zentrale Newroz-Feier und Demonstration findet wie im Vorjahr auch dieses Jahr in Bonn statt. Zehntausende Menschen aus ganz Europa werden erwartet. Das revolutionäre Bündnis „3A“ ruft zu einem internationalistischen Block auf. Aus Berlin fahren am Freitag Abend Busse. Wer mitwill schreibt uns schnell eine Mail.

Wer nicht nach Bonn fährt, laden wir ein sich an einem „Newroz-Block“ auf der Refugee Revolution Demo um 14 Uhr am Oranienplatz zu beteiligen

Aufruf des 3a-Bündnis:

Aufruf für einen internationalistischen Block auf der bundesweiten Newroz Demonstration am 23. März in Bonn

Verfolgung und Vernichtung in Kurdistan
Seit Jahrzehnten versuchen die Besatzer Kurdistans die dortige bewaffnete Befreiungsbewegung zu vernichten und alle demokratischen Strukturen sollen mit massivem Polizeiterror zerschlagen werden. Allein in der Türkei sitzen rund 10.000 kurdische AktivistInnen und Revolutionäre wegen ihrem Kampf gegen die türkisch faschistischen Besatzer im Gefängnis. Viele von ihnen werden gefoltert, missbraucht, vergewaltigt und müssen Jahre lang in Isolationshaft sitzen. Fast täglich bombardieren die türkischen Streitkräfte die kurdischen Gebirgsregionen, dabei werden auch international geächtete chemische Kampfstoffe eingesetzt. Diese Bomben werden jedoch nicht nur auf angebliche Guerilla-Stellungen, sondern auch gezielt auf Infrastruktur und die zivile Bevölkerung geworfen. Roboskî und Rojava sind nur zwei Orte an denen in der vergangenen Zeit Massaker an der Bevölkerung verübt wurden.

Der Widerstand ist ungebrochen! Azadî an Azadî!
Trotz dieser Vernichtungspolitik der Besatzer ist der Widerstand des kurdischen Volkes in allen vier Teilen Kurdistans und weit darüber hinaus ungebrochen. Im vergangenen Jahr konnte die kurdische Bewegung in Nordkurdistan und der Türkei eindrucksvoll ihre Stärke durch zahlreiche Kampagnen, Hungerstreiks und großangelegten Guerillaoperationen und Gebietseroberungen demonstrieren. In Westkurdistan schlossen sich tausende KurdInnen den dort neu gegründeten Volksverteidigungseinheiten (YPG) an und eroberten große Teile Westkurdistans, welche seit dem von ihnen kontrolliert und von gewählten Volksräten verwaltet werden.

Repression und Terror auch in Europa
Die Verfolgung und Kriminalisierung der kurdischen Bewegung hat auch in Europa jahrzehntelange Tradition. In den letzten Jahren wurden hunderte Verfahren gegen kurdische MigrantInnen in Europa nach § 129b und Co. wegen der angeblichen Unterstützung von „Terrororganisationen“ wie der PKK eingeleitet. Der Höhepunkt dieser Repression war die gezielte Hinrichtung der drei kurdischen Genossinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez am 9. Januar 2013 in Paris. Auch wenn die französischen Behörden dieses Attentat wohl nie lückenlos aufklären werden, so scheint doch die Verantwortung des türkischen Staates sowie die Unterstützung verschiedener Geheimdienste der Tat als sicher. Kurzer Zeit später drohte der türkische Ministerpräsident Erdogan das ähnliche Morde auch in Deutschland passieren könnten.

Friedensverhandlungen und Eskalationsstrategie
Seit Ende letzten Jahres führt der türkische Staat offizielle Gespräche mit dem inhaftierten PKK Vorsitzenden Abdullah Öcalan. Während die kurdische Seite damit demokratische Rechte erreichen möchte, hat der türkische Staat vor allem die Entwaffnung der Guerilla auf seiner Agenda. Parallel dazu fliegt die türkische Armee großangelegte Bomberangriffe gegen Guerilla-Stellungen in den kurdischen Verteidigungsgebieten in Nord und Südkurdistan. Zudem geht die Polizei mit Verhaftungswellen massiv gegen die kurdische und revolutionäre Bewegung vor. Ein ernstgemeintes Friedensangebot sieht anders aus!

Hoch die internationale Solidarität
Deutschland leistet eine tatkräftige Unterstützung in der Bekämpfung der kurdischen Bewegung – sowohl hier als auch in Kurdistan. Es liegt deshalb in unserer Verantwortung als revolutionäre Linke in der BRD, diese Unterstützung zu sabotieren und so unserer Solidarität einen praktischen Ausdruck zu verleihen. Gehen wir gemeinsam mit zehntausenden Kurdinnen und Kurden am 23. März in Bonn auf die Straße. Stehen wir gemeinsam ein für das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Zeigen wir internationale Solidarität mit unseren kurdischen GenossInnen und ihrem Kampf für Frieden und Freiheit.

23.03. | 10 Uhr | Bonn | Fritz-Schroeder-Ufer/Beethovenallee

Aufruf für einen internationalistischen Block auf der bundesweiten Newroz Demonstration am 23. März in Bonn

Verfolgung und Vernichtung in Kurdistan
Seit Jahrzehnten versuchen die Besatzer Kurdistans die dortige bewaffnete Befreiungsbewegung zu vernichten und alle demokratischen Strukturen sollen mit massivem Polizeiterror zerschlagen werden. Allein in der Türkei sitzen rund 10.000 kurdische AktivistInnen und Revolutionäre wegen ihrem Kampf gegen die türkisch faschistischen Besatzer im Gefängnis. Viele von ihnen werden gefoltert, missbraucht, vergewaltigt und müssen Jahre lang in Isolationshaft sitzen. Fast täglich bombardieren die türkischen Streitkräfte die kurdischen Gebirgsregionen, dabei werden auch international geächtete chemische Kampfstoffe eingesetzt. Diese Bomben werden jedoch nicht nur auf angebliche Guerilla-Stellungen, sondern auch gezielt auf Infrastruktur und die zivile Bevölkerung geworfen. Roboskî und Rojava sind nur zwei Orte an denen in der vergangenen Zeit Massaker an der Bevölkerung verübt wurden.

Der Widerstand ist ungebrochen! Azadî an Azadî!
Trotz dieser Vernichtungspolitik der Besatzer ist der Widerstand des kurdischen Volkes in allen vier Teilen Kurdistans und weit darüber hinaus ungebrochen. Im vergangenen Jahr konnte die kurdische Bewegung in Nordkurdistan und der Türkei eindrucksvoll ihre Stärke durch zahlreiche Kampagnen, Hungerstreiks und großangelegten Guerillaoperationen und Gebietseroberungen demonstrieren. In Westkurdistan schlossen sich tausende KurdInnen den dort neu gegründeten Volksverteidigungseinheiten (YPG) an und eroberten große Teile Westkurdistans, welche seit dem von ihnen kontrolliert und von gewählten Volksräten verwaltet werden.

Repression und Terror auch in Europa
Die Verfolgung und Kriminalisierung der kurdischen Bewegung hat auch in Europa jahrzehntelange Tradition. In den letzten Jahren wurden hunderte Verfahren gegen kurdische MigrantInnen in Europa nach § 129b und Co. wegen der angeblichen Unterstützung von „Terrororganisationen“ wie der PKK eingeleitet. Der Höhepunkt dieser Repression war die gezielte Hinrichtung der drei kurdischen Genossinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez am 9. Januar 2013 in Paris. Auch wenn die französischen Behörden dieses Attentat wohl nie lückenlos aufklären werden, so scheint doch die Verantwortung des türkischen Staates sowie die Unterstützung verschiedener Geheimdienste der Tat als sicher. Kurzer Zeit später drohte der türkische Ministerpräsident Erdogan das ähnliche Morde auch in Deutschland passieren könnten.

Friedensverhandlungen und Eskalationsstrategie
Seit Ende letzten Jahres führt der türkische Staat offizielle Gespräche mit dem inhaftierten PKK Vorsitzenden Abdullah Öcalan. Während die kurdische Seite damit demokratische Rechte erreichen möchte, hat der türkische Staat vor allem die Entwaffnung der Guerilla auf seiner Agenda. Parallel dazu fliegt die türkische Armee großangelegte Bomberangriffe gegen Guerilla-Stellungen in den kurdischen Verteidigungsgebieten in Nord und Südkurdistan. Zudem geht die Polizei mit Verhaftungswellen massiv gegen die kurdische und revolutionäre Bewegung vor. Ein ernstgemeintes Friedensangebot sieht anders aus!

Hoch die internationale Solidarität
Deutschland leistet eine tatkräftige Unterstützung in der Bekämpfung der kurdischen Bewegung – sowohl hier als auch in Kurdistan. Es liegt deshalb in unserer Verantwortung als revolutionäre Linke in der BRD, diese Unterstützung zu sabotieren und so unserer Solidarität einen praktischen Ausdruck zu verleihen. Gehen wir gemeinsam mit zehntausenden Kurdinnen und Kurden am 23. März in Bonn auf die Straße. Stehen wir gemeinsam ein für das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Zeigen wir internationale Solidarität mit unseren kurdischen GenossInnen und ihrem Kampf für Frieden und Freiheit.

23.03. | 10 Uhr | Bonn | Fritz-Schroeder-Ufer/Beethovenallee