13.Juli: One Struggle – One Fight: Solidarität kennt keine Grenzen!

Seit 2008 beginnen die Bilder einander ähnlicher zu werden: Hunderttausende auf dem Syntagma-Platz in Athen, Hunderttausende in Istanbul und Ankara, Millionen auf dem Tahrir-Platz in Kairo und in den Großstädten Brasiliens.

So unterschiedlich die politischen Traditionen und Kulturen in den einzelnen Ländern sind, die Gründe der Revolte gleichen einander: Armut, Verelendung und die Diskriminierung der indigenen Bevölkerung in Brasilien. Gentrifizierung, neoliberaler Umbau und die staatlich organisierte Unterdrückung der Aleviten und Kurden in der Türkei. Das Austeritätsdiktat mit seinen verheerenden sozialen Auswirkungen in Griechenland, Spanien und Portugal. Der völlige Zusammenbruch der Volkswirtschaft und die ethnisch-religiösen Spaltungen in Ägypten.

Ebenfalls gemeinsam ist die Reaktion der Staatsmacht auf die Proteste: Tränengasschwaden hüllen die Plätze vom Bosporus bis Sao Paulo in dichten Nebel, paramilitärisch ausgestattete Polizeieinheiten prügeln, mißhandeln und schießen auf jene, die sich widersetzen.

Es sind nicht getrennte Kämpfe, es ist ein und derselbe Kampf um ein Leben in Freiheit und Würde, ein menschenwürdiges Leben, das mit Kapitalismus und dem bürgerlichen Staat nicht zu haben ist. Wir wollen diese Kämpfe auch hier, im Herzen einer der Bestien, zusammenführen und unseren kämpfenden Schwestern und Brüdern zeigen, dass sie für uns Inspiration und Hoffnung sind.

Deshalb rufen wir auf:
Internationale Solidaritätsdemonstration: 13. Juli 2013, 18:00 Uhr | Kottbusser Tor

Hintergrund: junge Welt: Die Experimentierplätze (PDF)