Archiv für November 2013

13. Dezember: Infoveranstaltung / ARAB-Tresen


Im Interesse der Bewegung

Beim diesmonatigen ARAB-Tresen wird euch die Rote Hilfe Berlin, im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe zu staatlicher Repression, über ihre Arbeitsweise und die des Berliner EA aufklären. Gerade für die Organisation von Demos und Veranstaltungen ist es wichtig rechtzeitig Kontakt zu bestehenden Strukturen aufzunehmen. Wann und Wie könnt ihr Hilfe bekommen im Repressionsfall? Was können RH und EA beisteuern? Auf all diese Fragen gibt es an diesem Abend Antwort. Außerdem gibt es die neuesten Infos rund um die Hausdurchsuchungen und Repressionsfälle von Mitte Oktober.
Im Anschluß wie üblich gute Musik, leckere Cocktails und Knabbereien.

Freitag | 13. Dezember 2013 | 20:30 Uhr | Zielona Gora

Veranstaltungsreihe der RH Berlin

Stay rebel, stay criminal!

Sylvester zum Knast! Freiheit für A. und alle Gefangenen!

Stay rebel, stay criminal – kriminell ist das System und nicht der Widerstand!

Die vergangenen Monate waren für uns Monate der Erfahrung mit einem Repressionsapparat, dessen Aufgabe die Verewigung des schlechten Bestehenden und die möglichst frühzeitige Zerschlagung jedes gegen Ausbeutung, Ausgrenzung und Unterdrückung gerichteten Widerstandes ist. Wir sind bespitzelt worden, wir sind abgehört worden, unsere Wohnungen wurden durchsucht, unsere Familien belästigt, unsere Freunde vom Verfassungsschutz angequatscht. Einer unserer Freunde sitzt in Untersuchungshaft, wir können ihn nicht sehen, nicht mit ihm sprechen. Wenn ein Ziel dieses Aufgebots staatlicher Repression ist, uns einzuschüchtern, uns zu zwingen, den Kampf gegen Nazis, Staat und Kapital einzustellen, dann können wir jetzt schon sagen: Ihr werdet scheitern.

Was wir in unserem Umfeld und in Berlin im Allgemeinen in den vergangenen Monaten beobachten konnten, war eine Offensive der Bullen und der Schlapphüte. Es gab Anquatschversuche des Verfassungsschutzes, vor allem jüngere GenossInnen wurden aufgesucht, um ihnen mit Angeboten und Drohungen nahezulegen, ihre FreundInnen zu verraten. Sie handelten richtig und gingen nicht darauf ein. Dann folgten die Hausdurchsuchungen. Bullen stürmten die Privatwohnungen von Menschen, die sie den Revolutionären Aktionszellen (RAZ) zuordneten, später die Rigaerstraße, einen kämpfenden Freiraum und sieben weitere Wohnungen, nun, vor zwei Wochen, die Wohnungen von sieben AntifaschistInnen. Einer der Betroffenen sitzt immer noch in Untersuchungshaft, ihm wird vorgeworfen, in Hellersdorf einer Nazifamilie nachgegangen zu sein und einem Mann am Alexanderplatz eine Kette mit einem Thorhammer-Anhänger entwendet zu haben.

In allen diesen Fällen geht es – neben der Informationsbeschaffung über linke Strukturen – um die Schaffung eines Klimas der Angst. Denjenigen, die sich nicht mittels ideologischer Apparate oder „demokratischer“ Integration in den Alltag dieses Scheißsystems einbinden lassen wollen, soll gezeigt werden, wie hart der Staat durchgreifen kann.

Diesen Erfolg können wir ihnen bei aller technischen Überlegenheit nehmen, wenn wir einen offensiven Umgang mit Repression finden. Wenn wir uns nicht zurückziehen auf die Positionen eines konformistischen „friedlichen“ Widerstands, sondern dabei bleiben: Gegen Nazis, das Kapital und seinen Staat sind auch jene Mittel legitim, die sie uns absprechen wollen.

Wir wissen uns dabei einig mit einem großen Teil der Bevölkerung dieser Stadt, mit all jenen, die wegen kleiner Eigentumsdelikte, Schwarzfahren oder Graffiti Stress mit den Cops haben. Oder auch nur, weil sie abends am Kotti rumstehen und ihre Hautfarbe ins Ermittlungsraster der Drogenzivis passt.

Wir haben genug von alledem. Was für ein „Verbrechen“ ist in einer Welt, deren ökonomische Ordnung auf Ausbeutung beruht, schon ein Ladendiebstahl? Wie „kriminell“ ist in einer Zeit der Stadtumstrukturierungen, die massenhaft Menschen das Recht auf Wohnraum und urbanes Leben raubt, das Bemalen einer Wand? Was ist in einer Zeit der mordenden Nazibanden schon eine Schelle für einen Thor-Steinar-Träger? Was in der Zeit imperialistischer Kriege ein ausgebranntes Bundeswehrfahrzeug? Und meint ihr wirklich, eine kaputte Scheibe bei der Ausländerbehörde oder beim Jobcenter, ist „krimineller“ als das, was in diesen Institutionen Tag für Tag passiert?

Wenn Widerstand kriminell ist, dann bleiben wir kriminell. Und mit allen euren Hausdurchsuchungen, Verhaftungen, Anquatschversuchen könnt ihr uns vor allem eines: Am Arsch lecken.

Einige AntifaschistInnen und Autonome aus Berlin

Termine:
31.Dezember | 23 Uhr | U-BHF Moabit | Sylvester zum Knast!

Spendenkonto:
Empfängerin: Rote Hilfe e.V. OG Berlin
Kontonummer: 4007238317
Bankleitzahl: 43060967 (GLS-Bank)
Verwendungszweck: Razzien Berlin 10-13

23.November: Silvio Meier Demo 2013


Am Samstag Nachmittag, den 23. November 2013 zog die jährlich stattfindende Silvio-Meier-Demonstration zum 21. mal durch den Berliner Bezirk Friedrichshain. Es nahmen mehr als 6.000 Menschen an dem Zug teil. Die Silvio-Meier-Demo ist mittlerweile die größte regelmäßig stattfindende Antifa-Demonstration in Deutschland. Erstmalig zog die Demonstration durch die Silvio-Meier-Straße. Flankiert mit zahlloser Pyrotechnik und Feuerwerk streiften die Teilnehmer die ehemals besetzen Häuser in der Rigaer Straße.

Während der Demonstration und auch noch nach Beendigung stürmten die Prügeltruppen der Berliner Polizei immer wieder in Menschenmengen und griffen sich anlasslos Leute heraus.

Der Hausbesetzer und Antifaschist Silvio Meier wurde am 21. November 1992 auf der Zwischenebene des U-Bahnhofs Samariter-Straße von Neonazis ermordet. Vorausgegangen war dem Mord eine Auseinandersetzung weil einer der Neonazis einen »Ich bin stolz ein Deutscher zu sein«-Aufnäher trug. Seit dem Mord an Silvio Meier gibt es jedes Jahr wieder eine Gedenkdemonstration: Diese verbindet das würdige Gedenken an Silvio Meier mit der Thematisierung neonazistischer Strukturen in Berlin.

Nahezu zeitgleich organisierte die Berliner Jungen Nationaldemokraten (JN) – der Jugendverband der NPD – einen Neonaziaufmarsch im Berliner Stadtteil Treptow-Köpenick bis Neukölln. Der Aufmarsch sollte der Provokation dienen und Teilnehmer von Silvio-Meier-Demo abziehen. Dieses Ziel ging zum Glück nicht auf.

Das Silvio-Meier-Vorbereitungsbündnis organisierte einen Bus-Shuttle von den Anti-Nazi-Protesten zur Demonstration in Friedrichshain.

Die Demonstration im Gedenken an Silvio Meier ist erneut ein großer Erfolg gewesen. Auf die peinliche Nazi-Provkation antworteten tausende Antifaschisten mit der größten Antifa-Demonstration des Jahres.

Während den Neonazis von der Berliner Polizei der Weg frei gemacht wurde, zeigte man auf der Silvio-Meier-Demonstration durch stattfindende Prügelattacken und Festnahmen deutlich, was man von antifaschistischem Engagement in der Hauptstadt hält.

Alerta, Antifa!

Fotos: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7

Videos: 1, 2, 3

Bericht der Demobeobachter_innen

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23.November: Kundgebung gegen den Besuch des griechischen Ministerpräsidenten


Am Sa, 23. November spricht der griechische Ministerpräsident Samaras im Hotel Adlon am Pariser Platz in Berlin.
An diesem Tag wollen wir zeigen, das Samaras in Berlin nicht willkommen ist. Samaras ist der willfähige Helfer der Troika. Er will in Griechenland ein autoritäres Regime installieren. Dagegen streiken und demonstrieren viele Menschen Tag für Tag in Griechenland. Wir zeigen Solidarität gegen die autoritäre Krisenpolitik.

Wir rufen auf zur Kundgebung unter dem Motto:

Nieder mit der autoritären Samaras Regierung
Troika raus aus Griechenland

Samstag | 23. November | 11:00 Uhr | Pariser Platz

Es rufen auf:
Syriza Berlin, Real-democracy now/ Gr , Antarsya, SIB, Gam, isl, Revolution, SYKP, Arab, RIO, Griechenland Soldaritätskomittee.

Website

16. November: 20 000 gegen PKK-Verbot

Heute, den 16.​11.​13 ver­sam­mel­ten sich bis zu 20.​000 Men­schen zur De­mons­tra­ti­on gegen das Ver­bot der Ar­bei­ter­par­tei Kur­dis­tans PKK. Es wurde eine ent­schlos­se­ne aber fried­li­che De­mons­tra­ti­on unter den Fah­nen vie­ler Lin­ker Or­ga­ni­sa­tio­nen aus Deutsch­land der Tür­kei und allen Tei­len Kur­dis­tans. Dabei fie­len be­son­ders auch die vie­len Fah­nen der PKK, KCK und Bil­der Ab­dul­lah Öcal­ans auf, wel­che die Teil­neh­me­rIn­nen der De­mons­tra­ti­on, trotz Straf­an­dro­hung zeig­ten und so ihre So­li­da­ri­tät mit der kur­di­schen Frei­heits­be­we­gung zeig­ten. Ob­wohl die Po­li­zei hun­der­te Bil­der des Vor­sit­zen­der PKK Ab­dul­lah Öca­lan und Fah­nen von PKK und KCK im Vor­feld „fest­nahm“, konn­te das Ver­bot die­ser Sym­bo­le von der Po­li­zei nicht durch­ge­setzt wer­den.

Im An­schluss fand eine Kund­ge­bung mit Kon­zert und Reden von Ver­tre­te­rIn­nen von Grup­pen aus der Frie­dens­be­we­gung, dem Bünd­nis Tat­ort Kur­dis­tan und Po­li­ti­ke­rIn­nen aus Kur­dis­tan statt. Einen Hö­he­punkt der Kund­ge­bung bil­de­te der Re­de­bei­trag des Co­vor­sit­zen­den der BDP Sela­hat­tin De­mir­tas. Er be­ton­te, dass das deut­sche PKK Ver­bot und die Auf­nah­me der PKK in die EU Ter­ror­lis­te ein ernst­haf­tes Hin­der­nis für den Frie­dens­pro­zess in der Tür­kei und Kur­dis­tan dar­stel­len. Heute mit der Ver­bots­po­li­tik wei­ter­zu­ma­chen be­deu­tet kei­nen Frie­dens­pro­zess zu wol­len. Ins­be­son­de­re be­tont er, dass es ein ju­ris­ti­scher Skan­dal sei, zu ver­su­chen die Bil­der von Ab­dul­lah Öca­lan zu ver­bie­ten und gegen die uni­ver­sel­len Rech­te ver­sto­ße. In Kur­dis­tan habe die Be­völ­ke­rung die Bil­der zu zei­gen auf allen Ebe­nen durch­ge­setzt und auch hier pas­siert das, denn jeder hier trägt Öca­lan in sei­nem Her­zen. Er mach­te deut­lich, dass über eine Mil­li­on Kur­din­nen und Kur­den in Deutsch­land leben und dass es un­mög­lich sei diese als Ter­ro­ris­ten zu kri­mi­na­li­sie­ren.

Elmar Mil­lich als An­mel­der der De­mons­tra­ti­on er­klär­te „Wir als Tat­ort Kur­dis­tan freu­en uns, dass es heute in Ber­lin ge­lun­gen ist eine kraft­vol­le De­mons­tra­ti­on zur Auf­he­bung des PKK-​Ver­bots durch­zu­füh­ren. Nach 20-​jäh­ri­ger Po­li­tik der Un­ter­drü­ckung der kur­di­schen Be­frei­ungs­be­we­gung in Deutsch­land ist es Zeit einen ra­di­ka­len Po­li­tik­wech­sel durch­zu­füh­ren, eine Auf­recht­er­hal­tung des Ver­bo­tes wäre le­dig­lich ein Si­gnal an die tür­ki­sche AKP-​Re­gie­rung den be­gon­ne­nen Frie­dens­pro­zess zu sa­bo­tie­ren und so auch den tür­kisch kur­di­schen Kon­flikt in der Tür­kei auf­recht­zu­er­hal­ten. Wir hof­fen, dass die heu­ti­ge De­mons­tra­ti­on der ein wei­te­rer Schritt ist, zu­sam­men mit de­mo­kra­ti­schen und lin­ken Ver­ei­nen und In­itia­ti­ven die Auf­he­bung des PKK Ver­bots end­lich durch­zu­set­zen.“

Nun liegt es bei den po­li­ti­schen Ent­schei­dungs­gre­mi­en der Bun­des­re­gie­rung die In­itia­ti­ve auf­zu­neh­men und end­lich von der Ver­bots­po­li­tik Ab­stand zu neh­men und so eine po­si­ti­ve Rolle im Frie­dens­pro­zess zu spie­len.

Fotos: 1, 2, 3, 4, 5
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16.November: Solikonzert gegen rassistische Polizeiwillkür


//URGENT: WE NEED CASH TO FUCK THE POLICE!//

Grosse Kreuzberger Benefits-Gala gegen das Schweinesystem und für volle Knastkassen

// Samstag // 16.November // 20 Uhr // Georg von Rauch-Haus

Live:
AUTODIDAKT (Rap/Kreuzberg)
KEKOCAN (Rap/ Gelsenkirchen-Kurdistan)
ROUGHNECKS CLAN (Rap/Kreuzberg)

DJs:
1312 ALLSTAR DJ-TEAM

Linksradikale Aktivitäten sind teuer. Man sieht sich gezwungen Anwälte zu bezahlen, Strafbefehle zu begleichen und ähnliches zu tun. Ab und zu landet mensch trotzdem hinter schwedischen Gardinen. Damit wir dort drinnen weiter in Saus und Braus Leben während draussen unsere Homies weiter die Arbeitsbelastung der Berliner Polizei hochtreiben brauchen wir wirklich dringend….CASH! Ihr könnt euch nämlich garnicht vorstellen was dort drinnen für Preise herrschen.

Deswegen öffnen wir am kommenden Samstag, den 16.November ab 20 Uhr die Pforten des legendären Georg von Rauch – Hauses am Mariannenplatz zu einer Solisause der gehobenen Klasse. Durch die Abgabe von 5 – 7 Euro „Spende“ an die freundlichen Einlasskräfte an der Tür dürft ihr euch einen ganzen Abend lang angstfrei im Keller des Rauch-Hauses rumtreiben und dort den ganz besonderen Flair des Kreuzberger Untergrundes geniessen. Musikalisch begleitet wird der Abend durch die Kreuzberger Strassenlegenden AUTODIDAKT und ROUGHNECKS CLAN. Unterstützung bekommen sie dabei durch den jungen, hungrigen Rapper KEKOCAN aus Gelsenkirchen in Kurdistan. Mit seinem Video-Hit ACAB hat er sich schon jetzt in die Herzen der Kreuzberger gesungen. Wir freuen uns auf euch!

Hunde & Zivilpolizisten müssen leider draussen bleiben.
Nazis dürfen rein, aber werden wohl nicht mehr rauskommen.

Forever ACAB

www.arab.antifa.de