Archiv für Februar 2014

Adel ist auf Kaution draussen!


BITTE TEILEN+++ADEL IST AUF KAUTION DRAUSSEN+++MORGEN GROSSE PARTY IM JOCKEL+++DIE SOLIARBEIT UND DER KAMPF GEHT WEITER+++22.MÄRZ ANTIREPRESSIONSDEMO IN BERLIN!

Unser Freund Adel ist seit dem 19. Februar 2014 aus der Haft entlassen – zumindest vorübergehend.

Die letzten vier Monate hatte Adel unter menschenunwürdigen Untersuchungshaftbedingungen in der JVA Moabit verbracht. Nachdem Mitte Oktober im Anschluss an diverse Hausdurchsuchungen gegen AntifaschistInnen zunächst eine Haftverschonung ausgesprochen wurde, da keine Fluchtgefahr bestehe, ließ die Staatsanwaltschaft nicht locker und beantragte erneut einen Haftbefehl. Als diesem stattgegeben wurde, standen die „Herren im Morgengrauen“ am 30. Oktober 2013 erneut vor Adels Haustür und entführten ihn in die JVA Moabit. Da nach fast vier Monaten Untersuchungshaft immer noch kein Prozessbeginn abzusehen war und die Verfahrensakten ungelesen in diversen Abteilungen „überwinterten“, beantrage seine Anwältin eine Haftprüfung, in der sie die Verhältnismäßigkeit der nun schon etliche Monate andauernden Untersuchungshaft in Frage stellte: mit Erfolg!

Adel hat die viermonatige Untersuchungshaft ungebrochen und aufrecht durchgestanden, auch mit Hilfe der Unterstützung von seinen Angehörigen sowie unzähligen FreundInnen und GenossInnen, die ihm Briefe geschrieben, Geld gespendet und auf alle erdenklichen Arten ihre Solidarität bekundet haben, in Berlin, der BRD und europaweit. Dafür bedanken wir uns in seinem und in unserem Namen von ganzem Herzen – hoch die internationale Solidarität!

Dennoch hält der Repressionsdruck weiter an. Adel ist zwar bis zum Prozess, dessen Datum bisher nicht feststeht, „auf freiem Fuß“, muss sich jedoch, neben der Zahlung einer Kaution in Höhe von mehreren Tausend Euro, drei Mal wöchentlich bei den Bullen melden und hat die höchst richterliche Auflage, sich von Demonstrationen, politischen Veranstaltungen und „Menschen rechter Gesinnung“ fernzuhalten. Ausserdem besteht die Möglichkeit das er nach dem Prozess wieder einfährt deshalb ist es wichtig den Druck aufrechtzuhalten und die Soliarbeit zu intensivieren. Denn auch wenn ein Betroffener vorübergehend wieder frei ist, gemeint sind wir alle. Erinnert sei an die vielen anderen Hausdurchsuchungen und Zwangsmaßnahmen, die im letzten Jahr in Berlin und bundesweit stattgefunden haben und vor allem die nach wie vor inhaftierten Antifaschisten Joel und Josef, denen wir weiterhin viel Kraft wünschen.

Repression is their weapon – Solidarity is our strength!
Zeigen wir diesem Staat, was wir von ihm halten!
Heraus zur bundesweiten Antirepressionsdemo am 22.03.2014, 16 Uhr U-Bhf. Turmstraße!

Wir feiern die Haftverschonung von Brother Adel Morgen ab 19 Uhr im Biergarten Jockel mit Refpolk, Drowing Dog, Zebra, Daisy Chain und Kronstadt. Kommt vorbei!

13.Februar: Schulstreik für die Flüchtlinge!


Tausende bei Schul- und Unistreik in Berlin!

Zwischen 5000 und 10000 Berliner Schüler_innen und Studierende sind heute nicht in die Klassenzimmer und Vorlesungssäle gegangen, sondern haben sich vor dem Roten Rathaus versammelt um mit einer kämpferischen und lauten Demonstration gegen die rassistische deutsche Asylpolitik zu protestieren und sich mit dem Kampf der Refugees zu solidarisieren. Vor allem Schüler_innen beteiligten sich zahlreich an der Aktion, schon in den frühen Morgenstunden hatten sie sich vor Schulen versammelt und waren mit Vorabdemonstration – unter anderem aus Weissensee – zum Alexanderplatz gezogen. Unterwegs hatten sie vor diversen Schulen Stop gemacht um weitere Schüler abzuholen.

Vom Roten Rathaus zogen sie nach einer kurzen Kundgebung zum Flüchtlingscamp am Oranienplatz, wo die Protestaktion zur Zeit mit einem Konzert der Refugee-Band „Antinational Embassy“ endet. Die Stimmung war durchgehend laut und kämpferisch. Einzig die Berliner Polizei sorgte mit ihrem gewohnt repressiven Vorgehen vereizelt für schlechte Laune. Schon auf der Aufktaktkundgebung begannen sie einzelne Schüler wegen Springerstiefeln und anderen Lapalien festzunehmen. Während der Demonstration liefen sie eng an dem Demonstrationszug Spalier ,schubsten und rempelten permanent Jugendliche an und hielten den Demonstrationszug mehrfach auf. Dabei kam es wiederholt zu handgreiflichen Übergriffen und vereinzelt auch zu Festnahmen. Durch das solidarische und entschlossene Agieren der Schüler_innen konnte eine Eskalation durch die Schläger in Grün jedoch verhindert werden. In Redebeiträge wurde auf den Zusammenhang von Kolonialismus, Kapitalismus, Krieg und Flucht eingegangen und zu einem gemeinsamen Kampf gegen ein Wirtschaftssystem aufgerufen das für diese Entwicklungen ursächlich ist. Mehrere Transparente und einen Redebeitrag machten auf den Fall unseres Freundes Adel aufmerksam, der zur Zeit in der JVA Moabit einsitzt weil es sich gegen Nazis, Bullen und Rassisten grade gemacht hat,

Auch in anderen deutschen Städten waren heute Jugendliche, Schüler_innen und Studierende gegen die deutsche Asylpolitik und gegen die Festung Europa auf die Strasse gegangen.

In voller Länge als Video

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14.Februar: Ken Loach spricht in Berlin


Die Krise in Europa und die Neuformierung der radikalen Linken

Ken Loach ist den meisten von uns als linker Filmemacher aus England bekannt. Fast 30 Filme hat er in den letzten fünfzig Jahren geschaffen unter anderem über die spanische Revolution 1936, über die Revolution in Nicaragua 1979, über Streiks in den USA und über die Zerstörungen der neoliberalen Politik.

Ken Loach ist als Filmemacher und als Persönlichkeit ein engagierter revolutionärer Sozialist. Als solcher stellt er immer auch die Frage in den Raum, wie Menschen, die sich wehren sich organisieren könnten oder müssten.

Mitte 2013 ergriff Ken Loach in England die Initiative zur Gründung einer neuen antikapitalistischen Partei, der „Left Unity“, die von unten aufgebaut werden soll und die möglichst ein lebendiges und breites Spektrum der antikapitalistischen Strömungen vereinen sollte. Darüber wird er uns an der Veranstaltung berichten.

Freitag | 14. Februar | 10 – 12 Uhr | Haus der Demokratie | Greifswalderstr. 4

(Die Veranstaltung findet ungewohnterweise am Vormittag statt, weil Ken Loach, der an dem Berliner Filmfestival für sein Lebenswerk geehrt wird, einen äusserst gedrängten Terminplan hat. Die Veranstaltung wird aufgrund der knappen Zeit pünktlich beginnen.)

(Vom Alexanderplatz bis zum Haus der Demokratie sind es 1,1 km oder 7 Minuten mit Strassenbahn M4, Richtung Zingster Str.)

Veranstalter:
* Neue antikapitalistische Organisation (NaO)
* Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall (AKI)
* Forum Betrieb, Gewerkschaft und soziale Bewegungen
* Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin