22.März: Unsere Solidarität gegen ihre Repression

Die Bullen haben die Spitze der Antirepressionsdemo an der Turmstraße, Ecke Wilsnacker Straße angegriffen und mindestens 15 Menschen verhaftet und etliche weitere durch Faustschläge verletzt. Vorher waren bis zu 2000 Menschen begleitet von einem riesigen Polizeiaufgebot von 1200 Einsatzkräften gegen Repression, staatliche Überwachung und Polizeigewalt durch den Bezirk Moabit gezogen.

infos zum Aktionstag in Berlin:
https://linksunten.indymedia.org/de/node/108302

Antifa Criminals United – Kampf den Nazis – Kampf dem Staat

Seit Jahren machen sich die Neo-Nazis wieder breit. Unter dem Deckmantel von Bürgerinitiativen suchen sie den Schulterschluss mit der Mehrheitsgesellschaft. Das gelingt so gut, dass diese Beifall klatscht, wenn wieder einmal ein Flüchtlingsheim brennt oder ein Ausländer geklatscht wird. In Zeiten wie diesen suchen die Menschen ihr Heil in der nationalen Volksgemeinschaft und der Staat unterstützt sie nach ganzen Kräften. Ein ehemaliger Bundesinnenminister singt das Hohelied von Überfremdung und Sozialtourismus, während Thilo Sarrazin rumheult, dass man nicht mehr alles sagen dürfe. Rechte Schläger werden geschützt und ihre Taten zu unpolitischen Raufereien heruntergespielt und diejenigen, die sich diesem Treiben und dieser Politik widersetzen werden ins Gefängnis gebracht. So funktioniert der nationalistische Zusammenhalt in der Bundesrepublik. Das ist die Realität im Jahr 2014. – Das akzeptieren wir nicht.

Gegen den nationalen Konsens! Für eine freie, gleichberechtigte und solidarische Gesellschaft!

Seit Jahren engagiert sich die Antifa in Burg, in Sachsen Anhalt dafür Nazistrukturen in ihrem Bundesland offen zu legen und aufzuhalten. Als am 14.01.2012 in Magdeburg 1000 Nazis marschierten, um auf ihre ganz eigene Art an die Zerstörung der Stadt im zweiten Weltkrieg zu erinnern, da stellten sich ihnen unter anderem auch die Aktivisten der Antifa Burg entgegen. Sie wollten ein Zeichen setzen, dass die Stadt und diejenigen unter den Bürgern, die mit der Nazi Scheiße nichts am Hut haben, nicht alleine sind. Ein breites Bündnis brachte es tatsächlich fertig, die Demoroute empfindlich zu stören, doch konnten sich die Nazi-Kameraden ganz auf die Polizei verlassen, die ihnen den Weg freiprügelte. Es kam zu Straßenschlachten und Auseinandersetzungen und in der Folge auch zu Verhaftungen und Gefängnisstrafen. Besonders die Antifa in Burg scheint ins Visier der Ermittler geraten zu sein. Zahlreiche Hausdurchsuchungen, Festnahmen und Verurteilungen sollen zeigen. Widerstand ist nicht erwünscht. Wer sich widersetzt, wird kriminalisiert. – Das akzeptieren wir nicht. Und wenn unserer Widerstand kriminell ist, dann sind wir halt alle Antifa-Criminals!

Antifaschistischer Widerstand ist (k/m)eine Straftat! Antifaschistischer Widerstand ist Pflicht!

Doch auch an anderen Orten reagiert der Staat nervös auf antifaschistische und antikapitalistische Gegenwehr. In Stockholm wurde Joel unter dem abstrusen Vorwurf des versuchten Mordes, in den Knast gesteckt, weil er sich gegen Nazis zur Wehr setzte, die eine antirassistische Demo mit Flaschen, Stöcken und Messern angegriffen hatten. In Wien wurde Josef inhaftiert, der gegen den Akademikerball protestierte, auf dem sich Rechtsradikale, (Neo)Nazis, stramme Burschenschaftler und die rechtskonservative Bildungselite die Hand schütteln und in Berlin wurde Adel über mehrere Monate in Untersuchungshaft gesteckt. Erst durch Hinterlegung einer Kautionszahlung plus der Auflage sich von linksextremen Demonstrationen fernzuhalten, gelang es, diesen bis zum Prozess frei zu bekommen, dch die Art und Weise, wie die Berliner Polizei hinter ihm her war, spricht Bände. Mehrere Monate wurde Adel auf Schritt und Tritt überwacht und die Ermittler der Berliner Staatsschutzes ließen nichts unversucht, ihm alle möglichen Straftaten nachzuweisen. Vom schweren gemeinschaftlichen Raub bis hin zur mehrfachen Beleidigung ist nun alles dabei, wobei man teilweise schon sehr viel Fantasie aufbringen muss, um eine konkrete Tatbeteiligung von Adel nachzuweisen. Doch im Kampf gegen Antifaschisten legen die Kollegen vom Staatsschutz einen Ermittlungswillen an den Tag, den sie bei ihrer Arbeit in Sachen NSU offensichtlich vermissen lassen. – Das akzeptieren wir nicht.

Schluss mit der Repression gegen Antifas!

Überall auf der Welt geraten die Dinge ins Rutschen und die Reaktion der Machthaber auf fortschrittliche und emanzipatorische Bewegungen sieht immer gleich aus. Ob in der Türkei oder in Frankfurt am Main. Ob in London oder Sao Paolo. Ob in Hamburg, Barcelona, Athen oder Stuttgart. Überall werden die schwarzen Armeen der Sicherheitskräfte aufgeboten, um die Proteste im Keim zu ersticken. Das hat Tradition.

Seit 1923 begehen wir am 18. März den „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“ und erinnern an diesem Datum auch an die Pariser Commune. Am 18. März 1871 gründeten Arbeiterinnen und Arbeiter, Ausgeschlossene und an den Rand gedrängte, Bettlerinnen und Bettler zusammen mit revoltierenden Soldaten einen revolutionären Stadtrat, der Paris sozialistisch regierte. Fast zwei Monate dauerte so die Herrschaft des Volkes, doch schnell hatten sich die konservativen Kräfte zusammen geschlossen, um das Projekt zu bekämpfen und nieder zu machen. Die Rache der Reaktion war fürchterlich. Mehr als 20.000 Männer und Frauen wurden getötet und mehr als 13.000 wurden zu meist lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Und auch wenn die Geschichte der Kommune nur kurz war, so bleibt sie doch im Gedächtnis der sozialistischen, kommunistischen und anarchistischen Bewegung haften. Als Geschichte eines Aufbruchs, der bis heute andauert und noch lange nicht zu Ende ist.

Diejenigen, die an der Macht sind, sehen es nicht gern, wenn wir uns organisieren. Sie versuchen uns zu teilen, lassen uns verhaften, lassen auf uns einschlagen und sie reden uns ein, dass Gegenwehr nichts bringt. – Das werden wir nicht akzeptieren.

Denn wir sind mehr. Denn wir sind viele. Denn wir sind nicht allein.

Doch wir sind noch nicht alle: Es fehlen die Gefangenen! Solidarität mit allen Inhaftierten!

22.März / 13 Uhr / Frauenknast Lichtenberg / Kundgebung
22.März / 17 Uhr / U-BHF Turmstrasse / Demo
22.März / 20 Uhr / Regenbogenfabrik / Veranstaltung
22.März / 22 Uhr / unangemeldete Sponti / Achtet auf Ankündigungen