9.Oktober: 15 Uhr Kundgebung & 19 Uhr Veranstaltung


Live Ticker zu Kobane

In Kobane wird weiter gehkämpft und in Nordkurdistan herrscht weiter Aufstand. 24 Menschen wurden in den ersten 2 Tagen der Massenproteste gegen die Kooperation der Türkei mit dem IS von der Polizei ermordet. Heute findet von 15 – 17 Uhr eine Kundgebung der PYD vor dem Bundestag statt und um 19 Uhr ist die Kurdistan-Veranstaltung von ARAB und NaO im Mosaik in der Oranienstrasse 34. Die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelkpe wird über den Kampf der YPG/YPJ gegen den IS und die deutsche Debatte über Waffenlieferung sprechen, Michael Knapp vom Kurdistan Solidaritätskomitee hat Rojava im Sommer dieses Jahres besucht und wird über den Aufbau eines basisdemokratischen Gesellschaftsentwurf im Nahen Osten sprechen. Vertreter_innen von ARAB und NaO werden über die Kampagne „Waffen für Rojava“ informieren.

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Der kurdische Befreiungskampf zwischen IS-Terror und ausländischer Intervention

Veranstaltung mit Ulla Jelpke (MdB) und Michael Knapp (Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin)
9.Oktober | 19 Uhr | Mosaik | Oranienstrasse 34 | Hinterhof 1.Etage

Der Massenmord an den Yeziden im irakischen Shengal-Gebirge hat den Terror des „Islamischen Staates“ (IS) zum Gegenstand der internationalen Debatte gemacht. Die USA reagierten mit Luftangriffen auf IS-Stützpunkte, Deutschland und andere imperialistische Staaten liefern nun Waffen an die Pershmerga-Kräfte des konservativen nordirakischen Kurdenpräsidenten Barzani.

Währenddessen werden die linken Kräfte der kurdischen Befreiungsbewegung weiterhin als „terroristische Vereinigungen“ von Deutschland, der EU und der USA verfolgt, obwohl selbst bürgerliche Beobachter_innen feststellen mussten, dass vor allem die Guerillakräfte der PKK und der syrischen YPG den Völkermord an den Yeziden verhinderten. Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit kämpfen die kurdischen Selbstverteidigungskräfte der YPG seit Jahren einen blutigen Abwehrkampf gegen die zahlenmäßig überlegenen „Gotteskrieger“ des „Islamischen Staates“ und der „Al Nursa Front“, um die „Rojava“ genannten kurdischen Gebiete in Syrien zu verteidigen.

Dort wird seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges versucht, eine emanzipatorische Alternative zum religiösen Terror des Islamischen Staates und der Unterdrückung durch das Assad-Regime aufzubauen. Basisdemokratie, Selbstorganisation, Konföderalismus und die Überwindung ethnischer und konfessioneller Spaltungen sind die Grundlagen dieses gesellschaftlichen Experimentes.

Michael Knapp (Kurdistan Solidaritätskomitee) war mehrere Monate in Rojava und wird vom Aufbau einer gesellschaftlichen Alternative berichten.

Ulla Jelpke (MdB/Linkspartei) ist als erste deutsche Politikerin in den Nordirak geflogen, nachdem sie von den Massakern an den Yeziden hörte, und hat sich dort in Flüchtlingslagern einen eigenen Eindruck gemacht. Sie wird außerdem zur Debatte um deutsche Waffenlieferungen und das PKK-Verbot Stellung nehmen.