Archiv der Kategorie 'Antipatriarchal'

1.Mai: Bis zu 20 000 Menschen tragen den Protest gegen Krise, Krieg und Kapitalismus „ins Herz der Bestie“

Trotz massiver Polizeischikanen und Übergriffen trugen am 1.Mai in Berlin 16 000 bis 20 000 Menschen ihre Protest gegen Krise, Krieg und Kapitalismus ins „Herz der Bestie“. Unter dem Jubel tausender und unter den Klängen der griechischen Version der „Internationale“ und des Partisanenliedes „Bella Ciao“ zogen die Demonstrant_innen auf den Boulevard „Unter den Linden“ in Sichtweite des Berliner Büros der europäischen Kommission und den Brandenburger Tors. Eine Delegation von Gewerkschaftlern und linken Aktivist_innen aus Griechenland, die als Zeichen der internationalen Solidarität an der Spitze der Demonstration gelaufen waren, bedankten sich auf der Abschlusskundgebung für die erfahrene Unterstützung und riefen zu einem gemeinsam Kampf jenseit nationaler Grenzen gegen die Auswirkungen der vor allem von der Merkel-Regierung vorangetriebene Krisenpolitik. Sie forderten dazu auf den Protest im nächsten Jahr bis vor das Kanzleramt zu tragen, von wo aus sich eine „Spur der sozialen Verwüstung“ durch Europa ziehe. „Und in übernächsten Jahr ins Kanzleramt“ ergänzte ein Sprecher des revolutionären 1.Mai-Bündnis. Zuvor war der bunte und kämpferische Demonstrationszug, der in diesem Jahr unter dem Motto „Einzige Lösung: Revolution – Tek Yol Devrim – One Solution Revolution“ stand, eine Kilometerlange Route durch Kreuzberg und Mitte langgezogen. Vom Lausitzer Platz in Herzen von Kreuzberg vorbei am alternativen Kulturzentrum und Wagenplatz Köpi 137, dem Alex-Springer-Hochaus und dem Bundesministerium für Finanzen. Die von Bündnis angemeldte Route durch die Rudi-Dutschke-Strasse vorbei an den Springerpassagen, dem Job-Center und der Wohnungsbaugenossenschaft GSW war im Vorfeld von Berliner Verwaltungsgericht verboten worden und war mit Wasserwerfern und Räumpanzern grossflächig abgesperrt.

Die Demonstration gliederte sich in viele verschiedene Blöcke, die konkrete Bewegungen und Kämpfen thematisierten die hier in BRD aktuell gegen die Auswirkungen des kapitalistischen Verwertungswahns geführt werden. Neben dem Bündnisblock, wo Aktivist_innen aus Griechenland, vermummte Autonome und Sympathisant_innen türkischer und kurdischer revolutionäre Organisationen solidarisch Schulter an Schulter liefen, gab es den Klassenkämpferischen Block linker Gewerschaftler und kommunistischer Gruppen, einen Jugendblock linker Jugendorganisationen und Gewerkschaftsjugenden, den Block der Kampagne „Fight Racism Now“ zur Unterstützung der selbstorganisierten Kämpfe der Flüchtlinge, einen Mieter_innenblock und einen der Berliner Bloccupy Plattform.

An der Heinrich-Heine-Strasse artikulierten Anarchistische Aktivist_innen ihre Ablehnung des Kapitalismus ganz handfest an einer Filiale der Sparkasse. Im Anschluss kam es auf der Heinrich-Heine-Strasse und der Oranienstrasse immer wieder zu militanten Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt. Kurzzeitig sah es so aus als ob die Polizei wie im Vorjahr die Demonstration stoppen und auseinanderprügeln würde. Durch das besonnene und solidarische handeln der Demonstrationsteilnehmer_innen konnte eine ungeplante Eskalation und ein Auseinanderbrechen des Demonstrationszuges jedoch verhindert werden.

Zuvor waren die tausenden Demonstrant_innen immer wieder von Dächern an der Wegsstrecke von vermummten Aktivist_innen mit Pyrotechnik, Fahnen und Transparenten wie „Kampf dem Kapital“ und „Crisis. Racism. Fight Capitalism!“ gegrüsst worden.

Begonnen hatte die Demonstration kurz nach 18 Uhr am Lausitzer Platz in Berlin mit der Begrüssungsrede des revolutionären 1.Mai-Bündnis und einem Konzert des HipHop-Kollektiv „La Gale“ aus Beirut/Lausanne. Anschliessenden sprachen Gewerkschaftsaktivist_innen aus Griechenland zu den katastrophalen sozialen Auswirkungen des neuen deutschen Sendungsbewusstseins in ihrem Land und ein Aktivist der Mieter_innenbewegung zu dem Widerstand gegen Mieterhöhung, Zwangsräumungen und dem tragischen Tod von Rosemarie F. Anschliessenden wurde über die Antifa-Proteste gegen den Naziaufmarsch in Schöneweide am Vormittag und den revolutionären 1.Mai in Istanbul berichtet, wo es nach einem Demoverbot für den symbolträchtigen „Taksim Platz“ zu schweren Strassenschlachten zwischen linken Demonstranten und der Polizei gekommen war. Anschliessend setzte sich der Demonstrationszug um 19 Uhr, weit früher als üblich, in Richtung Köpenicker Strasse in Bewegung, während auf dem Lautsprecherwagen des Bündnisses ein Mitglied der linken HipHop-Urgesteine von Anarchist Academy ein paar ihrer Tracks Live performte. In deutsch, türkisch und englisch wurde immer wieder auf das Anliegen der Demonstration hingewiesen und dazu aufgerufen geschlossen zu laufen um der Polizei keine Möglichkeit zu bieten die Demonstration auseinanderzuprügeln. Neben Redebeiträgen zur NSU, der Geschichte des 1.Mai und einem Redebeitrag der Köpi und des Räumungsbedrohten Wagenplatzes zur ihrer aktuellen Situation gab es auch Grussbotschaften von politischen Gefangenen aus aller Welt. Neben einer Audio-Grussbotschaft des afroamerikanischen politischen Gefangenen Mumia Abu-Jamal an die Demonstrant_innen wurde ein Grusswort des inhaftierten PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan verlesen. Anschliessend übermittelte die Frau des in Frankfreich inhaftierten türkischen Revolutionär Nezif Eski per Telefon ihre Grüsse und die ihres Mannes an die Demonstrant_innen. Nezis Eski befindet sich seit 51 Tagen im Hungerstreik um gegen seine menschenunwürdige Behandlung im Knast wiederstand zu leisten. Seine Gesundheitliche Situation wird immer kritischer.

Im Anschluss an die Demonstration griff die Berliner Polizei mehrfach Menschen auf dem Weg zurück nach Kreuzberg an, mehre Festnahmen und Verletzte wurden beobachtet. Auch am Kottbusser Tor am Rande des Myfestes kam es in den Abendstunden immer wieder zu den üblichen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dem Berliner Ermittlungsausschuss sind während und nach der Demo 25 Festnahmen gemeldet worden, 4 sitzen unter Umständen noch in Haft.

Einige Neuköllner Anwohner_innen nutzen den Trubel und die Polizeifestspiele in Kreuzberg um beim Neuköllner H&M seelenruhig „proletarisch einzukaufen“ und ihren Ärger an einer spanischen Pleitebank auszulassen.

Vormittags prügelte die Berliner Polizei ein Haufen von 300 Nazis gegen 3000 Gegendemonstrant_innen durch. In der Walpurgisnacht protestierten mehrere tausend Menschen in Wedding gegen steigende Mieten, Rassismus und Polizeigewalt. Zeitgleich wurde auch in Schöneweide gegen Nazistrukturen wie den Henker demonstriert. Dort kam es am Ende zu Polizeiübergriffen, während es im Wedding überwiegend friedlich blieb. Vielen Dank für alle die dabei waren und wir sehen uns hoffentlich am 31.Mai und 1.Juni in Frankfurt/Main bei den antikapitalistischen „Blocupy“ Aktionstagen auf den Barrikaden. Artikel, Foto und Videostrecken werden regelmässig aktualisiert…

Um einen Rückblick auf die Ereignisse des ersten Mai 2013 in Berlin und weltweit zu werfen und über die anstehenden „Blockupy“ Aktionstage in Frankfurt zu informieren laden wir euch am 1o.Mai um 19 Uhr (PÜNKTLICH!) ins Zielona Gora in die Grünberger Str 72 in Berlin – Friedrichshain zum ARAB-Tresen ein. Es wird Videos und Fotos vom 1.Mai weltweit geben, kühle Getränke und revolutionäre Kultur geben.

1.Mai-Video-Rückschau | 10.Mai | 19 Uhr | Zielona Gora | Grünberger Str.72

Fotos:1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10

Videos: 1, 2, 3, 4

Fotos weltweit: 1, 2

Videos weltweit: 1, 2, 3, 4

Der 1.Mai in Hamburg, Nürnberg, Duisburg, Bonn, Stuttgart, Heilbronn, Frankfurt, Freiburg, Rostock, Karlsruhe

weltweit: Istanbul, Athen, Madrid, London, Rotterdam, Dublin, Tunis, Kairo, Bagdad, Chicago Seattle, Los Angeles, Washington, Montreal, Tapei, Jakarta, Dhaka

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Stück für Stück ins Eheglück? Zur aktuellen Debatte um die „Homoehe“

Schwulehochzeit

Kommentar der AG „Schwule in der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin“ [SCHWARAB]


Die aktuelle Debatte zur „Homoehe“

Derzeit wird in den bundesdeutschen Medien diskutiert, die absolute rechtliche Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare, umgangsprachlich auch „Homoehe“ genannt, voranzutreiben. Während einige durch und durch Reaktionäre wie etwa die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, sich gegen diesen Vorstoß aussprechen, gibt es parteienübergreifend BefürworterInnen dieses Vorgehens. Ein Grund für diese Debatte liegt darin, dass das Bundesverfassungsgericht vergangene Woche geurteilt hat, dass Beamte in eingetragenen Lebenspartnerschaften beim Familienzuschlag nicht schlechter behandelt werden dürfen als verheiratete Paare. Einige ExpertInnen gehen davon aus, dass der oberste Gerichtshof in Karlsruhe weitere noch bestehende rechtliche Ungleichbehandlungen beider Partnerschaftsformen kippen wird. Im Jahr 2013 wird ein Urteil zum Ehegattensplitting für Lebenspartner erwartet.
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23.Juni: Transgenialer CSD – Kurzbericht

Mehrere tausend Teilnehmer*innen auf dem Transgenialen CSD +++ deutliches Zeichen gegen Homophobie, Nationalismus und Rassismus gesetzt +++ Polizisten beleidigen Teilnehmer*innen homophop

Bei aller schönstem Wetter folgten mehrere tausend Teilnehmer*innen dem Aufruf des Orga-Teams „Transgenialer CSD“ durch die Straßen Berlins. Anfänglich mit mehreren hundert Teilnehmer*innen im Berliner Stadtteil Treptow zur Mittagszeit gestartet, zog die buntgekleidete Masse mit vielen selbstgemalten Schildern, Transparenten unter dem Leitmotto „Lasst es glitzern: Antifaschistisch – Queerfeministisch – Antirassistisch – Solidarisch“ zum Kreuzberger Heinrichplatz. Auf den verschiedenen Lautsprecherwagen, aus denen Techno, „orientalische Klänge“ sowie queere Partyclassics erklangen, wurden ebenfalls Redebeiträge verlesen. So wurde unter anderem die Situation des alternativen Kulturprojektes „Tacheles“ thematisiert, als auch deutliche Kritik an der inzwischen stark kommerzialisierten Ausrichtung des „großen“ Christopher-Street-Days, der heute ebenfalls durch die Straßen Berlins zog, geübt. Auch das 15-jährige Jubiläum des transgenialen CSD, der im Jahr 1997 auf Grund polizeilicher Repression und der ausbleibenden Kritik des „großen“ CSDs sich durch die Straßen Kreuzberg bewegte, wurden in weiteren Redebeiträgen thematisiert.
Auch die „AG Schwule in der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin “ [SCHWARAB] beteiligte sich erstmalig mit eigenem Aufruf, Flugblatt und Transparent an der Demonstration und verteilte mehrere hundert antikapitalistische Flugblätter (im Folgenden dokumentiert) an das interessierte Publikum.
SCHWARAB

Einzig die Berliner Polizei bot mal wieder ein Bild des Grauens für das eigentlich durchaus feuchtfröhlich gelaunte Publikum: Begleitet durch die einschlägig bekannten 23. und 24. Einsatzhundertschaften ließen es sich die Zivilbeamten des Landeskriminalamtes „Politisch motivierte Straftaten – Links“ nicht nehmen und beleidigten Teilnehmer*innen des tCSD homophob.
Trotzdem lässt sich in Gesamtheit durchaus von einer gelungenen Demonstration gegen Homo&Transphobie, sowie Nationalismus und Rassismus sprechen.

Vom Gebäude des „Zentrum Kreuzbergs“ machten Mitglieder der ARAB mit einem Transparent und Flugzetteln auf den Fall von Basak Sahin Duman aufmerksam, die seit dem 29.Mai in Kroatien in Haft sitzt und an die Türkei ausgeliefert werden soll, wo ihr über 7 Jahre Haft wegen ihres politischen Engagements an der Univerität drohen.

Fotos: 1
Interview in der jungen Welt

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15.Juni: 250 Menschen gedenken Semanur Subay


Ungefähr 250 Menschen beiderlei Geschlechts und mit bunt gemischten Sozialisationshintergründen zogen heute vom Hermannplatz zum Oranienplatz in Kreuzberg um der in der Nacht vom 4.Juni 2012 von ihrem Ehemann bestialisch ermordete Semanur Subay zu Gedenken und gegen alltägliche patriachale Gewalt gegen Frauen zu protestieren. Mit mehsprachigen Transparenten und Parolen wie „Nein zur Gewalt an Frauen“, „Wir Gedenken Semanur Subay“, „Jin – Jîyan – Azadî! “ und „Zusammen Kämpfen gegen Patricharchat, Ausbeutung und Unterdrückung zogen sie den Kottbusser Damm herunten und bekammen dabei viel Zuspruch von Passant_innen und Anwohner_innen. Am Oranienplatz endete die Demonstration mit einer Schweigeminute für Semanur und alle Opfer patrichaler Gewalt. Die „Fraueninitiative Berlin“, die zu der Demo aufgerufen hatte, forderte die Anwesenden auf weiter aktiv zu sein und nicht länger das Schweigen und Wegsehen gegenüber Gewalt gegen Frauen zu aktzeptieren.

Fotos: 1
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25 000 Menschen bei Revolutionärer 1.Mai-Demonstration

Video-Bericht: 1, 2, 3, 4, 5

Auftritt von „Neues Glas aus alten Scherben“

Angriff auf Demospitze: 1

Interview in der jW zum Polizeiangriff

25 000 Menschen auf 18-Uhr-Demonstration++Größte revolutionäre 1.Mai-Demonstration bisher++Polizei greift die Demospitze auf Höhe des jüdischen Museums mit brutaler Gewalt an und prügelt den vorderen Block auseinander+Vorher schon Spontandemo durch Myfest, Proteste gegen NPD, DGB-Demo und mehrere tausend Menschen auf der antikapitalistischen Walpurgisnacht. (Bericht)

Pressemitteilung
25.000 Demonstranten bei Revolutionärer 1. Mai-Demonstration in Berlin. Aufzug wurde von der Polizei unter Anwendung massiver Gewalt aufgelöst

Unter dem Motto „Der Druck steigt – für die soziale Revolution“ zogen am Abend des diesjährigen 1. Mai bis zu 25.000 Menschen unterschiedlichen Alters durch die Berliner Innenstadt. Zu der Demonstration hatte ein breites Bündnis linker und kapitalismuskritischer Organisationen zur Revolutionären 1. Mai-Demonstration 2012 aufgerufen. Zu der Veranstaltung hatten verschiedene soziale Initiativen und linke bzw. linksradikale Organisationen wie Antifa-Gruppen mobilisiert. Es nahmen auch mehrere kurdische Vereine sowie erstmals die ver.di-Bundesjugend mit eigenen Lautsprecherwagen an der Demonstration teil.

Die Demonstration, die mit einem offensiven antikapitalitischen Ausdruck und mit zahlreichen Fahnen und Transparenten zunächst durch den Kreuzberger Kiez zog, wurde dann auf dem Gang in die politische Mitte Berlins massiv von zahlreichen Polizeibeamten angegriffen und gestoppt. Die Polizei ging in Höhe Linden/Markgrafenstraße, unweit des Jüdischen Museums, mit unglaublicher Brutalität gegen die Spitze der Demonstration vor und löste den Aufzug mit massiver Härte mittels Schlagstockeinsatz
und Tränengas schließlich auf. Ein Grund für diese Maßnahme, die offenbar planmäßig auf die Zerschlag einer politisch missliebigen Veranstaltung genau an diesem Ort gerichtet war, wurde dem Veranstalter nicht genannt. Stattdessen verweigerte die Polizei jegliche Diskussion mit dem Anmelder der Veranstaltung. Zahlreiche Personen wurden verletzt oder willkürlich festgenommen. Eine genaue Zahl liegt derzeit noch nicht vor.

Der Pressesprecher des 1. Mai-Bündnis Jonas Schiesser erklärt dazu: „Zum 25. Jubiläum des Kreuzberger Kiezaufstandes war die heutige große Demonstration eine deutliche Ansage in Richtung der Herrschenden gewesen, dass man sich die Angriffe auf die Lebensumstände der Menschen durch das Kapital nicht länger gefallen lässt. Wir freuen uns darüber, dass gerade unter den Bedingungen eines erheblichen Sozialabbaus zur Bewältigung der aktuellen Krise in diesem Jahr so viele Menschen zur Demo gegangen und ihren Unmut auf die Straße getragen habe. Wir rufen nun dazu auf, den europaweiten Widerstand gegen die vermeintliche Krisenbewältigungspolitik der Troika und EZB ebenfalls Mitte Mai nach Frankfurt am Main zu tragen.“

Aus der Pressemiteilung des Komitee für Grundrechte und Demokratie:

„Revolutionäre 1. Mai Demonstration“ am 1. Mai 2012 in Berlin-Kreuzberg

Die „18-Uhr-Demo“ verlief anfangs ohne relevante Vorkommnisse, aber lediglich für die ersten 500 Meter ohne enge Polizeibegleitung. Ab dem Kottbusser Tor wurde der vordere Teil des Demonstrationszugs zunehmend sehr eng begrenzt (mit Hundertschaften vorneweg und Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten als Spalier auf beiden Seiten). Ab der Oranienburger Straße Ecke Lindenstraße begleitete die Polizei die Versammlung auch innerhalb des Demonstrationszugs. Kurz nachdem die Versammlungsspitze in die Markgrafenstraße abbog, stoppte die Polizei ohne für die meisten Teilnehmer_innen ersichtlichen Grund den Demonstrationszug, indem sie in die Versammlung eindrang, Fronttransparente entwendete und Verhaftungen vornahm. Es erfolgten mehrfach Schlagstock- und Pfeffersprayeinsätze, daraufhin Stein-, Flaschen- und Böllerwürfe. Trotz fortlaufender Verhandlungen zwischen Versammlungsleitung und Kontaktbeamten, um den Versammlungszug fortzusetzen, griffen
Polizeikräfte immer wieder in die Demonstration ein. Schon vor der formalen Auflösung der Demonstration war der Versammlungsplatz innerhalb von Minuten nicht mehr von den Versammlungsteilnehmer_innen bestimmt, sondern von der Polizei kontrolliert. Die Polizei verhinderte den Versuch einer Fortsetzung der Demonstration und löste schließlich die Versammlung auch formal auf. Insgesamt hatte es den Anschein, als wollte die Polizei auf alle Fälle verhindern, dass der Versammlungszug die Berliner Innenstadt erreicht. Es kam zu Rangeleien zwischen Polizeikräften und Versammlungsteilnehmer_innen auf dem Vorplatz des Jüdischen Museum. Der symbolhaltige Vorplatz des Jüdischen Museum war durch die Polizei denkbar ungünstig gewählt, um die Versammlung aufzulösen. Zudem barg eine unzureichend gesicherte Großbaustelle zusätzliche Gefahren für die körperliche Unversehrtheit der Versammlungsteilnehmer_innen, deren Abzug die Polizei durch eine allseitige Absperrung verhinderte.

Indymedia-Bericht

Fotos:
18 Uhr-Demo: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24

DGB-Demo (Bericht): 1, 2

Antifa-Protest (Bericht): 1, 2

Spontan-Demo in Neukölln (Bericht)

Spontan-Demo im Myfest: 1, 2

Walpurgisnacht: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8

Videos: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45

1.Mai Woanders:
Hamburg | Nürnberg | Fürth | Duisburg | Köln | Neumünster | Wittstock | Magdeburg | Kiel | Oldenburg | Dresden | Stuttgart | Erfurt | Zürich | Wien | Istanbul | Amed |

Weltweit: 1, 2

Lustige Video-Umfrage im Vorfeld

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1.Mai: Kohle, Küche, Kinder, Krise – der Druck steigt!


Ein wichtiger Aspekt des 1.Mai war immer auch der Kampf gegen patriachale Ausbeutungs- und Unterdrückungsstrukturen, den die Befreiung der Frau ist eine Grundvoraussetzungen für die befreite Gesellschaft so wie die befreite Gesellschaft eine Grundvoraussetzung für die Befreiung der Frau ist. Deshalb ruft auch das Berliner Bündnis „8.März“ mit einem eigenen Aufruf zur revolutionären 1.Mai-Demonstration um 18 Uhr am Laustitzer Platz auf.

1.Mai | 18 Uhr | Lausitzer Platz
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Biji 1 Gulan! Yasasin Bir Mayis! Es lebe der 1.Mai!

Der 1.Mai steht seit 126 Jahren für einen weltweiten Kampf der Unterdrückten und Ausgebeuteten über nationale Grenzen hinweg. Internationale Solidarität mit Kämpfen die anderswo auf der Welt gegen Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung geführt werden ist eine Grundlage revolutionärer und fortschrittlicher Politik, grade auch am 1.Mai.
Um auf die aktuelle Repression in den kurdischen Gebieten der Türkei aufmerksam zu machen und gegen das PKK-Verbot, den §129b und weitere deutsche Unterstützungsmassnahmen für den Krieg in Kurdistan zu protestieren mobilisieren kurdische Organisationen und das Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin zur revolutionären 1.Mai-Demonstration in Berlin – Kreuzberg. Neben den Verhaftungswellen gegen kurdische Oppositionellen, Militäraktionen gegen die Guerilla und der drohenden Gefahr eines türkischen Krieges gegen Syrien wird es auch um die Situation des seit 13-Jahren auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali gefangengehaltenen ehemaligen PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan gehen, von dem es seit fast 300 Tagen kein Lebenszeichen gibt. 15 kurdische Interlektuelle befinden sich in Straßburg vor dem Europarat seit dem 01.März im unbefristeten Hungerstreik um die EU zum handeln zu bewegen. Ihr Gesundheitszustand ist mittlerweile lebensbedrohlich! Solidarisiert euch! Macht Aktionen! (Info)

1.Mai | 18 Uhr | Lausitzer Platz

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1.Mai 2012: Es gibt keine Alternative zur Revolution

Auch zum 1.Mai 2012 ruft das revolutionäre Bündnis „3A“, in dem sich 10 revolutionäre und kommunistische Gruppen zusammengeschlossen haben, zu Aktionen in verschiedenen Städten auf. In diesem Jahr stehen die gemeinsamen Mobilisierungen unter dem Motto „Es gibt keine Alternative zur Revolution“. Der bundesweite Aufruf hat vor allem die aktuelle Krisenpolitik des deutschen Imperialismus zum Inhalt und betont die Notwendigkeit einer klassenkämpferischen, antiimperialistischen und revolutionären Organisierung um eine wirkliche Krisenpolitik möglich zu machen: die Zerschlagung der alten Ordnung, die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und der Aufbau einer neuen Gesellschaft, deren Wirtschaft sich nicht nach Profitmöglichkeiten richtet, sondern für die Bedürfnisse der Menschen produziert.

Aufruf | PDF | Plakat | Mobivideo | Website

In Berlin (Mobivideo), Hamburg (Mobivideo), Nürnberg und Stuttgart ruft das Bündnis dazu auf sich an den revolutionären 1.Mai-Demonstrationen und klassenkämpferischen/internationalistischen Blöcken auf den Gewerkschaftsdemos zu beteiligen. In Fürth und Duisburg (Mobivideo) wird zu antikapitalistischen und revolutionären Vorabenddemos aufgerufen. In Neumünster und Bonn gilt es am 1.Mai einen Naziaufmarsch zu verhindern.
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24.April:Veranstaltung zu 25 Jahre 1.Mai in Kreuzberg


Dieses Jahr jährt sich der Kreuzberger Kiezaufstand am 1.Mai 1987 zum 25sten Mal. Seitdem steht der 1.Mai in Berlin Kreuzberg für eine radikale Ablehnung der herrschenden Zustände und eine konfrontative Kritik an der Staatsgewalt. Mit einer Veranstaltungsreihe wollen wir an ein Vierteljahrhundert Widerstand gegen Kapitalismus, Krieg und Polizeigewalt Revue passieren lassen, uns mit der aktuellen Bedeutung der revolutionären Maidemos beschäftigten und einen Blick in die Zukunft werfen. Die erste Veranstaltunng findet am Freitag den 13.April beim ARAB-Tresen im Zielona Gora statt. Weitere Veranstaltungen, sowohl in Berlin wie in anderen Städten sollen folgen.

Infos zur Geschichte des 1.Mai n Kreuzberg

Infoveranstaltung | 25 Jahre Widerstand in Kreuzberg | 24. April | Clash | Gneisenaustr.2a
Revolutionäre 1.Mai-Demo | 18 Uhr | Lausitzer Platz
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Heraus zum internationalen Frauenkampftag


Auch im Jahr 2012 stellt der 8. März als internationaler Frauenkampftag für uns als revolutionäre Linke einen wichtigen Bezugspunkt dar. Frauen sind immer noch besonders unterdrückt, hier in den imperialistischen Metropolen und in den unterdrückten Ländern.

Sie verdienen weniger Lohn, werden in Schule und Ausbildung benachteiligt, ihr Körper wird durch Medien und Werbung zu einer Ware herabgewürdigt. Gewalt gegen Frauen ist Alltag. „Gleichberechtigung“ gibt es, wenn überhaupt, nur auf dem Papier. Diese Unterdrückung der Frau resultiert aus den Eigentumsverhältnissen und den patriarchalen Strukturen der Gesellschaft.

Der gemeinsame Kampf von emanzipierten Frauen und Männern für Gleichberechtigung muss sich gegen diese Verhältnisse richten. Die Befreiung der Frauen kann nur durch die grundlegende Veränderung dieser Gesellschaft erfolgen. Kollektive Organisation der Reproduktionsarbeit und Vergesellschaftung der Produktionsmittel sind die Grundvorraussetzungen, die von uns im Kampf gegen die alte Ordnung geschaffen werden müssen.

Kampf um die Befreiung der Frauen!
Auf die Straße in der Tradition des 8. März!

3a- Revolutionäres Bündnis | Berliner Bündnis 8.März | Veranstaltungen zum 8.März in Berlin Diskussionspapier der kurdischen FrauenbewegungPDF (mehr…)