Archiv der Kategorie 'Internationale Solidarität'

8.Oktober: Berlin für Kobane!


Die Situation in Kobane spitzt sich weiter zu. In mehreren Stadtgebieten wird von heftigen Kämpfen zwischen YPG/YPJ und IS berichtet. Aus Protest gegen die Rolle der AKP werden die kurdischen Gebieten der Türkei seit gestern von einem Aufstand (Serhildan) erschüttert. Die Sicherheitsbehörden schiessen scharf auf Demonstrierenden. In Amed, Kurtalan, Kızıltepe und Varto wurden dabei Demonstranten getötet. Aus mehreren kurdischen Städten wird berichet das es zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften kommt, viele Regierungsgebäude gehen in Flammen auf. Mittlerweile wurden in Batman, Diyarbakır, Dargeçit (Mardin), Derik, Kızıltepe, Nusaybin, Mazıdağı, Ömerli, Savur, Erciş (Van) und Kurtulan (Siirt) Ausgangssperren verhängt.

Auch in Europa halten die massiven Proteste gegen das schweigen der internationalen Gemeinschaft weiter an. In Brüssel drangen Demonstranten ins das EU-Parlament ein, zwischen Schweden und Dänemark wurde die Autobahnen blockiert und in Paris kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Auch in Berlin beteilgiten sich den ganzen Tag über hunderte an der Mahnwache am Brandenburger Tor. Am späten Nachmittag fand eine Demonstration vom Pariser Platz zum Alexanderplatz statt, an der sich über 1000 Menschen beteiligten,

Das sind die bisher für morgen bekannten Demonstrationen in Deutschland:

Berlin 15Uhr Brandenburger Tor
Hannover 13Uhr vor dem HBF
Bremen um 13Uhr vor dem Landtag
Hagen um 16Uhr im Stadtzentrum
Düsseldorf allwöchentliche Protestaktion vor dem französischen Konsulat um 11Uhr
Frankfurt um 14.30Uhr vor dem französischen Konsulat
Nürnberg um 16Uhr im Stadtzentrum
Stuttgart um 15Uhr vor dem Schloßplatz

IS dringt in Kobane ein: Aufstand in Kurdistan, Massenproteste in der Türkei und Europa


IS dringt in Kobane ein: Aufstand in Kurdistan, Massenproteste in der Türkei und Europa

Civaka Azad hat eine Newsticker zu den Kämpfen in Kobane eingerichtet:

Dienstag | 7.10. | 10 Uhr | Brandenburger Tor | Kundgebung
Dienstag | 7.10 | 17 Uhr | Potsdamer Platz
In der Türkei, Südkurdistan und Europa finden grade massiver Proteste statt. In vielen europäischen Städten besetzen Kurd_innen und Internationalist_innen Medien, Regierungsgebäude und Flughäfen. In Dortmund hat es die CDU-Zentrale getroffen, in Berlin, Paris und Kopenhagen die Flughäfen. In Essen und Berlin den Hauptbahnhof, in Düsseldorf den WDR und in Den Haag gleich das Parlament.

In Berlin, Köln, Frankfurt. Dortmund,Kassel, Hagen, Nürnberg, Bremen, Oldenburg, Hannover gingen spontan tausende auf die Strasse.

In vielen Teilen Kurdistans ist ein Serhildan (Volksaufstand) losgebrochen, in Batman, Diyarbakır, Mardin, Adıyaman, Malatya, Siirt, Cizre, Hakkari, Van, Ağrı, Muş, und Şırnak kommt es zu massiven Auseinandersetzungen mit Polizei und Militär, die teilweise scharfe Munition einsetzt. In Amed wird von bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Kräften der kurdischen Befreiungsbewegung und dem Militär berichet, erste Regierungsgebäude sollen erobert worden sein.

Auch in Istanbul, Ankara und weiteren türkischen Grosstädten kommt es zu massiven Protesten und Auseinandersetzungen. In den linken Vierteln von Istanbul kämpfen bisher verfeindete Organisationen der kommunistischen Linken und der kurdischen Befreiungsbewegung wie YDG-H, MKP, HALKIN DEVRİMCİ YOLU, TKP/ML TİKKO, DHKP-C (!!), SODAP und MLKP Seite an Seite.

Morgen ist ab 10 Uhr eine Kundgebung am Brandenburger Tor, später wird es auch eine Demonstration geben.

Spendenkampagne: Waffen für die YPG/YPJ!


Solidarität mit Rojava – Waffen für dieYPG/YPJ!

Die Milizen der selbsternannten „Gotteskrieger“ des islamischen Staates stehen direkt vor den Toren der kurdischen Metropole Kobane – es droht ein Massaker falls es ihnen gelingen sollte die Stadt einzunehmen. Zusätzlich wird die kurdische Selbstverwaltung in Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien) durch einen am Donnerstag vom Parlament in Ankara genehmigten Einmarsch der türkischen Streitkräfte bedroht. Die Kämpfer_innen der kurdischen Selbstverteidigungskräfte YPG und der Frauenverteidigungskräfte YPJ geben seit Tagen alles, um Kobane gegen den Ansturm des übermächtigen und hochgerüsteten Feindes zu verteidigen. Mit veralten Waffen, Mut und sehr viel Kreativität gelang es ihnen bisher die Stellungen gegen den IS zu halten, doch die Situation wird von Stunde zu Stunde kritischer. Dabei verteidigen die Kämpfer_innen der YPG/YPJ zur Stunde in Kobane nicht nur die kurdische Selbstverwaltung und deren emanzipatorischen Errungenschaften wie Basisdemokratie und Frauenpartizipation. Sie verteidigen das Gewissen der gesamten Menschheit gegen die von der Nah-Ost-Politik des Imperialismus erzeugte Barbarei: den islamischen Staat (IS)

In diesem Augenblick, da uns stündlich neue, besorgniserregende Meldungen aus Kobane und Rojava erreichen, können wir es nicht länger bei verbaler Solidarität und Öffentlichkeitsarbeit belassen. Deshalb haben wir uns entschlossen ab sofort mit einer Kampagne „Solidarität mit Rojava – Waffen für die YPG/YPJ“ zu beginnen , um den Kampf unsere Freund_innen und Genoss_innen vor Ort konkret zu unterstützen. Wir wollen hier in der Bundesrepublik Geld sammeln , um die militärische Verteidigung eines fortschrittlichen Gesellschaftsentwurfes im Nahen Osten zu unterstützen. Wir hätten eine solche Sammlung früher beginnen müssen. Aber spät zu beginnen ist besser als zu schweigen. Deshalb werden wir in den nächsten Wochen und Monaten unsere Anstrengungen darauf konzentrieren , diese Spendekampagne für die militärische Verteidigung Rojavas gegen fundamentalistische Reaktion des IS und kolonialistische Besatzungspolitik des NATO-Staates Türkei zu einem erfolgreichen Ergebnis zu führen. Wir rufen alle Organisationen der politischen Linken, fortschrittliche und antifaschistische Menschen in der BRD und Europa dazu auf ,sich unsere Initiative anzuschliessen und jetzt ernst zu machen mit der oftbeschworenen „internationalen Solidarität“.

Während die deutsche Regierung die korrupte und feudal-konservative KDP (Kurdisch demokratische Partei) des nordirkakischen Kurdenpräsidenten Barzani mit Waffen ausrüstet, dessen Pershmerga-Milizien sich bei der Verteidigung der Jeziden im Nordirak gegen den IS-Terror bisher nicht grade mit Ruhm bekleckert haben, wollen wir die Kräfte der linken kurdischen Befreiungsbewegung YPG und YPJ unterstützen die im August 10 000 vom IS eingekesselten Jeziden das Leben retteten, als sie einen Fluchtkorridor vom Shengal-Gebirge nach Rojava freikämpften. Dabei möchten wir den selbstorganisierten Ansatz der kurdischen Befreiungsbewegung aufgreifen und als revolutionäre Linke selber aktiv werden anstatt an staatliche Institutionen zu appellieren. Wir sind Antimilitaristen und keine Waffenfetischisten. Sicherlich gibt es im Nahen Osten genug Waffen. Doch wer verfügt über sie?

Wir haben uns auch deshalb zu dieser Kampagne entschlossen weil für uns das gesellschaftliche Projekt in Westkurdistan, die „Kommune von Rojava“ von besonderer Bedeutung ist. Nicht nur für den seit über 100 Jahren von Kolonialer Fremdbestimmung, Imperialismus und reaktionären Gegenbewegungen wie dem politischen Islam geprägten Nahen Osten, sondern auch für die Zukunft internationalistische Politik und der antikapitalistischen Bewegungen weltweit. Der Aufbau einer emanzipatorischen gesellschaftlichen Alternative, deren Grundlagen Selbstorganisation, Basisdemokratie, Frauenbefreiung und die Überwindung ethnischer und konfessioneller Spaltungen sind zeigt das eine „andere Welt möglich ist“ wenn wir uns auf unsere eigene Stärke besinnen und uns nicht zum Spielball geopolitischer Interessen machen lassen. Seit dem Siegeszug des Neoliberalismus in den 1980er Jahren, den Scheitern der antikolonialen Befreiungsbewegung und dem Kollaps des sowjetischen Blocks hatte die weltweite Linke keine ernstzunehmende eigene Option. Saddam oder USA? Iran oder Israel? Hamas oder Likud? Ghaddafi oder NATO? CDU oder SPD? Es blieb die wohlbegründete Wahl des (vermeintlich) kleineren Übel. Das Projekt in Rojava und die kurdische Befreiungsbewegung sind für uns eine Chance die lähmende Passivität weiter Teile der Linken, zu überwinden und für den Aufbau einer gesellschaftlich Relevanten antikapitalistischen Bewegung in Europa und der BRD zu lernen.

Wir sind Linke aus verschiedenen politischen Strömungen und mit verschiedenen Hintergründen und Erfahrungen. Natürlich stehen auch wir der politischen Praxis der kurdischen Befreiungsbewegung nicht völlig unkritisch gegenüber. Aber wir nehmen zur Kenntnis das es ihnen im Gegensatz zu vielen Linken in den Metropolen gelungen ist ,die Fehler ihrer politischen Vergangenheit zu reflektieren und in den letzten Jahren zur der wichtigsten fortschrittlichen Kraft im Nahen Osten zu werden. Wir finden das von der kurdischen Befreiungsbewegung deshalb wichtige Impulse für den Wiederaufbau einer weltweiten antikapitalistischen Bewegung ausgehen. Dies hat jedoch zur Vorrausetzungen das es der kurdischen Revolution gelingt sich gegen die militärische Übermacht des IS und der Bedrohung durch einen Möglichen Einmarsch der Türkei zu verteidigen. Deshalb gilt es jetzt zu handeln: Solidarität mit Rojava – Waffen für die YPG/YPJ!

Spendet für die Verteidigung eines emanzipatorischen Gesellschaftsentwurf im Nahen Osten!
Hoch die internationale Solidarität!

Spendenkonto:
Empfänger: PM
Stichwort „Rojava“
NR: 506155858
BLZ: 76010085
IBAN: DE70760100850506155858
BIC: PBNKDEFF

weitere Informationen gibt es unter
kontakt@nao-prozeß.de
arab@riseup.de

30.9. – 04.10: Aktionswoche „Halt Stand Freies #Kobanê“


Aktionswoche & Grossdemo: Halt Stand Freies #Kobanê

30.9. – 04.10.2014: Aktionswoche für #Kobanê in Berlin!
Samstag | 04.10. | Grossdemo | 14 Uhr | Potsdamer Plat
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Aufgrund der aktuellen Situation in #Kobanê rufen kurdische Vereine mit Unterstützung des Kurdistan Solidaritätskomitee, der ARAB und der Neuen antikapitalistischen Organisation (NaO) vom Dienstag den 30.September bis Samstag den 04.Oktober zu einer Aktionswoche in Berlin auf.

Ab Dienstag 10 Uhr wird es eine Dauerkundgebung und Mahnwache am Brandenburger Tor geben. Um 13 Uhr wird es dort eine Pressekonferenz geben, auf der Vertreter_innen kurdischer Vereine über die aktuelle Situation in Kobanê und die geplanten Protestaktionen der kommenden Tage informieren werden. Es ist ein mehrtägiger Solidaritätshungerstreik geplant der am Brandenburger Tor und einem zweiten Ort stattfinden wird. Jeden Tag von 16 – 19 Uhr ist „Aktionszeit“ am Brandenburger Tor, grade in dieser Zeit sollten Unterstützer_innen vorbeikommen, wobei natürlich immer unterstützung erwünscht ist. Täglich um 17 Uhr wollen die Kurd_innen vom Brandenburger Tor aus eine Demonstration zu verschiedenen Orten durchführen. Für Dienstag ist geplant zum Auswärtigen Amt zu ziehen. Ab Freitag muss die Dauerkundgebung vom Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz umziehen, wegen der Deutschnationalen Riesenparty zum „Tag der Einheit“. Höhepunkt und Abschluss der Aktionswoche ist eine Grossdemonstration zur Solidarität mit der Bevölkerung von #Kobanê und gegen den Terror des IS am kommenden Samstag um 14 Uhr am Potsdamer Platz.

Dienstag – Donnerstag | Dauerkundgebung | Pariser Platz
Donnerstag – Samstag | Dauerkundgebung | Potsdamer Platz
Samstag | 04.10. | Grossdemo | 14 Uhr | Potsdamer Platz

25-27.September: Biji Azadi – Den Terror des IS stoppen!

Biji Azadi – Halt Stand freies Kobane – Gegen den Terror des IS!

Die Schlacht um Kobane hält weiter an. Die progressiven Kräfte der YPG, YPJ und Guerillaeinheiten der HPG liefern sich heftige Gefechte mit den „Gotteskriegern“ des islamischen Staates. Teilweise soll es gelungen sein den Vormarsch zu stoppen, die Situation für das eingeschlossene Kobane bleibt jedoch weiter kritisch. Aus Solidarität mit den Bevölkerung von Kobane rufen die PYD und kurdischen Vereinen gemeinsam mit ARAB und NaO am Donnerstag und Freitag zu einer Mahnwache am Brandenburger Tor (Pariser Platz) und am Samstag zu einer Demonstration gegen den Terror des IS auf.

Mahnwache:
Do. 25.9. | 10 – 24 Uhr | Brandenburger Tor (Pariser Platz)
Fr. 26.9. | 10 – 24 Uhr | Brandenburger Tor (Pariser Platz)


Demonstration:

Sa. 27.9. | 16 Uhr | U-BHF Wittenbergplatz

20.September: Halt Stand freies Kobane!

Halt Stand freies Kobane – Gemeinsam gegen den Terror des IS!

Seit Montag läuft in Syrien eine Grossoffensive der „Gotteskrieger“ des islamischen Staates gegen die kurdische Enklave Kobane. Die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten (YPG) liefern sich eine blutige Abwehrschlacht gegen die zahlenmässig überlegenden IS-Kämpfer, die von 3 Seiten gegen die kurdische Gebiete vorrücken. Die Zivilbevölkerung wird mit Clustergranaten und Artillerie beschossen, zehntausende Menschen befinden sich auf der Flucht in Richtung Türkei. Um der YPG bei der Verteidigung des emanzipatorischen und basisdemokratische Gesellschaftsentwurfs gegen die Angriffe der religiösen Fundamentalisten zu helfen haben sich tausenden Menschen in der Türkei auf den Weg in Richtung Syrischer Grenze gemacht. Ziel ist es durch eine Blockade der türkischen Grenze die Unterstützung des IS von türkischen Gebiet zu verhindern. In Berlin wird es am Samstag um 16 Uhr am Brandenburger Tor eine Solidaritätskundgebung für die Bevölkerung von Kobani geben.

Samstag | 16 Uhr | Brandenburger Tor

Biji Azadi – Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung!


Die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB) und die Neue antikapitalistische Organisation (NaO) beginnen eine Solidaritätskampagne für die kurdischen Befreiungsbewegung. Schwerpunkte werden die konkrete Unterstützung des emanzipatorischen gesellschaftlichen Projektes in „Rojava“ und der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG sein, sowie der Kampf gegen das PKK-Verbot und die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung in der BRD. Geplant sind u.a. eine Plakat- und Aufkleberreihe, eine Infoveranstaltung am 9.Oktober im Mosaik (Oranienstrasse 34), Proteste zum 21.Jahrestages der PKK-Verbotes Ende November in Berlin und Aktionen im Rahmen des Liebknecht-Luxemburg-Gedenken 2015 und eine Delegationsreise nach Rojava zum kurdischen Neujahresfest „Newroz“ 2015.

Donnerstag | 9.Oktober | 19 Uhr | Mosaik | Oranienstrasse 34

9.Oktober: Der Kurdische Befreiungskampf zwischen IS-Terror und ausländischer Intervention


Der kurdische Befreiungskampf zwischen IS-Terror und ausländischer Intervention

Veranstaltung mit Ulla Jelpke (MdB) und Michael Knapp (Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin)
9.Oktober | 19 Uhr | Mosaik | Oranienstrasse 34 | Hinterhof 1.Etage

Der Massenmord an den Yeziden im irakischen Shengal-Gebirge hat den Terror des „Islamischen Staates“ (IS) zum Gegenstand der internationalen Debatte gemacht. Die USA reagierten mit Luftangriffen auf IS-Stützpunkte, Deutschland und andere imperialistische Staaten liefern nun Waffen an die Pershmerga-Kräfte des konservativen nordirakischen Kurdenpräsidenten Barzani.
Währenddessen werden die linken Kräfte der kurdischen Befreiungsbewegung weiterhin als „terroristische Vereinigungen“ von Deutschland, der EU und der USA verfolgt, obwohl selbst bürgerliche Beobachter_innen feststellen mussten, dass vor allem die Guerillakräfte der PKK und der syrischen YPG den Völkermord an den Yeziden verhinderten. Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit kämpfen die kurdischen Selbstverteidigungskräfte der YPG seit Jahren einen blutigen Abwehrkampf gegen die zahlenmäßig überlegenen „Gotteskrieger“ des „Islamischen Staates“ und der „Al Nursa Front“, um die „Rojava“ genannten kurdischen Gebiete in Syrien zu verteidigen.

Dort wird seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges versucht, eine emanzipatorische Alternative zum religiösen Terror des Islamischen Staates und der Unterdrückung durch das Assad-Regime aufzubauen. Basisdemokratie, Selbstorganisation, Konföderalismus und die Überwindung ethnischer und konfessioneller Spaltungen sind die Grundlagen dieses gesellschaftlichen Experimentes.
Michael Knapp (Kurdistan Solidaritätskomitee) war mehrere Monate in Rojava und wird vom Aufbau einer gesellschaftlichen Alternative berichten. Ulla Jelpke (MdB/Linkspartei) ist als erste deutsche Politikerin in den Nordirak geflogen, nachdem sie von den Massakern an den Yeziden hörte, und hat sich dort in Flüchtlingslagern einen eigenen Eindruck gemacht. Sie wird außerdem zur Debatte um deutsche Waffenlieferungen und das PKK-Verbot Stellung nehmen.

Unterstützt die Flüchtlingsproteste!


Nachdem die letzten Flüchtlinge am Sonntag von Dach der Gürtelstrasse gekommen sind und nun erstmal in der Kreuzberger Heilig Kreuz Kirche untergekommen sind, fand am Montag eine Spontandemonstration gegen das Verhalten des Berliner Senats gegenüber den Flüchtlingsprotesten statt. Die Demonstration spaltete sich in 2 Teile und die Berliner Polizei versuchte recht planlos im Kiez für „Recht und Ordnung“ zu sorgen. War zur Abwechslung mal ne echt coole Demo. Hier der Bericht von unserem Atzen Staiger:

Staigers Bericht zur Spontan-Demonstration nach dem Ende der Gürtelstrassenbesetzung (mehr…)

28.August: SUPPORT GÜRTELSTRASSE – KEIN MENSCH IST ILLEGAL!


Flüchtlinge lehnen Polizeiangebot ab! Hunderte demonstrieren im Kiez! Kommt zur Gürtelstrasse und zeigt Solidarität!

Die Flüchtlinge haben das Angebot der Polizei – Straffreiheit und 1 Woche Unterbringung für Refugees, anschließend keinerlei Zusicherungen – abgelehnt. Die Gefahr das die Polizei eine „militärische Lösung“ wählt und das Dach in der Nacht stürmt steigt dadurch. Kommt jetzt zur Gürtelstrasse und zeigt Solidarität, es sind zur Zeit ca 150 Unterstützer_innen vor Ort. Grade in der Nacht werden dringend Leute gesucht, die Verantwortung übernehmen und den Flüchtlingen zeigen das sie mit ihrem Kampf nicht alleine sind. Auch Schlafplätze für die durch die Politik des Senats obdachlos gewordenen Flüchtlinge werden dringend gebracht. Zuvor waren hunderte in Solidarität mit den Flüchtlingen und aus Protest gegen die Verarschungs-Taktik des Berliner Senats durch den Friedrichshainer Kiez gezogen. An der Niederbarnim/Boxehagenstrasse wurde die Demonstration vorzeitig abgebrochen und dazu aufgerufen sofort zur Gürtelstrasse zu gehen, da die Nachricht die Runde machte das die Polizei das Dach zu stürmen droht. Bei der Auflösung kam es zu Angriffen der Polizei auf die abziehender Teilnehmer_innen und mehreren Festnahmen.

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