Tag-Archiv für 'solidarität'

21. Dezember: Soliparty für politische Gefangene

STAY REBEL AND DANCE

Aufgrund der Repressionsschläge in den letzten Monaten gegen die linksradikale Szene in Berlin, veranstalten wir am 21. Dezember eine Soliparty im Zielona Gora. Lasst euch die ganze Nacht hindurch von DJ DISCOISM (90er, all times, charts) und anderen einheizen und feiert bis zum Morgengrauen für die gute Sache. Auch wird die Party dazu dienen, zur alljährlichen „Silvester zum Knast“ Demo zu mobilisieren. Kommt zahlreich und unterstützt unsere gefangenen GenossInnen!

Soliparty | 21. Dezember 2013 | 22 UHR | Zielona Gora
Demo | 31. Dezember 2013 | 22:45 UHR | S-BHF Bellevue

13. Dezember: Infoveranstaltung / ARAB-Tresen


Im Interesse der Bewegung

Beim diesmonatigen ARAB-Tresen wird euch die Rote Hilfe Berlin, im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe zu staatlicher Repression, über ihre Arbeitsweise und die des Berliner EA aufklären. Gerade für die Organisation von Demos und Veranstaltungen ist es wichtig rechtzeitig Kontakt zu bestehenden Strukturen aufzunehmen. Wann und Wie könnt ihr Hilfe bekommen im Repressionsfall? Was können RH und EA beisteuern? Auf all diese Fragen gibt es an diesem Abend Antwort. Außerdem gibt es die neuesten Infos rund um die Hausdurchsuchungen und Repressionsfälle von Mitte Oktober.
Im Anschluß wie üblich gute Musik, leckere Cocktails und Knabbereien.

Freitag | 13. Dezember 2013 | 20:30 Uhr | Zielona Gora

Veranstaltungsreihe der RH Berlin

11.Oktober: Infoveranstaltung „In die Offensive!“ – Demo in Burg

Newroz Symbolbild Gezielte Angriffe organisierter Nazis und Nazi-Hools sowie Einschüchterungsversuche in Form von Bedrohungen und Sachbeschädigungen; dazu Gerichtsverfahren, Haftstrafen, willkürliche Personenkontrollen, Observationen und Hausdurchsuchungen: Dem sind AntifaschistInnen in den letzten Monaten in Burg (Sachsen-Anhalt) ausgesetzt, einer Stadt mit gerade einmal 23.000 EinwohnerInnen. Diese Mischung aus Naziterror auf der einen und die staatliche Repression auf der anderen Seite macht es antifaschistischen Strukturen vor Ort nicht nur schwer, weiterhin ihre Arbeit durchzuführen, sondern ist, wie man es in diesem Jahr schon oft sehen konnte, sehr gefährlich. Um nicht wie beispielsweise Delitzsch (Sachsen) oder viele andere Kleinstädte zu enden, in denen Nazis ungestört handeln können und die einen Angstraum darstellen für AntifaschistInnen, MigrantInnen und alle anderen Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, ist es an der Zeit, in die Offensive zu gehen und Schluss mit Naziterror und Repression zu machen.

Im Vorfeld der Demonstration wird es in Berlin eine Infoveranstaltung mit ReferentInnen aus Burg geben. Diese werden mit der Veranstaltung kurz auf die Nazistrukturen und deren Aktivitäten eingehen. Schwerpunkt wird allerdings die derzeitige staatliche Repression gegen antifaschistische Strukturen sein.

Infoveranstaltung: Freitag, 11. Oktober 2013 | ab 21 Uhr | Berlin-Fhain | Zielona Gora (Karte)

Infoveranstaltung: Donnerstag, 24. Oktober 2013 | 20 Uhr | Berlin-Weißensee | Bunte Kuh

Demonstration: Samstag, 02. November 2013 | 13:30 Uhr | Burg (Sachsen-Anhalt) | Magdalenenplatz
Anreise per Zug aus Berlin: 11:30 Uhr | Berlin-Alexanderplatz | Gleis 2


Mobilisierungssseite: offensiv-handeln.tk

3.Oktober: Antira-Demo in Hellersdorf


Seit im Juni bekannt wurde, dass in Berlin-Hellersdorf eine Notunterkunft für Geflüchtete entstehen soll, ist der Ortsteil zu einem bekannten Beispiel für die rassistische Mobilmachung gegen Geflüchtete geworden. Die Hetze einer rassistischen Bürgerinitiative stieß auf breiten Zuspruch von Anwohner_innen. Organisierte Neonazis veranstalteten zahlreiche Kundgebungen und Propagandaaktionen. Etliche Anwohner_innen schufen durch rassistische Kommentare und sogar Hitlergrüße ein Klima, in dem sich die Nazis wohlfühlen können. Doch vor Ort zeigt sich auch Protest gegen dieses rassistische Stimmung. Viele Menschen protestierten gegen die Nazi-Kundgebungen, gaben Sachspenden und boten vielfältige Unterstützung an. Für den 3. Oktober rufen wir zu einer breit getragenen antirassistischen Demonstration in Hellersdorf auf, um uns mit den Geflüchteten solidarisch zu zeigen. Zeigen wir gemeinsam, dass in Berlin kein Platz für Rassismus ist!

Konzert | 2. Oktober 2013 | 22:00 Uhr | Bunte Kuh
Demonstration | 3. Oktober 2013 | 15:00 Uhr | Cecilienplatz
Konzert | 5. Oktober 2013 | 22:00 Uhr | Bunte Kuh

Aufruf der NEA
Mobi-Video

7.September: Freiheit statt Angst! Stoppt den Überwachungswahn!


Am 6. Juni 2013 wurde das „Prism“ Programm des US-Amerikanischen Geheimdienstes NSA bekannt. Dank des Whistleblowers Edward Snowden wurde nun auch der breiten Öffentlichkeit klar, das es staatliche Programme gibt, die in Zusammenarbeit mit internationalen Konzernen, die digitale Kommunikation selbst über Ländergrenzen hinweg flächendeckend überwachen.

Doch auch in Deutschland nimmt die staatliche und privatwirtschaftliche Überwachung immer mehr zu. Dies belegen beispielsweise die jährlich steigenden Zahlen der abgehörten Telefonate und überwachter Computer, der Versuch die Vorratsdatenspeicherung unter einem anderen Namen doch noch einzuführen, oder aber auch die sich ausweitende Überwachung des öffentlichen Raumes mit Hilfe von Videokameras und Drohnen.

Gerade als Radikale Linke waren und sind wir immer wieder von staatlicher Repression betroffen. Erinnert sei hier unter anderem an die großflächige Funkzellenauswertung während des Naziaufmarsches 2011 in Dresden, oder die Ermittlungsverfahren aufgrund des Terrorparagraphen 129 gegen die „RAZ“, „mg“ und die kurdische Arbeiterpartei „PKK“. Ebenso wurden erst vor kurzem die Vereinsräume der „Anatolischen Föderation“ in mehreren Städten durchsucht.

Wie offenkundig dieser Staat gegen Kritker des Systems vorgeht, zeigte sich auch während der diesjährigen „Blockupy“ Demonstration am 01.06 in Frankfurt, als mehrere Hundertschaften einen großen Teil der Demonstration einkesselten und erst nach vielen Stunden wieder frei ließen – natürlich nicht ohne vorher Videoaufnahmen jedes einzelnen anzufertigen und die Personalien zu kontrollieren.

All diese Beispiele stehen stellvertretend für die unausweichliche Zusammengehörigkeit von Kapitalismus und Überwachung. Egal ob es nun die Industrie ist, die umfassende Persönlichkeitsprofile erstellt, oder der Staat der Repressionen gegen seine Kritiker ausübt und sie ausspioniert, helfen gegen diesen Marsch in den Überwachungsstaat kann uns nur eines: Die Überwindung des Kapitalismus hin zu einer wirklich freien Gesellschaft!

Aus diesen und vielen weiteren Gründen rufen wir alle revolutionären Kräfte auf sich am antikapitalistischen Block der diesjährigen „Freiheit statt Angst“ Demonstration zu beteiligen!

Nieder mit den orwellschen Zuständen!
Weg mit Paragraph 129a und b!
Geheimdienste abschaffen!

Demonstration | 7. September 2013 | 13:00 Uhr | Alexanderplatz

Fotos: 1 | 2 | 3 | 4
Videos: RBB Abendschau | SpOn | Tagesschau | ZDF heute
Presse: jW (PDF) | ND | taz | BZ

21.Juli: Ausgehtipp zum Wochenende: Bad Taste Summer Jam

xoxo

Sommerloch hin oder her: Berlin hat auch trotz des wechselhaften Wetters einiges zu bieten. Unsere Partycrew #ARABMUZIK empfiehlt euch daher, am Samstag, dem 21.07. in eurem Lieblingsstadtteilladen im Friedrichshain, dem Zielona Gora vorbei zu schauen. Feiert mit uns gemeinsam, solidarisch und trinkfreudig für anfallende Repressionskosten wegen antifaschistischen Aktivitäten zu den 80ern, 90ern und dem Besten von heute! Durch den Abend und die Nacht führen euch DISCOISM (lovely gay party classics), DJ Ali Mente ( Alltimes Geballer) sowie DJane Molly Girrrl (Hip Hop mit Swag). Dresscode: Come as you like. Bunt und „hässlich“. Ein Schminkstand erwartet euch auch noch.
Für die ersten 50 Gäste Jelly Shots & Knicklichter und weitere Überraschungen.

21. Juli, 23:00 Uhr | BAD TASTE Antifasolidisko | Zielona Gora, Grünberger Straße 73, 10245 Berlin

3.Dezember: Proteste gegen Afghanistankonferenz in Bonn


Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag im Vorfeld der Afghanistan-Konferenz in der Bonner Innenstadt gegen den Krieg am Hindukusch demonstriert. Das [3A] * Revolutionäre Bündnis hatte gemeinsam mit der Interventionistischen Linken (IL) und weiteren Gruppen zu einem internationalistischen Block unter dem Motto „Internationale Solidarität gegen imperialistische Kriege und Besatzung!“ aufgerufen, der über Tausend TeilnehmerInnen umfasste und von einem großen Polizeiaufgebot begleitet wurde. Vom Lauti des Blockes hielt auch Said Mahmoud von der afghanischen Solidaritäts-Partei eine Rede. Außerdem gab es einen Audio-Betrag von Mumia Abu Jamal, der extra für die Demo von ihm verfasst wurde. Es wurden während der Demonstration bengalische Fackeln abgebrannt und Farbbeutel auf ein Hoch-Tief-Gebäude sowie auf das Polizeispalier, das den Internationalistischen Block begleitete, geworfen. Der Bundestagsabgeordnete der Grünen Hans-Christian Ströbele konnte seine Rede bei der Abschlusskundgebung wegen Eierwürfen und Sprechchören gegen die grüne Kriegspartei nur mit Verzögerung beginnen.

Fotos: 1, 2, 3
Videos: 1, 2, 3, 4, 5

Mehr Berichte, Fotos und Videos hier:

(mehr…)

Great Crisis Riseup 2: The World is ours


Hundertausende Menschen in über 80 Ländern der Welt gingen am 15.Oktober auf die Strasse um inspiriert von der „Occupy Wallstreet„-Bewegung ihren Protest gegen ein System zu artikulieren, in dem es nicht die Bedürfnisse der Menschen sondern die Profitinteressen der Märkte im Zentrum stehen. Auch am 22.Oktober und 29.Oktober gingen die Proteste in vielen Ländern weiter. Gegen den G20-Gipfel vom 1. bis 4. November im französischen Cannes gingen bis zu 10 000 Menschen auf die Strasse. In Freiburg folgten ca 700 Menschen einem Aufruf unter dem Motto „Die Krise heisst Kapitalismus – für die soziale Revolution!“ am 5.November gegen den G20-Gipfel ohne behördliche Genehmigung auf die Strasse zu gehen. Am 12.November umzingelten zusammen 18000 Menschen das Regierungsviertel in Berlin und das Bankenviertel in Frankfurt/Main.

Weltweit wehren sich immer mehr Menschen mit gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen und die mörderische Verwertungslogik des Kapitalismus. In den vergangenen Jahren haben Arbeiter in Frankreich Fabriken besetzt, in Griechenland fanden zahllose militante Aktionen und Generalstreiks statt, in Italien demonstrierten Millionen gegen die Berlusconi-Regierung, in Spanien besetzten enttäuschte Jugendliche öffentliche Plätze, in England kam es zu riesigen Gewerkschaftsdemonstrationen und einem verzweifelten Aufstand der marginalisierten Jugend , in Israel fanden die grössten Sozialproteste in der Geschichte statt, in Chile rebellieren Schüler und Studenten seit Monaten gegen das Bildungssystem und nicht zuletzt hat die Occupy Wall-Street Bewegung die USA erfasst. Überall kämpfen Menschen um eine Zukunft, in der sie nicht jeden Tag in Sorge um Arbeitsplatz, Wohnung oder Geld verbringen müssen. Wichtig ist es jetzt den Druck weiter aufzubauen, Organisierungsstrukturen an der Basis zu schaffen, den internationalen Charakter der Kämpfe im Auge zu behalten, Verbindungen und Überschneidungspunkte zwischen den verschiedenen Protestbewegungen herzustellen und vor allem immer wieder unerbittlich die Klassenfrage stellen.. (Positionpapier der ARAB zu den „Occupy“-Protesten in der BRD)

Ob es gelingt die Protestbewegung gegen die Auswirkung der kapitalistischen Krise mit anderen Protesten zu vernetzten wird sich vor allem bei den diese Woche anstehenden Bildungsprotesten zeigen. In über 100 Städten weltweit werden im Rahmen der „Global Wave for free education“ Proteste für den freien Zugang zu Bildung statt. Auch in der BRD rufen verschiedene Schüler_innen und Studierendenorganisationen zu einem weiteren bundesweiten Bildungsstreik auf um gegen die miserablen Lernbedingungen in Schule und Uni mobil zu machen.

Am kommenden Samstag wird es dann vor der traditionellen antifaschistischen „Silvio-Meier-Demo“ eine Demonstration zur Unterstützung der seit dem 12. September streikenden Kolleg_innen der Charité Facility Management (CFM) geben. Wenn es gelingt diese Bewegungen zusammenzuführen könnte der „heiße Herbst“ 2011 auch in der BRD vielleicht mehr sein als eine hohle Phrase. Get up for Great Crisis Riseup! Diesen Herbst in deiner Stadt!

Termine:
17.November | Bundesweiter Bildungsstreik | 12 Uhr | Rotes Rathaus
19.November | Solidemo für Charite-Streik | 10:30 | S-BHF Friedrichstrasse

20.-25. September: 2000 Menschen beim 2.Mesopotanischen Sozialforum in Amed


2000 Menschen versammelten sich vom 21 – 25. September in der kurdischen Metropole Diyarbakir/Amed zum 2. Mesopotamisches Sozialforum. In Zeiten der eskalierenden türkischen Militäroperationen versammelten sich die Aktivist_innen im Sümerpark um über gesellschaftliche Alternativen zu Kapitalismus, Krieg und Patriarchat zu diskutieren. Ein besondere Schwerpunkt war neben der aktuellen Situation in Kurdistan vor allem die Aufstände im Mittleren Osten und Nordafrika die als „arabischer Frühling“ bekannt wurden. Aktivist_innen aus Ägypten, Tunesien und Marokko berichteten über die Rolle der Gewerkschaften und der Arbeiter_innenbewegung bei den Aufständen. Desweiteren waren auch die Selbstorganisationsprozesse der kurdischen Frauenbewegung, die Ökologie und die Situation der palästinensischen Bevölkerung wichtige Themen. Aufgrund der aktuellen militärischen Angriffe und der laufenden Verhaftungswellen gegen kurdische Aktivist_innen (4015 Festnahmen in den letzten 6 Monaten) war die Stimmung diesmal deutlich angespannter als beim letzten Forum im Jahr 2009. Über den Köpfen der Aktivist_innen düsten türkische Militärflugzeuge hınweg, die Bombenangriffe auf angebliche Stellungen der kurdischen Arbeiterpartei PKK flogen. Demonstrationen und Protestaktionen wurden von der Polizeı massiv behindert. Eine Demonstration gegen Frauenunterdrückung am Samstag wurde von Panzerfahrzeugen und Wasserwerfern der türkischen Polizei gestoppt. (mehr…)